Wir brauchen einen Klima-Wandel

In Bonn findet mal wieder eine Weltklimakonferenz statt. Es wird, wie man der Regionalpresse entnehmen kann, mit bis zu 25.000 Teilnehmern gerechnet, die über den weltweiten Klimaschutz debattieren und beraten. Hinzu kommen 1.000 Vertreter der Presse. All jene berichten und beraten darüber, wie man den Ausstoß von Treibhausgasen reduzieren kann. – Und sie kommen alle zu Fuß…? Nein, die Meisten kommen wohl per Flugzeug, mit dem Auto, und nur im Idealfall mit der Bahn! Klimaschutz lässt grüßen, zusammen mit dem ökologischen Fußabdruck. Die Anreise, die Unterbringung und Verpflegung, die Logistik hinter dem Event, der Energieaufwand und der Müll… Immerhin gibt es vor Ort innerhalb der Transferzone Elektrobusse (wirklich mit Ökostrom geladen?), Pappbecher werden durch Trinkflaschen ersetzt, es wird auf recyclingfähige Materialien gebaut. Die Tagungsräume werden mit einer Mischung aus Strom (Ökostrom?) und Öl (!) beheizt. Und für die Wiese an der Rheinaue, die sicherlich nach Ende der Veranstaltung weitgehend zerstört sein wird, hat man bereits 117 Millionen Euro zur Wiederherstellung eingeplant. Rechnet man hier noch mit ein, dass die Veranstaltung am Ende vielleicht wieder nur heiße Luft produziert, wird sie zum echten Erfolg – für jene, die sich den Nordpol dauerhaft eisfrei wünschen, um dort noch mehr Öl und Bodenschätze abbauen zu können…

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Frühjahrsputz…

Mein letzter Eintrag ist schon etwas länger her. In der Zwischenzeit hat sich einiges getan. Im Garten sprießen die ersten eingesäten Gemüsesorten, wie Kohlrabi, Karotten und Rote Bete. Neu gepflanzte Grüne Spargel strecken ihre Köpfe aus der Erde, neben Zwiebeln und Knoblauch. Die selbst eingesäten Tomaten mussten längst die Fensterbank räumen und stehen nun noch im Treibhaus, wo sie auf den Startschuss im Freiland nach den Eisheiligen warten.

Aber auch in mir selbst ist etwas gekeimt: Nämlich die Erkenntnis, dass ich einen Frühjahrsputz durchführen sollte.

Doch nicht nur in der Wohnung, vor allem auch in meinem Leben. Ein Leben, das von meinem 40-Stunden-Bürojob maßgeblich geprägt ist. Und beim Nachdenken darüber wurde mir sehr schnell klar, dass meine Arbeitsstelle einzig stresserfüllt ist, und ansonsten alles andere als erfüllend!Weiterlesen »

Urlaub – ganz nah…

Viele beginnen in diesen Wochen bereits, ihren Sommerurlaub zu planen. Oder sie haben es bereits getan. Ab in den Süden, Urlaub in der Karibik, schnell noch mal die Malediven besuchen, ehe sie in den steigenden Meeresfluten versinken,… So geht es oftmals mit dem Flugzeug in die Ferne, um in Touristenhochburgen Sonne zu tanken, im Meer zu baden. Oder in die USA für einen Städtetrip, für einen Besuch des Yellowstone Nationalparks. Und neben dem Sommerurlaub geht es dann im Herbst oder Winter auch noch mal in wärmere Gefilde.

Die Folgen dieser ausufernden Fliegerei auf das Klima und auf die Natur allgemein sind katastrophal. Während sich der Pauschaltourist über den niedrigen Preis für sieben Tage Sonne freut, müssen die Hotelangestellten vor Ort für einen Hungerlohn schuften. Während Millionen Badegäste jedes Jahr, mit Sonnenöl beschmiert in den Meeren schwimmen, gelangen diese Chemikalien auch ins Wasser. Es klingt absurd – wie könnte ein bisschen Sonnenöl der Natur schaden? Die Antwort ist jedoch klar: Es ist nicht ein bisschen Sonnenöl, es sind wirklich Unmengen, die jährlich in den Meeren und somit deren Bewohnern landen. – Zusammen mit allerlei Plastikmüll, Abwässern aus den Hotelkomplexen und Schweröl der Kreuzfahrtschiffe. Alles in allem ist die Bilanz eines Urlaubs in fernen Ländern oft sehr negativ.Weiterlesen »

Aufbruch ins Weltall…

Eine bitterböse, langwierige Erkältung hat leider meinen Zeitplan zum Testen eines verpackungsmüllarmen Lebens etwas durcheinander geworfen. Daher bin ich noch nicht weiter gekommen. Aber demnächst geht’s los…

Zunächst muss ich aber etwas zum momentan stattfindenden Klimagipfel in Paris loswerden: Denn während man dort gerade über den Klimaschutz berät, setzte Ende November US-Präsident Obama seine Unterschrift unter eine Gesetzesvorlage. Diese hatte wenig Medienpräsens, doch erscheint sie mir umso mehr als Sinnbild für die wirklichen Intentionen der Weltpolitik. Das Gesetz hätte zudem eigentlich Potential zur „Lachnummer des Jahres“ zu werden, wäre der Hintergrund kein ernster: Man hat das Weltall zum US-amerikanischen Verwaltungsraum erklärt! Eine Lizenz zum Abbau von Bodenschätzen auf dem Mars, dem Mond oder auf Asteroiden wäre daher zuvor bei US-Behörden zu beantragen. Wenn man einmal von der momentan unmöglichen technischen Umsetzung, der fehlenden völkerrechtlichen Verbindlichkeit und daher der absoluten Unsinnigkeit dieses Gesetzes absieht, zeigt es doch deutlich: Man beschäftigt sich lieber mit völligen Absurditäten, erlässt ohne Probleme unsinnige Gesetze, anstatt sich um den Zustand des Weltklimas zu kümmern. Und man hat offenbar noch nicht genug von der Ausbeutung der Erde, sondern will höher hinaus, will das Weltall ausbeuten, um immer mehr Gier zu stillen und zu wachsen bis zum Platzen.Weiterlesen »

Was tun?

Wenn man sich so die Bilder anschaut, die tagtäglich über die Fernseher und übers Internet in unsere Wohnungen flimmern, die Krisenherde der Welt zeigen, könnte man erst einmal glatt verzweifeln. Die Not scheint übermächtig, ein Einzelner scheint hier gar nichts machen zu können. Gewaltige Flüchtlingsströme, Armut, Hungersnöte, abgeholzte Regenwälder, ausgerottete Tierarten, gequälte Lebewesen, schmelzende Eismassen am Nordpol, riesige Plastikmüllstrudel im Pazifik größer als Mitteleuropa, genetisch veränderte Pflanzen, Umweltgifte und verstrahlte Landschaften. Die Not scheint übermächtig.

Etwas bewegen!

Doch es ist teilweise verblüffend, was der Einzelne zu tun vermag. Spätestens, wenn wir uns bewusst machen, dass wir alle zur Not einen kleinen Beitrag leisten, wird klar, dass wir durch geändertes Verhalten auch die Verhältnisse zum Positiven beeinflussen können.Weiterlesen »

Die Welt steht Kopf

Seit meinem ersten Eintrag ist ein wenig Zeit ins Land gegangen. Und es ist einiges passiert auf der Welt.

Wir haben eine Flüchtlingskrise, die die Europäische Union entzweit. Ich komme nicht drumherum, hierzu einige Worte zu verlieren. Schließlich liegen die Ursachen von Flüchtlingskatastrophen meist in einem egoistischen, wenig nachhaltigen Handeln. Und daran sind nicht nur die Entwicklungsländer oder „Schurkenstaaten“ schuld, deren Staatschefs natürlich korrupt und oft wenig demokratisch sind. Es ist auch das Handeln der reichen, westlichen Staaten und ein Stück weit auch das Handeln jedes Einzelnen von uns, der die Menschen erst in die Not treibt, nach Europa fliehen zu müssen.Weiterlesen »