Wir brauchen einen Klima-Wandel

In Bonn findet mal wieder eine Weltklimakonferenz statt. Es wird, wie man der Regionalpresse entnehmen kann, mit bis zu 25.000 Teilnehmern gerechnet, die über den weltweiten Klimaschutz debattieren und beraten. Hinzu kommen 1.000 Vertreter der Presse. All jene berichten und beraten darüber, wie man den Ausstoß von Treibhausgasen reduzieren kann. – Und sie kommen alle zu Fuß…? Nein, die Meisten kommen wohl per Flugzeug, mit dem Auto, und nur im Idealfall mit der Bahn! Klimaschutz lässt grüßen, zusammen mit dem ökologischen Fußabdruck. Die Anreise, die Unterbringung und Verpflegung, die Logistik hinter dem Event, der Energieaufwand und der Müll… Immerhin gibt es vor Ort innerhalb der Transferzone Elektrobusse (wirklich mit Ökostrom geladen?), Pappbecher werden durch Trinkflaschen ersetzt, es wird auf recyclingfähige Materialien gebaut. Die Tagungsräume werden mit einer Mischung aus Strom (Ökostrom?) und Öl (!) beheizt. Und für die Wiese an der Rheinaue, die sicherlich nach Ende der Veranstaltung weitgehend zerstört sein wird, hat man bereits 117 Millionen Euro zur Wiederherstellung eingeplant. Rechnet man hier noch mit ein, dass die Veranstaltung am Ende vielleicht wieder nur heiße Luft produziert, wird sie zum echten Erfolg – für jene, die sich den Nordpol dauerhaft eisfrei wünschen, um dort noch mehr Öl und Bodenschätze abbauen zu können…

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Böser Wolf!

Das Märchen vom Rotkäppchen und seiner Großmutter dürften die Meisten von uns kennen. Dabei spielt der Wolf eine tragende Rolle, frisst Oma und Enkelin. Dann kommt der Jäger, schneidet dem Wolf den Bauch auf und befreit die Gefressenen. Sie stecken dem schlafenden Wolf nun Steine in den Bauch, nähen ihn zu, und als er erwacht, stürzt er sich zu Tode. In Baden-Württemberg waren nun auch Wölfe unterwegs, rissen ein paar Schafe. Und schon geht dort – wie zuvor in Ostdeutschland – die Diskussion über die Tötung der Wölfe los. Die Mär vom bösen Wolf geistert durch die Medien, und verschweigt, dass der Wolf auch die Wildschweinplage in Schach halten und somit als Raubtier seine natürliche, regulierende Funktion einnehmen könnte. Stattdessen macht man Stimmung gegen den „bösen Wolf“, suggeriert dass für den Wolf kein Platz in den Wäldern sei. Man verkennt dabei das wahre Problem: Nicht die Natur dringt in unsere Städte ein, sondern unsere Siedlungen zerschneiden immer mehr Natur und somit die Heimat ihrer natürlichen Bewohner!

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Ende Gelände! – Landwirt setzt Nervengift ein

Walter M. ist eigentlich ein sehr umgänglicher Mensch. Mitte vierzig, liebevoller Ehemann und Vater von zwei Kindern. Er hat einen Hof, den er bewirtschaftet, und das in vierter Generation. Das Leben könnte so schön sein. Wenn da nicht diese Vandalen wären, die ihm regelmäßig die Ernte zerstören möchten. – Mit mehr oder weniger großem Erfolg. Er hat versucht, sie mit verschiedenen Mitteln fern zu halten. Doch sie waren hartnäckig. Und nun, vor einigen Tagen, riss ihm endgültig der Geduldsfaden. Er ging zum Händler seines Vertrauens, kaufte sich eine passende Waffe und würde sie nun einsetzen. Schluss damit, ein für alle Mal!

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Die Mär von den Ratten der Lüfte

Nimm doch einen Stock und stoß das Nest runter! Oder wirf etwas nach dem Vieh und vertreib es! Du wirst es doch nicht etwa brüten lassen?! Das sind doch dumme und gefährliche Wesen. Sie übertragen Krankheiten, deshalb nennt man sie ja auch Ratten der Lüfte. Sie kacken überall hin und ihr Kot macht alles kaputt.
Das und noch viel mehr musste ich mir anhören, als ich in meinem Umfeld davon berichtete, eine Ringeltaube habe in der Birke vorm Schlafzimmerfenster ein Nest gebaut. Doch ich hütete mich davor, den Ratschlägen zu folgen, sondern beobachtete einfach mal, was geschah…

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Houston, wir haben ein Problem…

Alle Welt sah nach Houston, nach Texas und Illinois, wo mit Hurrikan Harvey die „Naturgewalt“ zugeschlagen hat. Und während der „Obercowboy“ noch immer den Klimawandel leugnet, den Texanern Mut zu-, und Milliarden finanzielle Hilfe verspricht, sterben tausende Menschen in Asien während des stärksten Monsuns seit Jahrzehnten. – Dies allerdings ohne die Milliarden finanzieller Hilfe. Es sterben tausende Menschen still – wenig medienwirksam – unter der relativ unspektakulären „Naturgewalt Hungersnot“ in Afrika. Und ihnen hat der Obercowboy sogar die paar Milliarden gestrichen, die ihnen zuvor vom reichen Land, wo Öl und Gas fließen, noch zugestanden wurden.

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Friede, Freude, Honigkuchen?

Vor kurzem erhielt ich eine Antwort auf meine Anfrage beim rheinland-pfälzischen Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau. Ich hatte bezüglich des Bienensterbens nachgefragt, zum Handeln aufgerufen, und möchte hier mal einige Fakten aus dem Antwortschreiben mitteilen… – Inklusive meiner Bewertung dazu.

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Unser aller Erbe

So, jetzt ist es raus: Mein neues Buch – wieder ein Krimi!
Und mit seinem Titel „Unser aller Erbe“ ist auch drin, was drauf steht.

Alle die mich kennen, ahnen schon, dass das Buch einen ökologischen Hintergrund hat. Und sie haben Recht.
Als Nachfolger vom „Todes Mais“ muss das einfach so sein. Und auch Kommissar Kelchbrunner und seine Kollegin Juvanic sind wieder die ermittelnden Kommissare.

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Was macht ein Schwein aus der Massentierhaltung auf dem Bauernhof?

Was machen Schweine, die in der Massentierhaltung gelebt haben, wenn man sie auf einem Bauernhof leben lässt? Werden sie krank? Sterben sie? Kommen sie nicht klar? Werden sie gar aggressiv?
Die Antwort ist viel einfacher: SIE WERDEN GLÜCKLICH
Denn sie leben artgerecht!
Diese Dokumentation sollte jeder mal gesehen haben. Speziell auch die Aussage einer Sprecherin des Landwirtschaftsministerium, die offenbar nicht weiß, wie groß ein Meter ist, die aber einen Zuwachs von 33% Platz (bisher 1 Quadratmeter, künftig 1,3 Quadratmeter pro Sau) als viel empfindet. Ich schlage daher einen Selbstversuch in der 1,3 Quadratmeter großen Box vor, um zu sehen, wieviel ein Meter ist und wie groß der Zuwachs an Platz. Am besten dann aber auch vier Wochen lang unbeweglich, wie es dem Schwein in regelmäßigen Abständen zugemutet wird. So wäre es ein relaitätsnaher Praxistest.

Das Video ist unter folgendem Link zu finden:
http://www.ndr.de/fernsehen/Artgerecht-Das-Schweine-Experiment,minuten2484.html