Gute Nachrichten

Heute habe ich gleich ein paar tolle Neuigkeiten, die ich gerne mit euch teilen möchte.

Die letzten Wochen waren ereignisreich. Der Garten hat mich ordentlich beschäftigt. Ich habe mit Mühe einen Platz für meine Tomatenpflanzen gefunden, habe Paprika, Auberginen und Zucchini gepflanzt. Die Kartoffen stehen richtig gut da, blühen, und ich habe sie kräftig angehäufelt. Eine Gabe Hornmehl beim Pflanzen versorgt sie schon mal über längere Zeit mit Nährstoffen, auch der Kompost sorgt dafür. Und ich habe sie zusätzlich mit Brennnesseljauche gegossen.
Dazu habe ich einen Eimer etwas weniger als der Hälfte mit Brennnesseln gefüllt, dann mit Wasser aufgefüllt, mit einem Deckel verschlossen, und das Ganze in die Sonne gestellt. Alle 1-2 Tage habe ich die Brühe umgerührt und erst, wenn kein Schaum mehr beim Umrühren entstand, habe ich die Jauche verwendet. Ich habe sie gemischt mit Gießwasser – 1/3 Jauche, 2/3 Wasser. Und seitdem sind die Kartoffeln noch einmal kräftig gewachsen. Das werde ich auch mit den anderen, stark zehrenden Gemüsepflanzen machen.


Ich freue mich sehr, dass wieder Frösche in meinem Teich quaken, es eine zweite Kohlmeisenbrut in einem meiner Nistkästen gibt, und neu gepflanzten Kiwis direkt blühen. Auch der Olivenbaum blüht kräftig.
Himbeeren und Erdbeeren gibts dieses Jahr viele, ebenso Grünen Spargel, Mangold und Salat.

Auch auf der Patenschaftsfläche unserer Naturschutzgruppe war einiges zu tun, und zudem einiges los. Es zeigt sich immer mehr Vielfalt.

Mohnblüte und weitere Blumen, im Hintergrund Wildbienennisthilfe
Im Vordergrund Mohn und weitere Blumen auf der Baumscheibe des Felsenahorns. Im Hintergrund sieht man die Wildbienen-Nisthilfe mit Sandarium und Staudenbeet.

Auch seltene, bedrohte Arten wie der Feld-Sandlaufkäfer oder die Kornrade tauchen auf. Und immer mehr beginnt zu blühen. Dabei kann man auch so spannenden Beobachtungen machen, wie diese:

Revierkampf zweier Bienen

Man sieht förmlich die Anspannung, die hier in der Luft ist. Zwei Wildbienen kreisten wie zwei Boxer umeinander und flogen vielleicht in 40 Zentimetern Höhe über dem Boden. Sie hielten sich im Blick, bis sie plötzlich immer wieder aufeinander zu rasten und ihre Köpfe bzw. Mandibeln zusammen knallen ließen. Hier sieht man so einen Anflug. Offenbar kämpften die Beiden um ein Revier, oder um die Vorherrschaft? Das war richtig interessant und spannend.

Im Mager-Bereich blühen nun Nelken, Steppen-Salbei, sowie der Sandthymian. Weitere stehen in den Startlöchern. Das halbe Weinfass rechts ist mit Erde und Wasser gefüllt, sowie mit Blutweiderich, Wasserminze, Wasserdost und Beinwell bepflanzt. In ihm sitzt die Larve einer Schwebfliege, vermutlich die einer Mistbiene.


Auf einem Haufen Teichkies, den wir ungewaschen auf die Fläche kippten, um ihn eigentlich als Drainage-Schicht für einen Weg zu nutzen, tauchten plötzlich Falter auf. Hier offenbar Grünader-Weißlinge…

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Und kurze Zeit später tauchten auch Bläulinge auf.

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Beide offenbar angezogen von den Nährstoffen im Kies. Also bleibt er jetzt als Bestandteil des Magerbeets liegen. Und wir werden den Bereich noch ein Stück erweitern, mit Sand, Dachziegeln, Steinen und Holzstämmen als Wärmefallen versehen. Und ein wenig mehr bepflanzen werden wir ihn auch noch. Verschiedene Raupenfutterpflanzen für die verschiedenen Falterarten.

magerbreiche

 

Ganz besonders hat es mich aber gefreut, dass in unserer Steinkauz-Niströhre auch dieses Jahr wieder Nachwuchs saß. Und somit drei Jungtiere beringt werden konnten. 🙂

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Hier saßen sie noch in der Röhre…

 

Steinkauz beim Beringen
Und hier waren sie schon beim Beringen durch den NABU

 

Steinkauz nach dem Beringen
Er war relativ entspannt

 

Junger Steinkauz
…und hier noch einmal eine nähere Aufnahme

Besonders toll fand ich, dass auch Kinder einer Kita mit dabei waren. Und sie waren begeistert. Damit wird der Naturschutzgedanke an die zukünftige Generation weiter gegeben.
So sagt man es zumindest. Das stimmt, aber in dieser Einstellung liegt auch das Risiko, die Verantwortung an die Kinder abzuschieben. Dabei liegt in Wahrheit die Verantwortung bei jedem von uns.
Und es ist so toll z.B. zu sehen, wie diese kleinen, seltenen Eulen am Ende die Röhre verlassen und somit zum Erhalt ihrer Art beitragen.
Das lässt sich auf alle möglichen Tiere übertragen. Seien es Singvögel, Nager, allgemein Säugetiere oder Insekten. Wir alle können so viel tun.
Zum Beispiel am „Insektensommer“ des NABU teilnehmen, um zu sehen, was so alles summt und brummt. Er läuft schon seit diesem Wochenende und ich werde mich eventuell auch beteiligen.

Zum Thema Insekten: In meinem Garten entdeckte ich vor kurzen dieses Loch im morschen Walnuss-Stamm.

Loch in morschem Walnussstamm

Und dann auch seine Bewohnerin: Eine Blauschwarze Holzbiene, die es gar nicht lustig fand, dass ich in ihre Niströhre schaute. Sie brummte missmutig und flog mir hinterher. 🙂

Holzbiene im Loch

Ja, und dann entdeckte ich gestern noch bei der weiteren Gestaltung des Eidechsen-Bereichs in meinem Garten ein unbekanntes Flugobjekt. Und ein „Grünes Männchen“ hatte es auch noch dabei. Waren sie also jetzt gelandet? Um unsere Welt zu vernichten?
Nein, nein – wenn dann schaffen wir das schon selbst.
Und die App iNaturalist gab mir zumindest einen Hinweis darauf, was es genau sein könnte, das da in meinem Garten gelandet war.

Wegwespe mit Kürbisspinne als Beute

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Offenbar hat hier eine Wegwespe einen guten Fang gemacht: Vermutlich eine Kürbisspinne, die sie an ihren Nachwuchs verfüttern wird. Der sitzt in einem Erdnest und hat sich die Spinne bestimmt schon schmecken lassen.

 

So, und das waren meine guten Nachrichten. Eine habe ich noch: Ab Dienstag habe ich zwei Wochen Urlaub und werde wieder die Region erkunden, die Heide im Pfälzer Wald mal wieder besuchen, und den Wald selbst. Und vielleicht auch mal wieder zum Kloster von Hildegard von Bingen am Disibodenberg fahren. Das hat wirklich etwas Mystisches.

Euch allen ein frohes Pfingstfest und schöne freie Tage.

3 Gedanken zu “Gute Nachrichten

  1. hier gibt es immer so viel zu staunen! freut mich zu lesen, wie gut es in und mit deinem garten läuft. bei mir schwächeln die paprika noch etwas, auch die tomatenpflanzen sind noch relativ klein, aber das wird schon. 🙂 tolle fotos wieder! und schöne pfingsten auch für dich.

    Gefällt 1 Person

    • Danke, das freut mich 🙂 Na ja, meine Paprika sind auch nicht alle so toll. Und leider ist eine der Tomatillios inzwischen welk geworden. Warum auch immer… 😉 Aber einige Tomatenpflanzen sind schon relativ groß, drei haben sogar schon dickere Tomaten dran. Aber einige der Pflanzen sind noch extrem klein.

      Gefällt 1 Person

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