Unrecht wird nicht zu Recht, wenn es unsichtbar wird!

Bilder von kranken, leidenden, sterbenden oder zu Tode geprügelten Tieren fördern definitiv nicht den Absatz von Fleischprodukten. Auch nicht zur Grillsaison. Trotzdem flackern sie regelmäßig über unsere Bildschirme. Tierschutzverstöße, die teils im Beisein von Amtsveterinären geschehen, erschüttern und lassen den einen oder anderen gewissenhaften Menschen sein Konsumverhalten überdenken. Die Bilder wurden von Tierrechtlern gefilmt, welche in die gut geschützten Anlagen vordringen, Kameras installieren und somit einen Blick in diese moralische und rechtliche Grauzone ermöglichen. Nun hat sich die Bundeslandwirtschaftsministerin in diese Problematik eingeschaltet. Sie will dem offenbar nicht länger tatenlos zusehen. Und was macht man, wenn man solche Bilder abstellen möchte? Genau! – Man führt härtere Strafen gegen die Tierrechtler ein, bedroht Tierrechtsorganisationen mit der Aberkennung der Gemeinnützigkeit und schafft somit klare Verhältnisse.
Keine Tierrechtler = Keine Kameras = Keine Qualbilder = Werbelügen und steigende Verkaufszahlen

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Gehörnte Mauerbiene in Niströhre

Insektenschutz mal anders…

Heute Morgen war das große Summen los bei mir. Ich hatte in meiner Dachgeschosswohnung über Nacht das Fenster offen gelassen, da es durch die Temperaturen der letzten Tage doch recht warm in meinem Schlafzimmer geworden war. Es dämmerte gerade, da wurde ich wach. Etwas summte und nach einigen Sekunden wurde mir klar, dass direkt über meinem Kopf am Dachfenster eine dicke Wespe saß und versuchte, raus zu fliegen. Dieses Fenster war geschlossen und die Wespe entsprechend ungehalten. So verließ ich mit einem gekonnten Sprung das Bett, suchte nach einem passenden Stück Papier, öffnete das Fenster ein Stück weit und stubste das Raubinsekt in die Freiheit. Ich legte mich wieder ins Bett und schlief weiter.
Als ich dann später wach wurde und aufstand, sah ich etwas auf dem Boden liegen. Es war nicht die Wespe, es war eine Rote Mauerbiene. Und sie sah ziemlich tot aus. Wieder suchte ich nach einem passenden Stück Papier und – sie siehe da: Sie war nicht tot, lag auf dem Rücken und als ich sie berührte, begann sie die Beine zu bewegen. Doch sie wirkte sehr schwach, beinahe apathisch. Ich suchte mir einen kleinen Behälter, in dem ich sie transportieren konnte und begannt mir der Ersten Hilfe… 🙂
Nein, ich habe sie jetzt nicht über die Atemlöcher am Hinterleib oder an der Brust beatmet und auch nicht ihren Herzschlauch massiert. 😉
Vielmehr habe ich ihr ein Frühstück gemacht. Ein wenig Zucker, aufgelöst in Wasser, dieses dann ganz flach in eine Schale gefüllt und die Biene in die Schale gesetzt. Es dauerte nicht lang, und sie begann mit ihrem Rüssel und der darin befindlichen Zunge das Wasser aufzunehmen. Man konnte wirklich beobachten, wie sie von Sekunde auf Sekunde aus ihrer apathischen Starre „erwachte“. Etwa zwei Minuten später hatte sie genug vom Wasser, hatte sich auch in der Sonne aufgewärmt. Und sie summte davon.

Solch eine Rettungsaktion habe ich vor noch nicht allzu langer Zeit schon bei einer Erdhummel angewendet. Hintergrund dieser Schwäche kann tatsächlich ein Nahrungsmangel sein, der heutzutage immer öfter auftritt. – Den aufgeräumten Kulturlandschaften, den kahlen Gärten und dem Fehlen von Nektarpflanzen sei Dank… Die Rote Mauerbiene ist momentan zudem intensiv mit der Eiablage beschäftigt und das ist zusätzlich kräftezehrend.

Nun konnte ich auch in die Küche gehen und frühstücken. Jeden Tag eine gute Tag – und der Sonntag war gerettet… 🙂

Die Wachteln sind los… :-)

Am 9. April waren siebzehn Tage vergangen. Tage, an denen ich jeweils dreimal diese bunt gesprenkelten Eier gedreht und die Luftfeuchtigkeit entsprechend hoch gehalten hatte. Darin hatte ich bald Routine, auch an das Summen des Ventilators dieses Brutapparats hatte ich mich gewöhnt. Er stand direkt neben meinem PC im Bücherregal und so konnte ich immer mal wieder einen Blick auf diese leblosen Eier werfen. Der siebzehnte Tag war angebrochen, und eigentlich hätten schon die ersten Küken am sechzehnten Tag schlüpfen können. Stattdessen kam ich an jenem Montag um 13 Uhr nach Hause und erwartete bereits, dass mich eine kleine Wachtel anblickte. Doch Fehlanzeige – die Eier hatten am gestrigen Tag ein wenig gewackelt, heute rührte sich jedoch gar nichts. Nicht mal an einem Ei erkannte ich den Versuch des Lebens, heraus zu kommen. War es ein Fehlschlag? Schon am achtzehnten Tag sollte es weitgehend vorbei sein und so war es langsam mal an der Zeit, dass die Kleinen sich trollten.

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Frisch geschlüpfte Wachtel

Da sind sie…

Siebzehn Tage hat es nun gedauert, und jetzt ist es endlich soweit: Die Kleinen sind da. Zwei Wachtel-Küken haben heute zwischen 13:30 Uhr und 14:30 Uhr die Schale geknackt und das Licht der Welt erblickt. Eines habe ich bei seinem harten Kampf in die Welt beobachtet und gefilmt. Das Video gibts hier in kürze.

Nur soviel vorweg: Die beiden Kleinen sind wohlauf und warten darauf, dass die anderen Artgenossen die Eier verlassen. Und sie piepsen schon wie die Großen…

Der erste Kontakt...
Der erste Kontakt… Leider etwas unscharf wegen der Plastikkuppel des Brutautomats.

Frohe Ostern…

Ostern ist das Fest des Neubeginns, des neuen Lebens. Nicht umsonst hat das Christentum für das Osterfest Eier und Hasen als Sinnbild der Fruchtbarkeit gewählt. Das ist eine tolle und leckere Sache und auch ich habe einige Schokoeier und einen Schokohasen verspeist. Beim Blick auf die Zutatenliste des Hasen bin ich dann jedoch etwas ins Grübeln gekommen. Und ausgerechnet ein Schoko-Ei brachte mich schließlich auf die Palme…

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Wachtel-Eier

Jetzt gehts rund… :-)

Jetzt geht’s rund! Und in siebzehn Tagen ist es soweit. Bis Ostern hat es nicht mehr gereicht, dabei wäre es doch so passend gewesen. Denn das Osterfest steht ja auch für den Neubeginn und das Leben. Nicht umsonst hat man das Ei als Fruchtbarkeitssymbol gewählt, um mit ihm auch das Ende des Winters zu symbolisieren und das Leben des neuen Jahrs zu feiern. Dieses beginnt seinen Lauf von vorne, die Bäume treiben ihre Knospen und Blüten, die Vögel bauen ihre Nester. Und auch ich habe eins gebaut…

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Gesicht-Gedicht V

Geklonte und für die Autoindustrie gequälte Affen… Aus gegebenem Anlass kommt heute bei mir ein Primat zu Wort und er hat eine deutliche Botschaft parat. Es wird aber auch langsam Zeit, dem nächsten Verwandten der Menschheit Gehör zu schenken. Er hat einiges zu berichten: Über die vielen tausenden seiner Art, die ihr Leben in Versuchslaboren fristen und verlieren; die ungezählten Orang-Utans, deren Lebensraum man abfackelt, abholzt, die man gefangen nimmt, in Käfigen hält und prostituiert (ja, richtig gelesen, mehr dazu hier!); über viele Berggorillas, deren Wälder man vernichtet,… Also: Hören wir ihm zu.

 

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Gesicht-Gedicht II

In meiner Reihe „Gesicht-Gedicht“ möchte ich Tiere „zu Wort kommen lassen“ und zugleich ein Gesicht geben. Allzu oft suchen wir nämlich nicht nach diesem, und trotzdem ist es da – das persönliche Aussehen eines Wesens, das es von der Masse unterscheidet und das zum Ausdruck bringt, was jedes Wesen ist: Ein Individuum.
Nach dem Rind kommt nun die kleine Wespe zu Wort, die mir letzten Sommer in die Kamera-Linse geschaut hatte. Was denkt es wohl – dieses Insekt? Vielleicht das? Grund genug dazu hätte es allemal!

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Was macht ein Schwein aus der Massentierhaltung auf dem Bauernhof?

Was machen Schweine, die in der Massentierhaltung gelebt haben, wenn man sie auf einem Bauernhof leben lässt? Werden sie krank? Sterben sie? Kommen sie nicht klar? Werden sie gar aggressiv?
Die Antwort ist viel einfacher: SIE WERDEN GLÜCKLICH
Denn sie leben artgerecht!
Diese Dokumentation sollte jeder mal gesehen haben. Speziell auch die Aussage einer Sprecherin des Landwirtschaftsministerium, die offenbar nicht weiß, wie groß ein Meter ist, die aber einen Zuwachs von 33% Platz (bisher 1 Quadratmeter, künftig 1,3 Quadratmeter pro Sau) als viel empfindet. Ich schlage daher einen Selbstversuch in der 1,3 Quadratmeter großen Box vor, um zu sehen, wieviel ein Meter ist und wie groß der Zuwachs an Platz. Am besten dann aber auch vier Wochen lang unbeweglich, wie es dem Schwein in regelmäßigen Abständen zugemutet wird. So wäre es ein relaitätsnaher Praxistest.

Das Video ist unter folgendem Link zu finden:
http://www.ndr.de/fernsehen/Artgerecht-Das-Schweine-Experiment,minuten2484.html

Sellerieschnitzel mit Pommes und Rote Bete-Salat

Fleisch nimmt ein Stück Lebenskraft

Karfreitag war ein Tag der Stille, der Einkehr, des Nachdenkens. Und auch ein Tag, an dem die christliche Tradition besagt, dass kein Fleisch gegessen werden soll.
Nun ist mir dies nicht sonderlich schwer gefallen, da ich ohnehin Vegetarier bin. Doch stellen sich mir trotzdem einige Fragen. Ich esse deshalb kein Fleisch, da ich es nicht als richtig ansehe, einem fühlenden und denkenden Wesen sein Leben zu nehmen, nur damit es bei mir auf dem Teller landet. Der herzhafte Geschmack von Fleisch allerdings (auch Umami genannt) fehlt mir dabei schon ab und zu. Dafür gibt es ja Fleischersatzprodukte, die herzhaft schmecken. Doch sind die wirklich „das Gelbe vom Ei“? Sind sie besser für das Tierwohl? Und sind sie gesund für den Konsumenten?

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