Schwalbenschwanz

Vom Flattern und Summen…

Schon gewusst? Schmetterlinge hören mit den Flügeln, sie schmecken, tasten und riechen mit den Fühlern. Einige von ihnen wie der Zitronenfalter können ein Frostschutzmittel produzieren, mit dem sie die kalte Jahreszeit überstehen. Andere Falter wie der Admiral sind Zugfalter und wandern im Herbst über die Alpen in den Süden. Bisher sind zwei Nachtfalter-Arten bekannt, welche die Ultraschall-Ortung einer Fledermaus stören, um selbst nicht Beute der Nachtjäger zu werden. Sie teilen ihnen durch ein Signal mit, dass sie bitter schmecken und die Fledermäuse drehen ab. Eine andere Nachtfalterart imitiert dieses Störsignal und wird ebenso verschont  – obwohl sie gar nicht bitter schmeckt.

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Die Reste eines Bienen-Paradieses

Blühstreifen säen – Blühstreifen mähen

Es war ein Hoffnungsschimmer. Zwischen meinem Wohnort Bodenheim und der Nachbargemeinde Mainz-Laubenheim hatte man einen Blühstreifen eingesät. Der Mohn begann herrlich zu blühen, Kornblumen und Disteln waren ebenso in den Startlöchern. Ein starkes Zeichen für den Artenschutz – dachte ich. Und was tat man dann: Genau! Man mähte über die Hälfte des Blühstreifens ab, teilweise auf eine Länge von 200 Metern komplett: Vor der Hauptblüte – wo man doch Wildblumenwiesen erst Ende Juli / Anfang August mäht, nach der Blüte und wenn bereits die Samen der einjährigen Pflanzen (wie z.B. Mohn) gebildet wurden.

Mehr bleibt mir hier gar nicht zu sagen. Ich poste einfach mal diese zwei Bilder als dicke Fragezeichen…

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Reste des Blühstreifens
Reste des Blühstreifens

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Destruktiv

Es gibt diese Menschen, die dir die eine jährliche Urlaubsreise mit dem Auto vorwerfen und sagen, die mache dich unglaubwürdig in Sachen Klimaschutz. Das sind dann jene Menschen, die selbst nicht mal den kleinen Finger krumm machen, um einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Sie haben eigentlich auch gar kein Interesse am Klimaschutz: Nein, ihnen geht es nur ums Prinzip! Sie suchen nach dem Wurm im Apfel. Und selbst wenn da gar keiner ist, erfinden sie ihn einfach.

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Da ist doch der Wurm drin…

Schon gesehen? Bei REWE gibt’s jetzt auch Insekten-Burger zu kaufen. Kein Witz! Der Lebensmittel-Multi hat wohl als erster in Deutschland den Ernährungstrend erkannt und Insekten ins Sortiment aufgenommen. Wir erinnern uns: REWE will ja auch Vorreiter sein in Sachen Nachhaltigkeit, kooperiert mit dem WWF. Tiersticker fürs Sammelalbum werden verteilt, gemeinsame Aktionen gestartet und allgemein mit dem Umweltschutzgedanken geworben. So muss REWE nun natürlich auch beim Insektentrend Vorreiter sein. Schließlich bedeutet die Ernährung mit diesen kleinen Krabblern die Zukunft, ist gut fürs Klima, für die Umwelt und den Planeten. Das ist doch so, oder?

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Endlich: Gift hinter Glas

Neonikotinoide sind künftig verboten! So konnte man es lesen in einem Post des Bundesumweltministeriums bei Facebook vom 27.04.2018. Weiter hieß es: „Ein erster Erfolg für den Insektenschutz: Die Anwendung von Neonikotinoiden im Freiland wird komplett verboten! Die Stoffe sind künftig nur noch im Gewächshaus erlaubt, wo sie keinen Insekten schaden – das haben die EU-Mitgliedstaaten heute beschlossen. Auch Deutschland hat für ein Verbot gestimmt.“
Das ist wirklich eine tolle Nachricht! Doch einen Haken hat die Sache: Sie stimmt so nicht, Fake News lässt grüßen…

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Taubenschwänzchen

Das geht uns nichts an!

Die Aussage ist schon verblüffend: Im Grunde gehe es die Bevölkerung nichts an, welche Mengen an Herbiziden, Fungiziden oder Insektiziden die Landwirte, Obstbauern oder Winzer ausbringen. – So äußerte sich laut SWR aktuell ausgerechnet ein Minister aus Baden-Württemberg, in dessen Ressort der Verbraucherschutz fällt! Der NABU hatte zuvor kritisiert, dass alleine dort im Jahr momentan 2.300 Tonnen Pestizide, Fungizide und Herbizide auf den Feldern landen. Doch Minister Peter Hauk (CDU) relativiert: Es sei wichtig zu wissen, wieviel davon im Boden, im Trinkwasser und auf den Nahrungsmitteln landet. Und einen Zusammenhang zwischen dem Einsatz von Pestiziden und dem um sich greifenden Insektensterben bezweifelt er. – Ganz klar: Wie kann man auch eine derart verwegene These aufstellen, dass der Tod von Insekten durch den Einsatz von Insektenvernichtungsmittel zustande kommt…?

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Friede, Freude, Honigkuchen – zweiter Teil

Nach meinem Brief zum Bienensterben, und der mir nicht ausreichenden Antwort des zuständigen rheinland-pfälzischen Ministeriums, hatte ich es mir ja nicht nehmen lassen, erneut anzufragen. Immerhin erhielt ich eine Rückmeldung, die ein Stück weit Entwarnung zu geben schien. Neonicotinoide seien aufgrund eines Moratoriums in Deutschland seit Jahren ohnehin zum Großteil gar nicht in der Anwendung. Da die Winterverluste der Bienen nun trotz Moratorium ähnlich hoch seien, könnte das Insektengift einfach nich damit zusammenhängen. Klingt auf den ersten Blick logisch – ist es aber nicht…

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Friede, Freude, Honigkuchen?

Vor kurzem erhielt ich eine Antwort auf meine Anfrage beim rheinland-pfälzischen Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau. Ich hatte bezüglich des Bienensterbens nachgefragt, zum Handeln aufgerufen, und möchte hier mal einige Fakten aus dem Antwortschreiben mitteilen… – Inklusive meiner Bewertung dazu.

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Gehörnte Mauerbiene in Niströhre

Die Ruhe vor dem Summ

Tomaten, Paprika und Zucchini stehen in kleinen Pflanzgefäßen auf meiner Fensterbank. Sie wachsen dem Jahr entgegen, ihrer großen Zeit. Bald, spätestens wenn die Eisheiligen vorüber sind, werden sie auch im Freien wieder ihre Wurzeln in die Erde treiben und leckere Früchte bilden.
Doch werden sie viele Früchte tragen? Wie kann ich sie dazu bringen, dass sie das tun und dass die Ernte gut ausfällt? Ein Blick zu meiner „Butterbeer“ im Garten zeigt die Lösung auf: Durchlöcherte Äste
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Von den summenden Wilden

Heute möchte ich noch einen weiteren Blick auf die spannende Welt der Bienen werfen. Allerdings will ich jene in den Mittelpunkt rücken, die weniger im Blickfeld stehen, wenn man vom Bienensterben spricht.

Die Rede ist von den wilden Verwandten der domestizierten Honigbiene. Und von diesen gibt es jede Menge.

Deren bekanntester Vertreter ist wohl die Hummel, von der oft eine Tatsache erwähnt wird: Nämlich dass es aus rein physikalischer Sicht gar nicht möglich ist, dass Hummeln mit ihrem schweren und plump wirkenden Körper in die Lüfte abheben. Und trotzdem tun sie es aufgrund einer ausgeklügelten Aerodynamik und einer verblüffenden evolutionären Entwicklung.

Doch es gibt viel mehr als diese Tatsache, was über die Hummel gesagt werden müsste:

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