Böser Wolf!

Das Märchen vom Rotkäppchen und seiner Großmutter dürften die Meisten von uns kennen. Dabei spielt der Wolf eine tragende Rolle, frisst Oma und Enkelin. Dann kommt der Jäger, schneidet dem Wolf den Bauch auf und befreit die Gefressenen. Sie stecken dem schlafenden Wolf nun Steine in den Bauch, nähen ihn zu, und als er erwacht, stürzt er sich zu Tode. In Baden-Württemberg waren nun auch Wölfe unterwegs, rissen ein paar Schafe. Und schon geht dort – wie zuvor in Ostdeutschland – die Diskussion über die Tötung der Wölfe los. Die Mär vom bösen Wolf geistert durch die Medien, und verschweigt, dass der Wolf auch die Wildschweinplage in Schach halten und somit als Raubtier seine natürliche, regulierende Funktion einnehmen könnte. Stattdessen macht man Stimmung gegen den „bösen Wolf“, suggeriert dass für den Wolf kein Platz in den Wäldern sei. Man verkennt dabei das wahre Problem: Nicht die Natur dringt in unsere Städte ein, sondern unsere Siedlungen zerschneiden immer mehr Natur und somit die Heimat ihrer natürlichen Bewohner!

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Taubenschwänzchen

Vom Migranten-Falter

Irgendwie komme ich dann doch nicht drum herum, ein Thema  aufzugreifen, das bereits viel zu viel Platz in den Medien und in der Gesellschaft gefunden hat: Die AfD
Zwischen Positiv- und Negativwerbung besteht in diesem Zusammenhang nicht viel Unterschied: Hauptsache präsent mit dummen Sprüchen, flachen Parolen und rechter Hetze… Und die Medien spielen hier auch mit, lassen jeden noch so dummen Kommentar in den Nachrichten rauf und runter laufen. Sensations-Journalismus lässt grüßen…
Für meinen Geschmack ist das viel zu viel Raum für eine tief gespaltene Partei mit 12,5% Wählerstimmen. Zumal 60% ihrer Wähler sie aus Protest und nicht aus Überzeugung gewählt haben. Und 87,5 % aller Wähler sind auf die dumpfen Parolen überhaupt nicht reingefallen, selbst wenn auch sie vielleicht unzufrieden mit den äußeren Umständen sind. Es gibt sehr viel Ungerechtigkeit auf der Welt und in unserem Land. Das stimmt definitiv! Doch warum sollte ausgerechnet eine Partei etwas zum Positiven verändern, die eine Ideologie predigt, durch die Millionen Menschen ihr Leben und ihre Lieben verloren haben, die ein in Trümmern liegendes Europa hinterlassen hat, ein geteiltes Deutschland und einen weiteren Höhepunkt vom Niedergang der Menschlichkeit zur Folge hatte?
Die Ideologie des Nationalismus, des Größen- und Rassenwahns, und der Xenophobie. – Sie ist etwas, was die Natur nicht kennt, und deshalb drängt es sich förmlich auf, die Sache mal genau aus dieser Perspektive zu betrachten…

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Die Mär von den Ratten der Lüfte

Nimm doch einen Stock und stoß das Nest runter! Oder wirf etwas nach dem Vieh und vertreib es! Du wirst es doch nicht etwa brüten lassen?! Das sind doch dumme und gefährliche Wesen. Sie übertragen Krankheiten, deshalb nennt man sie ja auch Ratten der Lüfte. Sie kacken überall hin und ihr Kot macht alles kaputt.
Das und noch viel mehr musste ich mir anhören, als ich in meinem Umfeld davon berichtete, eine Ringeltaube habe in der Birke vorm Schlafzimmerfenster ein Nest gebaut. Doch ich hütete mich davor, den Ratschlägen zu folgen, sondern beobachtete einfach mal, was geschah…

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Frankenstein im Garten?

Weiße Salatgurken, weiße Monatserdbeeren, Rattenschwanzrettich und Erdbeerspinat wachsen in meinem Garten. Doch was sind denn das für seltsame Gemüsesorten? Welcher kranke Genforscher hat hier seiner Kreativität freien Lauf gelassen und so der Natur ins Handwerk gepfuscht? Genetisch veränderte Pflanzen landen immer öfter auf den Feldern und so auch auf unseren Tellern. Und selbst das gute alte Blumenbeet im Garten, die Friedhöfe oder Balkonkästen sind vor dieser bedenklichen Entwicklung nicht mehr gefeit.

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Trumpeltier

Heute kann ich es mir nicht verkneifen, auf das Treiben eines ganz besonderen Tieres einzugehen:
Die Rede ist vom Gemeinen Trumpeltier (Donaldus Trumputinus)

Sein bevorzugter Lebensraum ist der Porzellanladen. Dies ist eine gewagte Kombination, denn es handelt sich bei dem Tier um ein plumpes, einfach gestricktes und rücksichtsloses Wesen, das es bevorzugt, in möglichst viele Fettnäpfchen zu treten.
Und es fühlt sich offenbar wohl, wenn es ordentlich Porzellan zerdeppern kann.
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Gehörnte Mauerbiene in Niströhre

Die Ruhe vor dem Summ

Tomaten, Paprika und Zucchini stehen in kleinen Pflanzgefäßen auf meiner Fensterbank. Sie wachsen dem Jahr entgegen, ihrer großen Zeit. Bald, spätestens wenn die Eisheiligen vorüber sind, werden sie auch im Freien wieder ihre Wurzeln in die Erde treiben und leckere Früchte bilden.
Doch werden sie viele Früchte tragen? Wie kann ich sie dazu bringen, dass sie das tun und dass die Ernte gut ausfällt? Ein Blick zu meiner „Butterbeer“ im Garten zeigt die Lösung auf: Durchlöcherte Äste
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Tod unter Palmen

Palmöl – ein Alleskönner: Es ist billig herzustellen, vielseitig einsetzbar, entfaltet hervorragende Eigenschaften bei der industriellen Herstellung verschiedenster Produkte. Sei es in Lebensmitteln, Tierfutter, Körperpflege- und Reinigungsmitteln, aber auch Lacken und Biotreibstoffen: Palmöl steckt darin und scheint perfekt zu sein. Nicht umsonst ist es heute bereits in jedem zweiten Supermarktartikel enthalten. Und die Nachfrage wird sich in naher Zukunft nahezu verdoppeln.
Dabei wird das Öl aus den Früchten der „Ölpalme“ gewonnen, die sehr ertragreich ist. Sie wächst in tropischen Breiten und wird bis zu 30 Meter hoch. Ursprünglich stammt sie aus Afrika, wird aber in den letzten Jahrzehnten zunehmend in Staaten rund um den Globus angebaut, die entsprechende klimatische Bedingungen bieten.
Doch schaut man genauer hin, zeigt sich, dass Palmöl auch sehr viele Schattenseiten hat: Es sorgt für gewaltige Zerstörungen rund um den Globus, heizt Artensterben und Klimawandel an, ist für die Ausbeutung von Menschen mit verantwortlich. Und immer öfter wird auch Krebs mit ihm in Verbindung gebracht…

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