Gehört das in den Rhein rein?

Wenn der Rhein früher, als ich noch Kind war, mal Niedrigwasser führte, bin ich immer zum Seitenarm zwischen Nackenheim und Nierstein gegangen, habe dort Muscheln gesammelt. Und schöne, vom Wasser geformte Sandsteine. Es kam nicht so oft vor, dass man die Sandbänke und das Flussbett trockenen Fußes betreten konnte. Heute ist das öfters der Fall – dem Klimawandel sei Dank. Und man findet dort nicht mehr nur Muschelschalen und Steine. Heute hat sich mir eine breite Auswahl an Sammel-Gegenständen geboten. Und das war nur der Rest: Ein anderer Sammler war mir zuvor gekommen…

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Sonne heiß = Sonne schuld

Es ist heiß, es ist trocken, es brennen die Wälder, das Wasser wird knapp, Bäume und Pflanzen verdorren, die Flüsse führen Niedrigwasser, giftige Pflanzen breiten sich aus und gefährden die Weidetiere. Aber immerhin steht eines fest: Der Jahrgang 2018 wird wohl ein sehr guter werden, die Winzer sind zufrieden und fangen bereits Ende Juli an zu lesen. – So früh wie nie! Und schon sind wieder alle zufrieden, der Wein wird gut, das Wetter ist ja auch toll, man kann grillen – und das gänzlich ohne Grill bei diesen Temperaturen…
Hat das nun was mit dem Klimawandel zu tun? – Neeeein, an diesen Kapriolen ist die Sonne schuld. Es gibt keinen Klimawandel, nicht mal einen Treibhauseffekt, es war ja schon immer mal warm und mal kalt. Opa Erwin hat früher schon davon erzählt, dass es einmal so heiß war, damals im Krieg. Also: Wo ist das Problem?

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Hochmoor

More Moor

Nach einer kleinen urlaubsbedingten Pause möchte ich heute meine jährliche Reihe „Warum in die Ferne schweifen…?“ fortsetzen. Dieses Jahr ging es in die Rhön bei Bischofsheim. Und es gab auch hier einiges zu sehen. Besonders das „Schwarze Moor“ war sehr beeindruckend, und ein Besuch hier sei nicht nur jedem empfohlen, der torfhaltige Blumenerde im Garten verwendet: Hier sieht man, welche einzigartigen Ökosysteme zerstört werden, um Torf abzubauen!

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Schnecken-Schrecken

Es könnte alles so schön sein: Meine vorgezogenen Tomatenpflanzen sind dieses Jahr richtig toll geworden, und so habe ich einige sogar bereits mit Blütenansätzen in den Garten gepflanzt. Fast zwanzig verschiedene Tomatensorten konnte ich dieses Jahr vorziehen – von der „Weißen Königin“, über die dunklen „Black  Plum“, die gelben „Dattelwein“, säuerliche „Johannistrauben“ oder die „Reisetomate“ mit einzelnen auseinanderpflückbaren Fruchtteilen. Ich habe für sie extra solche Plätze gesucht, die nach oben hin auf natürliche oder künstliche Weise vor Regen geschützt sind, da die Pflanzen ja sehr anfällig für Pilzerkrankungen sind. Auch sechs verschiedene Kohlsorten warten darauf, ins Beet gepflanzt zu werden. Doch bereits das Auspflanzen der Tomaten endete in einem Massaker, ebenso die Aussaat von Radieschen, Möhren oder gar Salat. Es ist wahrlich eine Plage, die nicht nur meinen Garten heimsucht: SCHNECKEN

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Die Lösung: Das Quietsche-Entchen-Verbot

Endlich tut sich was in Sachen Plastikvermeidung. Die EU-Kommission macht ernst. Jetzt hagelt es Verbote, damit die Meere nicht weiter vermüllt wird, die Natur nicht weiter verdreckt und vergiftet. Jawohl – die EU verbietet Wattestäbchen, Luftballonhalter, Strohhalme und Stäbchen zum Umrühren von Getränken. Außerdem hat sie Plastik-Einweggeschirr und ausrangierten Fischernetzen den Kampf angesagt. Auf der Verbotsliste fehlen dann nur noch die Quietsche-Entchen und schon wäre die Natur gerettet. Denn sonst treibt ja nichts dort draußen in den Weiten der Meere, sonst liegt nichts mehr in der Natur und wartet Jahrhunderte auf seine Zersetzung… Luftballons könnten auch noch auf der Liste stehen, doch die kann man natürlich nicht verbieten. Wo sollte man ansonsten die viele heiße Luft unterbringen, mit denen man vor den Europawahlen 2019 zeigen möchte, dass man sich den gigantischen Müllstrudeln der Meere annehmen wird?

 

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Tomate Fuzzy Wuzzy

Neues Beet, neues Glück…

So langsam packt mich wieder das Aussaat-Fieber. Es ist zwar noch früh, doch in diesem Jahr möchte ich ein wenig experimentieren. So habe ich bereits Mitte Januar die ersten Tomaten eingesät und hoffe, dass bis Mai stattliche Pflanzen aus ihnen werden. Sie sehen schon ganz gut aus, doch wissen sie noch nicht, dass sie der kleine Teil einer potentiellen Revolution werden könnten. Das heißt, es ist eigentlich kein Fortschritt, sondern eher ein Schritt zurück – hin zur Ursprünglichkeit. Das Zauberwort heißt Mykorrhiza. Was das ist und wie auch die konventionelle Landwirtschaft von mehr Ursprünglichkeit profitieren könnte, davon möchte ich heute berichten.

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Gesicht-Gedicht III

In meiner Reihe „Gesicht-Gedicht“ kommt heute mal die so genannte „Ratte der Lüfte“ zu Wort, jenes Tier, das unter großer Anfeindung und Vertreibung leidet. Und zugleich mit einer verblüffenden Hartnäckigkeit die Nähe des Menschen sucht.
Und jene Taube, die letztes Jahr in der Birke vor meinem Haus gebrütet hat,
erzählt uns etwas über Liebe, Nachwuchs und Zukunft…

 

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Gesicht-Gedicht II

In meiner Reihe „Gesicht-Gedicht“ möchte ich Tiere „zu Wort kommen lassen“ und zugleich ein Gesicht geben. Allzu oft suchen wir nämlich nicht nach diesem, und trotzdem ist es da – das persönliche Aussehen eines Wesens, das es von der Masse unterscheidet und das zum Ausdruck bringt, was jedes Wesen ist: Ein Individuum.
Nach dem Rind kommt nun die kleine Wespe zu Wort, die mir letzten Sommer in die Kamera-Linse geschaut hatte. Was denkt es wohl – dieses Insekt? Vielleicht das? Grund genug dazu hätte es allemal!

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