Zündet Lichter an…!

Schon vor einiger Zeit wurde ich von FREI-TEXT-ER für den Herz & Verstand Award nominiert. Leider hatte ich einiges um die Ohren und es hat etwas länger gedauert. Aber wie sagt man so schön? Besser spät als nie… 😉

FREI-TEXT-ER, das ist ein Blogger, der mit viel Wortwitz und Herz die Themen unserer Zeit beleuchtet. Ich finde, seine Texte geben tolle Denkanstöße und haben mich schon einige Male dazu gebracht, Dinge neu zu betrachten und zu bewerten. Daher einfach mal vorbeischauen – es lohnt sich!

Aber nun zum Herz & Verstand Award. Herz & Verstand ist ein Gemeinschafts-Blog. Wer mitmachen will, kann sich dort melden und neue Mit-Blogger sind ausdrücklich erwünscht.

Und hier sind nun meine Antworten auf die Fragen von FREI-TEX-ER

1. Warum blogst du?

Ursprünglich habe ich mit dem Bloggen begonnen, um meinen Unmut loszuwerden. Die Umweltzerstörung beschäftigt mich schon lange und nachdem ich so ziemlich alle relevanten Institutionen auf Bundes-, Landes- und Kreisebene mehrfach und erfolglos angeschrieben hatte, konzentrierte ich mich auf Leserbriefe in der Regionalpresse. Und dann entstand irgendwann mein Grünschreiber-Blog…
Aus ihm ist inzwischen viel mehr geworden, als nur eine „Mecker-Box“.
Heute blogge ich, um die Schönheit der Natur aufzuzeigen, ein Fragen zu stellen und Denkanstöße zu geben. Vor allem möchte ich mit meinen Beiträgen die Herzen der Leute erreichen, um vielleicht einen Wandel im einen oder anderen Bereich zu bewirken.
Ich blogge aber auch um mich mit den vielen anderen netten und interessanten Bloggern auszutauschen und habe dabei schon sehr viel mitgenommen, was mich zum Nachdenken gebracht hat. Besonders spannend finde ich die Vielfalt der Themen, mit denen sich alle beschäftigen. Und eines steht hinter allen: Die Leidenschaft, mit der sie ihre Themen präsentieren.

2. Nenne mir ein Problem unserer Zeit, dass dich am meisten beschäftigt. Warum genau das?

Die Gier ist, denke ich, das Hauptproblem unserer Zeit. Denn sie steht so ziemlich hinter allen Missständen, Kriegen, Verbrechen, hinter Tierquälerei und Umweltzerstörung.
Wie Ghandi schon sagte: Die Welt hat genug für jedermann, aber nicht für jedermanns Gier.

3. Was braucht es, um dem etwas entgegen zu setzen?

Ich könnte nun sagen, eine Krise, wie wir sie jetzt mit der Corona-Pademie haben. Ein wenig hat dieses kleine Virus geschafft, was der intelligenten Spezies Mensch bisher nicht gelungen ist: Das maßlose und egoistische Konsumieren auszubremsen, beginnend bei massenhaften Urlaubsreisen und Flügen, über sinnloses Shoppen, maßlose Mobilität. Nur beim Klopapier hatte es den gegenteiligen Effekt…
Natürlich ist die Pandemie auch eine schlimme Krise, die viele schlimme Schicksale nach sich zieht, viel Leid verursacht und Leben kostet. Aber der Mensch ist auch nicht unbeteiligt an ihrem Ausbruch. Offenbar stammt das Virus ja von einem Wildtier, das nie Kontakt zum Menschen gehabt hätte, wäre er nicht auf die Idee gekommen, es einzufangen und auf dem Markt als Lebensmittel zu verkaufen…

Es muss ins kollektive Bewusstsein vordringen, dass Glück nicht heißt endlos zu konsumieren. Glücklichsein hängt nicht am Besitz, für den man zunächst jede Menge Arbeits- und somit Lebenszeit investieren muss. Es liegt in den glücklichen Momenten.

4. Wie sollte man mit Trollen umgehen, die sich dem in den Weg stellen?

Für die Trump-Härtefälle: Abwählen, auf den Mond schießen (oder besser in ein intergalaktisches Schwarzes Loch – sicher ist sicher!)
Allen anderen Trollen sollte man einen Spiegel vors Gesicht halten und fragen, ob sie denn auch so behandelt werden wollen, wie sie andere behandeln. Dabei geht es nicht nur um den direkten Umgang untereinander. Konsum bedeutet auch die Frage, wie wir mit den Menschen umgehen, die wir nie zu Gesicht bekommen und die hinter den Produkten stecken: Haben andere Kinder unter sklavenähnlichen Verhältnissen in Kakao-Plantagen gearbeitet, damit der Weihnachtsmann produziert werden konnte, den jetzt meine Kinder essen? Hat die in Turbo-Geschwindigkeit gemästete Discounter-Pute überhaupt nur ansatzweise erlebt, was Liebe ist, ehe sie zum Fest der Liebe auf den Tellern landet? Würde ich gerne 16 Stunden unter Tage arbeiten, für einen Hungerlohn und ohne Gesundheitsvorsorge, um seltene Erden zutage zu fördern, die für die Herstellung des neusten Handy-Modells benötigt werden, das unterm Weihnachtsbaum landet? Und darf es mir wirklich egal sein, zwischen den Jahren mal schnell mit dem Flieger nach Dubai in die Wüste zu fliegen, während in der Heimat nach drei Jahren Dürre auch bald so etwas wie Wüste entsteht und unsere Wälder sterben? Ich denke, Trolle kann man schnell entzaubern, indem man ihnen die Möglichkeit bietet, so in den Spiegel zu schauen. Außer sie heißen Trump, solche erscheinen mir zu verstrahlt und müssten die Erde auf schnellstem Wege verlassen.

5. Kannst du mir etwas schreiben, das mir den Tag erhellt?

Dazu fällt mir am ehesten Konfuzius ein, der sgate: Lasst uns Lichter anzünden statt über die Dunkelheit zu klagen.

 

 

8 Gedanken zu “Zündet Lichter an…!

  1. Danke, lieber Grünschreiber, für deine reflektierte Sicht auf unsere Welt und fürs Mit- und Mutmachen. Deine wunderbar durchdachten Worte reißen mich aus meiner WordPress-Pause und erhellen mir den Tag. Die Gier als größtes Übel unserer Zeit anzusehen, trifft es leider auf den Kopf. Wobei es natürlich noch weitere Kandidaten gäbe, gegen die es anzukämpfen gilt. Ich wünsche dir weiterhin viel positive Energie und Tatendrang und freue mich auf viele neue Anregungen auf deinen Blog. Falls du noch nicht genug hast, denk dir ein paar Fragen aus und nominiere x weitere Blogger zum Beantworten und Mitmachen.

    Darf ich den Beitrag auf Herz & Verstand teilen?

    Herzlichst, Erik

    Gefällt 2 Personen

    • Hallo Erik, ich danke Dir für Deine lieben und positiven Worte. Sobald ich etwas mehr Zeit habe, werde ich gerne auch weitere Blogger nominieren. Du kannst den Beitrag sehr gerne auf Herz & Verstand teilen.
      Momentan bin ich mit so vielen Dingen beschäftigt, ab und zu gelingt es mir mal einen kurzen Post zu schicken, aber eigentlich würde ich gerne mehr machen, auch viel mehr Beiträge von anderen Bloggern lesen. Aber es fehlt mir einfach die Zeit. Morgen pflanzen wir einen Französischen Ahorn auf unserer Naturschutzfläche, ich musste die Beschaffung des Baums planen und das ganze Material drumherum. Im Garten musste die eine Steinkauz-Niströhre komplett erneuert werden, da sie morsch war. An den Wochenenden habe ich an meinem neuen Krimi gearbeitet, für den ich Anfang 2021 auf Verlagssuche gehen möchte. Dann habe ich die Lesung aus Todes Mais online gemacht mit einem Benefiz-Buchverkauf für krebskranke Kinder… 🙂
      Ich warte noch auf die Besinnlichkeit der Adventszeit, aber bisher hat sie sich noch nicht eingestellt. 😉 Mal sehen ob ich sie noch finde…
      Herzliche Grüße Torsten

      Gefällt 1 Person

      • Hallo Torsten, danke. Das klingt nach einem vollen Jahr. Ich komme derzeit auch kaum zum schreiben, lesen und bloggen. Es freut mich, dass du dir die Zeit genommen und so reflektiert geschrieben hast. Auf eine besinnliche Zeit, Erik

        Gefällt 1 Person

  2. Ein schöner Text, der zum Nachdenken anregt! Das Gierproblem ist wirklich ein Kernthema unserer Zeit. Besonders die junge Genration in den Wohlstandsländer steht jetzt (eigentlich wie jede Generation davor auch) am Scheideweg. Den alten, zerstörerischen Weg weiter gehen oder neue, nachhaltigere Entscheidungen treffen. Im Endeffekt entscheiden wir darüber jeden Tag, jeder einzelne – vor allem mit unserem Geldbeutel. Was wir kaufen, oder vor allem nicht kaufen hat einen riesigen Einfluss.
    Danke für die Gedanken 🙂

    Gefällt 1 Person

    • Danke, vor allem ist es leider noch immer der Irrglaube, dass Konsum glücklich macht. Oft macht er sogar unglücklich. Man investiert für immer mehr Besitz Geld und somit Lebenszeit. Den stellt man sich dann ins Regal, muss ihn reinigen, pflegen, reparieren und am Ende auch entsorgen. Vieles macht dann im Großen und Ganzen nicht glücklich, sondern eher unglücklich. Und auch die armen Menschen, die das Produkt unter schlimmen Arbeitsbedingungen hergestellt haben, sind wahrscheinlich alles andere als glücklich.
      Ja, wir stehen wirklich vor dem Scheideweg. Ich hoffe, es wird sich etwas Grundlegendes ändern. Vielleicht auch durch die Erkenntnisse der Pandemie, dass es am Ende nicht der Konsum von immer mehr ist, der uns glücklich macht. Sondern dass eine gewisse Einschränkung nicht schlimm sondern sogar auch erfüllend sein kann.

      Gefällt 1 Person

  3. danke für den schönen Beitrag, ich habe ihn bei Erik gelesen und nicht gemerkt, dass er von dir kommt :-))
    Lasst uns Lichter anzünden! Unbedingt! Was die Menschen heute mehr denn je brauchen ist ein Licht, dass in die Zukunft strahlt.
    Schön, dass es dich gibt
    Liebe Grüsse Brig

    Gefällt 1 Person

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s