Gammaeule

Ausgeflattert

Es hätte alles so schön sein können. Summende Bienen, flatternde Falter auf dem Efeu, blau blühende Astern, leckere Paprika. Und dann – ein Überfall. Ja, ich wurde Zeuge eines solchen, hätte beinahe noch eingegriffen, aber habe gerade noch entdeckt, wer der Täter ist… Sonst hätte ich selbst noch was ab bekommen.

Aber der Reihe nach. Auf dem Efeu sitzen momentan massenhaft Tagpfauenaugen, und Admiral-Falter.

Tagpfauenauge

Einige Nachtfalter habe ich herum flattern sehen. Auch getarnte treiben sich hier herum, wie die Gammaeule im Beitragsfoto, die offenbar auf Nervenkitzel steht. Saß sie doch nur wenige Meter entfernt vom Fledermaus-Spaltkasten. Und da ist eindeutig jemand zu Hause – angesichts der Mengen Kot darunter.
Doch sie hat es richtig gemacht, die Eule. Sie saß da und rührte sich nicht, während sich anderswo schon ein Unheil anbahnte.

Ich erntete noch eine meiner leckeren Paprika der Sorte Sweet Chocolate. Die kann ich jedem empfehlen, der dieses Gemüse ansonsten nicht verträgt. Denn die Sorte ist sehr mild und gut verträglich, finde ich. Sie ist saftig, etwas süßlich, und ist nicht hybride, sondern samenfest. Sie ist reif, sobald die Schale braun ist.

Sweet Chocolate

Ja, und dann denkt man an nichts Böses, läuft durch den Hof und sieht einen schönen Nachtfalter, der wie wild auf dem Boden entlang flattert. Und man möchte ihn aufheben, ihn in Sicherheit bringen, an eine Aster-Blüte setzen. Zum Glück sah ich noch rechtzeitig, dass er nicht alleine war…

Die Wespen sind dieses Jahr ohnehin sehr gereizt. Vor einigen Wochen flog mir eine aus heiterem Himmel gegen die Hand und stach dabei zwischen Zeige- und Mittelfinger. Sie erwischte mich nicht richtig.

Zwar gibt es dieses Jahr nur wenige Wespen, aber hierin liegt genau das Problem. Aufgrund der kühlen Temperaturen und dem feuchten Wetter sind viele Wespen-Völker relativ klein, daher auch schwach. Damit sind die ohnehin oftmals etwas biestigen Tiere noch mehr gereizt. Vielleicht hatte dieser Falter die „Vorfahrt“ missachtet, vielleicht war die Wespe auch nur mit dem falschen Flügel aus dem Nest geflogen. Oder sie hatte Hunger und brauchte die tierische Nahrung für die Versorgung der Brut. Ansonsten stehen die Tiere eher auf Nektar oder andere zuckerhaltige Nahrung.

Wer weiß schon warum sie diesen schönen Falter gefangen hat? Jedenfalls hat er es nicht überlebt und ich bin in Deckung, damit mir nicht auch wieder so ein Brummer unvermittelt in die Hand sticht.

Wespe fängt Falter

Schnecke online

Ich dachte, ich seh nicht richtig… Da kroch doch tatsächlich eine Schnecke über ein dünnes Stück Kordel. Und auf der anderen Seite gabs auch nix zu futtern. Warum sie diesen „Drahtseilakt“ riskiert hat, bleibt ein Rätsel. Wahrscheinlich wollte sie einfach mal online gehen. 😉

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Emma schaut um die Ecke: Ist die Luft rein...?

Vom Kommen und Gehen

Es gibt Neuigkeiten aus meinem Garten… – Gute und schlechte. Zuerst die schlechte: Emma ist tot! Mein Baumhuhn wirkte plötzlich krank, ihr Kamm wirkte bläulich und schlaff. Und leider konnte auch der Tierarzt nicht mehr helfen. Zwar wurde es laut Tierarzt relativ alt für diese Rasse, aber traurig ist es in jedem Fall. Denn Emma ließ sich liebend gerne streicheln und war mir richtig ans Herz gewachsen. Doch es gibt kein Schatten ohne Licht. Und solch ein kleines Lichtlein kam daher, kurz nachdem das andere gegangen war…

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Ein Blick in den Garten

Heute möchte ich kurz ein paar Bilder aus meinem Garten posten. Der ist dieses Jahr leider etwas zu kurz gekommen. Tomaten gibt es trotzdem in großen Mengen und in verschiedenen Sorten. Die Andenbeeren tragen dicke und süße Früchte. Auch die Birnbäume hängen voller Früchte. Der Salat, die Zucchini und anderes Gemüse hatten dagegen definitiv ein Problem mit der extremen Trockenheit und der Hitze. Da half auch das Gießen nur bedingt: Zu heiß ist zu heiß und die Pflanzen mögen scheinbar viel lieber Regenwasser. Von dem kam allerdings nur ein minimaler Bruchteil vom Himmel. Ich hoffe nun auf Herbst und Winter.Weiterlesen »

Ende

Gestern musste ich mich von der letzten alten Hühner-Dame verabschieden. Es war das Huhn, das ich noch vor einigen Wochen gebadet und somit vorm Tod gerettet hatte. Zwar lebte sie nach der Bade-Aktion noch einmal richtig auf, und legte sogar noch ein Ei. Dann aber wurde ihr Kamm blass, hing nach unten. Zwar fraß sie noch, doch vorgestern war sie sehr schwach, gestern lag sie tot im Stall. Der Hahn lief mit leicht bläulich gefärbtem Kamm durch die Gegend, was zeigte: Auch er war gestresst und nun muss sich die Hühner-Bande umstellen. Mal sehen, ob mein Baumhuhn, das vom Hahn immer gepickt wurde, nun ein wenig mehr Ruhe hat und eher akzeptiert wird. Die Henne war über vier Jahre alt, was für eine Lege-Rasse wohl schon ein hohes Alter ist.