Die Lösung: Das Quietsche-Entchen-Verbot

Endlich tut sich was in Sachen Plastikvermeidung. Die EU-Kommission macht ernst. Jetzt hagelt es Verbote, damit die Meere nicht weiter vermüllt wird, die Natur nicht weiter verdreckt und vergiftet. Jawohl – die EU verbietet Wattestäbchen, Luftballonhalter, Strohhalme und Stäbchen zum Umrühren von Getränken. Außerdem hat sie Plastik-Einweggeschirr und ausrangierten Fischernetzen den Kampf angesagt. Auf der Verbotsliste fehlen dann nur noch die Quietsche-Entchen und schon wäre die Natur gerettet. Denn sonst treibt ja nichts dort draußen in den Weiten der Meere, sonst liegt nichts mehr in der Natur und wartet Jahrhunderte auf seine Zersetzung… Luftballons könnten auch noch auf der Liste stehen, doch die kann man natürlich nicht verbieten. Wo sollte man ansonsten die viele heiße Luft unterbringen, mit denen man vor den Europawahlen 2019 zeigen möchte, dass man sich den gigantischen Müllstrudeln der Meere annehmen wird?

 

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Gesicht-Gedicht VI

Es ist ein wenig ruhig geworden um die Gesicht-Gedicht-Reihe. Die jungen Wachteln hatten mich zwischenzeitlich ganz schön auf Trab gehalten. Aber jetzt gehts weiter und es kommt ein neuer Gartenbewohner zu Wort: Ein Eichhörnchen. Drei junge Wilde turnen seit einigen Wochen durch den Garten, futtern aus dem Vogelfutter-Automaten genüsslich Körner und freuen sich über das eine oder andere Stück Apfel. Grund genug, den wuselnden Baumbewohnern das Wort zu überlassen. Sie haben uns nämlich etwas Grundlegendes über Nachhaltigkeit zu berichten, und über hohle Nüsse…

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Grün ist die beste Rendite

Wieder flimmern Bilder von abgeholzten Regenwäldern über unsere Bildschirme mit sterbenden Orang Utans und schwindenden Arten. Der April 2018 war der wärmste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. In Syrien sterben weiterhin Menschen im Bombenhagel, in Afrika an Hunger und Durst. Das Great Barrier-Riff in Australien wurde durch Umweltzerstörung und Klimaerwärmung schon zu einem Drittel zerstört, und am Nordpol findet man Unmengen Mikroplastik. Wir wollen uns wehren gegen das, was wir da sehen und wollen uns ihm entgegen stellen. Wir nutzen Ökostrom, kaufen Bio und regional, spenden für leidende Menschen und meiden Palmöl. Und doch finanzieren wir noch immer viel zu oft diese Schweinereien. – Kohle, Atomenergie, Lebensmittelspekulation, Rohstoffabbau und sogar Waffen. Ganz unbewusst, durch unser Bankkonto oder anderes Investment. Dabei geht es auch anders…

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Endlich: Gift hinter Glas

Neonikotinoide sind künftig verboten! So konnte man es lesen in einem Post des Bundesumweltministeriums bei Facebook vom 27.04.2018. Weiter hieß es: „Ein erster Erfolg für den Insektenschutz: Die Anwendung von Neonikotinoiden im Freiland wird komplett verboten! Die Stoffe sind künftig nur noch im Gewächshaus erlaubt, wo sie keinen Insekten schaden – das haben die EU-Mitgliedstaaten heute beschlossen. Auch Deutschland hat für ein Verbot gestimmt.“
Das ist wirklich eine tolle Nachricht! Doch einen Haken hat die Sache: Sie stimmt so nicht, Fake News lässt grüßen…

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Gehörnte Mauerbiene in Niströhre

Insektenschutz mal anders…

Heute Morgen war das große Summen los bei mir. Ich hatte in meiner Dachgeschosswohnung über Nacht das Fenster offen gelassen, da es durch die Temperaturen der letzten Tage doch recht warm in meinem Schlafzimmer geworden war. Es dämmerte gerade, da wurde ich wach. Etwas summte und nach einigen Sekunden wurde mir klar, dass direkt über meinem Kopf am Dachfenster eine dicke Wespe saß und versuchte, raus zu fliegen. Dieses Fenster war geschlossen und die Wespe entsprechend ungehalten. So verließ ich mit einem gekonnten Sprung das Bett, suchte nach einem passenden Stück Papier, öffnete das Fenster ein Stück weit und stubste das Raubinsekt in die Freiheit. Ich legte mich wieder ins Bett und schlief weiter.
Als ich dann später wach wurde und aufstand, sah ich etwas auf dem Boden liegen. Es war nicht die Wespe, es war eine Rote Mauerbiene. Und sie sah ziemlich tot aus. Wieder suchte ich nach einem passenden Stück Papier und – sie siehe da: Sie war nicht tot, lag auf dem Rücken und als ich sie berührte, begann sie die Beine zu bewegen. Doch sie wirkte sehr schwach, beinahe apathisch. Ich suchte mir einen kleinen Behälter, in dem ich sie transportieren konnte und begannt mir der Ersten Hilfe… 🙂
Nein, ich habe sie jetzt nicht über die Atemlöcher am Hinterleib oder an der Brust beatmet und auch nicht ihren Herzschlauch massiert. 😉
Vielmehr habe ich ihr ein Frühstück gemacht. Ein wenig Zucker, aufgelöst in Wasser, dieses dann ganz flach in eine Schale gefüllt und die Biene in die Schale gesetzt. Es dauerte nicht lang, und sie begann mit ihrem Rüssel und der darin befindlichen Zunge das Wasser aufzunehmen. Man konnte wirklich beobachten, wie sie von Sekunde auf Sekunde aus ihrer apathischen Starre „erwachte“. Etwa zwei Minuten später hatte sie genug vom Wasser, hatte sich auch in der Sonne aufgewärmt. Und sie summte davon.

Solch eine Rettungsaktion habe ich vor noch nicht allzu langer Zeit schon bei einer Erdhummel angewendet. Hintergrund dieser Schwäche kann tatsächlich ein Nahrungsmangel sein, der heutzutage immer öfter auftritt. – Den aufgeräumten Kulturlandschaften, den kahlen Gärten und dem Fehlen von Nektarpflanzen sei Dank… Die Rote Mauerbiene ist momentan zudem intensiv mit der Eiablage beschäftigt und das ist zusätzlich kräftezehrend.

Nun konnte ich auch in die Küche gehen und frühstücken. Jeden Tag eine gute Tag – und der Sonntag war gerettet… 🙂

Frisch geschlüpfte Wachtel

Da sind sie…

Siebzehn Tage hat es nun gedauert, und jetzt ist es endlich soweit: Die Kleinen sind da. Zwei Wachtel-Küken haben heute zwischen 13:30 Uhr und 14:30 Uhr die Schale geknackt und das Licht der Welt erblickt. Eines habe ich bei seinem harten Kampf in die Welt beobachtet und gefilmt. Das Video gibts hier in kürze.

Nur soviel vorweg: Die beiden Kleinen sind wohlauf und warten darauf, dass die anderen Artgenossen die Eier verlassen. Und sie piepsen schon wie die Großen…

Der erste Kontakt...
Der erste Kontakt… Leider etwas unscharf wegen der Plastikkuppel des Brutautomats.

Frohe Ostern…

Ostern ist das Fest des Neubeginns, des neuen Lebens. Nicht umsonst hat das Christentum für das Osterfest Eier und Hasen als Sinnbild der Fruchtbarkeit gewählt. Das ist eine tolle und leckere Sache und auch ich habe einige Schokoeier und einen Schokohasen verspeist. Beim Blick auf die Zutatenliste des Hasen bin ich dann jedoch etwas ins Grübeln gekommen. Und ausgerechnet ein Schoko-Ei brachte mich schließlich auf die Palme…

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Tomate Fuzzy Wuzzy

Neues Beet, neues Glück…

So langsam packt mich wieder das Aussaat-Fieber. Es ist zwar noch früh, doch in diesem Jahr möchte ich ein wenig experimentieren. So habe ich bereits Mitte Januar die ersten Tomaten eingesät und hoffe, dass bis Mai stattliche Pflanzen aus ihnen werden. Sie sehen schon ganz gut aus, doch wissen sie noch nicht, dass sie der kleine Teil einer potentiellen Revolution werden könnten. Das heißt, es ist eigentlich kein Fortschritt, sondern eher ein Schritt zurück – hin zur Ursprünglichkeit. Das Zauberwort heißt Mykorrhiza. Was das ist und wie auch die konventionelle Landwirtschaft von mehr Ursprünglichkeit profitieren könnte, davon möchte ich heute berichten.

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Gesicht-Gedicht V

Geklonte und für die Autoindustrie gequälte Affen… Aus gegebenem Anlass kommt heute bei mir ein Primat zu Wort und er hat eine deutliche Botschaft parat. Es wird aber auch langsam Zeit, dem nächsten Verwandten der Menschheit Gehör zu schenken. Er hat einiges zu berichten: Über die vielen tausenden seiner Art, die ihr Leben in Versuchslaboren fristen und verlieren; die ungezählten Orang-Utans, deren Lebensraum man abfackelt, abholzt, die man gefangen nimmt, in Käfigen hält und prostituiert (ja, richtig gelesen, mehr dazu hier!); über viele Berggorillas, deren Wälder man vernichtet,… Also: Hören wir ihm zu.

 

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Gesicht-Gedicht IV

Heute soll mal eines meiner Hühner zu Wort kommen. Das ist übrigens die Henne, die immer schön melodisch vor sich hin singt, anstatt klassisch zu gackern. Sie hätte sicherlich einiges zu sagen, wenn sie könnte. Und sie würde für ihre Art eine Lanze brechen, wenn sie von den Zuständen in der Massentierhaltung eine Ahnung hätte. Vielleicht mit diesen Worten…?

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