Gehörnte Mauerbiene in Niströhre

Insektenschutz mal anders…

Heute Morgen war das große Summen los bei mir. Ich hatte in meiner Dachgeschosswohnung über Nacht das Fenster offen gelassen, da es durch die Temperaturen der letzten Tage doch recht warm in meinem Schlafzimmer geworden war. Es dämmerte gerade, da wurde ich wach. Etwas summte und nach einigen Sekunden wurde mir klar, dass direkt über meinem Kopf am Dachfenster eine dicke Wespe saß und versuchte, raus zu fliegen. Dieses Fenster war geschlossen und die Wespe entsprechend ungehalten. So verließ ich mit einem gekonnten Sprung das Bett, suchte nach einem passenden Stück Papier, öffnete das Fenster ein Stück weit und stubste das Raubinsekt in die Freiheit. Ich legte mich wieder ins Bett und schlief weiter.
Als ich dann später wach wurde und aufstand, sah ich etwas auf dem Boden liegen. Es war nicht die Wespe, es war eine Rote Mauerbiene. Und sie sah ziemlich tot aus. Wieder suchte ich nach einem passenden Stück Papier und – sie siehe da: Sie war nicht tot, lag auf dem Rücken und als ich sie berührte, begann sie die Beine zu bewegen. Doch sie wirkte sehr schwach, beinahe apathisch. Ich suchte mir einen kleinen Behälter, in dem ich sie transportieren konnte und begannt mir der Ersten Hilfe… 🙂
Nein, ich habe sie jetzt nicht über die Atemlöcher am Hinterleib oder an der Brust beatmet und auch nicht ihren Herzschlauch massiert. 😉
Vielmehr habe ich ihr ein Frühstück gemacht. Ein wenig Zucker, aufgelöst in Wasser, dieses dann ganz flach in eine Schale gefüllt und die Biene in die Schale gesetzt. Es dauerte nicht lang, und sie begann mit ihrem Rüssel und der darin befindlichen Zunge das Wasser aufzunehmen. Man konnte wirklich beobachten, wie sie von Sekunde auf Sekunde aus ihrer apathischen Starre „erwachte“. Etwa zwei Minuten später hatte sie genug vom Wasser, hatte sich auch in der Sonne aufgewärmt. Und sie summte davon.

Solch eine Rettungsaktion habe ich vor noch nicht allzu langer Zeit schon bei einer Erdhummel angewendet. Hintergrund dieser Schwäche kann tatsächlich ein Nahrungsmangel sein, der heutzutage immer öfter auftritt. – Den aufgeräumten Kulturlandschaften, den kahlen Gärten und dem Fehlen von Nektarpflanzen sei Dank… Die Rote Mauerbiene ist momentan zudem intensiv mit der Eiablage beschäftigt und das ist zusätzlich kräftezehrend.

Nun konnte ich auch in die Küche gehen und frühstücken. Jeden Tag eine gute Tag – und der Sonntag war gerettet… 🙂

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Die Wachteln sind los… :-)

Am 9. April waren siebzehn Tage vergangen. Tage, an denen ich jeweils dreimal diese bunt gesprenkelten Eier gedreht und die Luftfeuchtigkeit entsprechend hoch gehalten hatte. Darin hatte ich bald Routine, auch an das Summen des Ventilators dieses Brutapparats hatte ich mich gewöhnt. Er stand direkt neben meinem PC im Bücherregal und so konnte ich immer mal wieder einen Blick auf diese leblosen Eier werfen. Der siebzehnte Tag war angebrochen, und eigentlich hätten schon die ersten Küken am sechzehnten Tag schlüpfen können. Stattdessen kam ich an jenem Montag um 13 Uhr nach Hause und erwartete bereits, dass mich eine kleine Wachtel anblickte. Doch Fehlanzeige – die Eier hatten am gestrigen Tag ein wenig gewackelt, heute rührte sich jedoch gar nichts. Nicht mal an einem Ei erkannte ich den Versuch des Lebens, heraus zu kommen. War es ein Fehlschlag? Schon am achtzehnten Tag sollte es weitgehend vorbei sein und so war es langsam mal an der Zeit, dass die Kleinen sich trollten.

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Frisch geschlüpfte Wachtel

Da sind sie…

Siebzehn Tage hat es nun gedauert, und jetzt ist es endlich soweit: Die Kleinen sind da. Zwei Wachtel-Küken haben heute zwischen 13:30 Uhr und 14:30 Uhr die Schale geknackt und das Licht der Welt erblickt. Eines habe ich bei seinem harten Kampf in die Welt beobachtet und gefilmt. Das Video gibts hier in kürze.

Nur soviel vorweg: Die beiden Kleinen sind wohlauf und warten darauf, dass die anderen Artgenossen die Eier verlassen. Und sie piepsen schon wie die Großen…

Der erste Kontakt...
Der erste Kontakt… Leider etwas unscharf wegen der Plastikkuppel des Brutautomats.

Frohe Ostern…

Ostern ist das Fest des Neubeginns, des neuen Lebens. Nicht umsonst hat das Christentum für das Osterfest Eier und Hasen als Sinnbild der Fruchtbarkeit gewählt. Das ist eine tolle und leckere Sache und auch ich habe einige Schokoeier und einen Schokohasen verspeist. Beim Blick auf die Zutatenliste des Hasen bin ich dann jedoch etwas ins Grübeln gekommen. Und ausgerechnet ein Schoko-Ei brachte mich schließlich auf die Palme…

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Wachtel-Eier

Jetzt gehts rund… :-)

Jetzt geht’s rund! Und in siebzehn Tagen ist es soweit. Bis Ostern hat es nicht mehr gereicht, dabei wäre es doch so passend gewesen. Denn das Osterfest steht ja auch für den Neubeginn und das Leben. Nicht umsonst hat man das Ei als Fruchtbarkeitssymbol gewählt, um mit ihm auch das Ende des Winters zu symbolisieren und das Leben des neuen Jahrs zu feiern. Dieses beginnt seinen Lauf von vorne, die Bäume treiben ihre Knospen und Blüten, die Vögel bauen ihre Nester. Und auch ich habe eins gebaut…

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Taubenschwänzchen

Das geht uns nichts an!

Die Aussage ist schon verblüffend: Im Grunde gehe es die Bevölkerung nichts an, welche Mengen an Herbiziden, Fungiziden oder Insektiziden die Landwirte, Obstbauern oder Winzer ausbringen. – So äußerte sich laut SWR aktuell ausgerechnet ein Minister aus Baden-Württemberg, in dessen Ressort der Verbraucherschutz fällt! Der NABU hatte zuvor kritisiert, dass alleine dort im Jahr momentan 2.300 Tonnen Pestizide, Fungizide und Herbizide auf den Feldern landen. Doch Minister Peter Hauk (CDU) relativiert: Es sei wichtig zu wissen, wieviel davon im Boden, im Trinkwasser und auf den Nahrungsmitteln landet. Und einen Zusammenhang zwischen dem Einsatz von Pestiziden und dem um sich greifenden Insektensterben bezweifelt er. – Ganz klar: Wie kann man auch eine derart verwegene These aufstellen, dass der Tod von Insekten durch den Einsatz von Insektenvernichtungsmittel zustande kommt…?

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The Mystery Blogger Award

So, nun habe ich es endlich mal geschafft und konnte den Beitrag zum Mystery Blogger Award schreiben und veröffentlichen. Denn ich wurde schon Mitte Januar von Sabine dazu eingeladen, die den sehr interessanten Blog dagehtwas betreibt. Herzlichen Dank dafür und gerne beteilige mich – wenn auch sehr verspätet. 🙂 Warum es so lange gedauert hat? Das hat teils mit der Erkältungswelle zu tun, von der ich leider auch nicht verschont geblieben bin und die mich fast zwei Wochen „außer Gefecht“ gesetzt hat. Und ein weiterer Grund für die Verzögerung besteht in einem Geheimnis. Aber eins nach dem anderen…

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Tomate Fuzzy Wuzzy

Neues Beet, neues Glück…

So langsam packt mich wieder das Aussaat-Fieber. Es ist zwar noch früh, doch in diesem Jahr möchte ich ein wenig experimentieren. So habe ich bereits Mitte Januar die ersten Tomaten eingesät und hoffe, dass bis Mai stattliche Pflanzen aus ihnen werden. Sie sehen schon ganz gut aus, doch wissen sie noch nicht, dass sie der kleine Teil einer potentiellen Revolution werden könnten. Das heißt, es ist eigentlich kein Fortschritt, sondern eher ein Schritt zurück – hin zur Ursprünglichkeit. Das Zauberwort heißt Mykorrhiza. Was das ist und wie auch die konventionelle Landwirtschaft von mehr Ursprünglichkeit profitieren könnte, davon möchte ich heute berichten.

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Gesicht-Gedicht V

Geklonte und für die Autoindustrie gequälte Affen… Aus gegebenem Anlass kommt heute bei mir ein Primat zu Wort und er hat eine deutliche Botschaft parat. Es wird aber auch langsam Zeit, dem nächsten Verwandten der Menschheit Gehör zu schenken. Er hat einiges zu berichten: Über die vielen tausenden seiner Art, die ihr Leben in Versuchslaboren fristen und verlieren; die ungezählten Orang-Utans, deren Lebensraum man abfackelt, abholzt, die man gefangen nimmt, in Käfigen hält und prostituiert (ja, richtig gelesen, mehr dazu hier!); über viele Berggorillas, deren Wälder man vernichtet,… Also: Hören wir ihm zu.

 

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