Gebirge auf dem Weg nach Reykjavik...

Heute wirds spannend – meine virtuelle Krimilesung ist online :-)

Aufgrund der Corona-Krise wurden leider alle meine Lesungen, die in diesem Jahr stattfinden sollten, verschoben. Das geht vielen Autoren und anderen Künstlern so. Und manche stehen vor dem wirtschaftlichen Abgrund. Ich bin zum Glück nicht ausschließlich vom Schreiben abhängig, möchte aber trotzdem gerne mein Buch präsentieren und Menschen mit seiner Botschaft erreichen. Am Wochenende saß ich daher bis spät in die Nacht vor der Kamera und las aus meinem Öko-Krimi „Unser aller Erbe“. Herausgekommen ist nun dieses Video. Schaut mal rein, es wird nicht nur spannend, sondern auch lustig und interessant. Das fand selbst die Motte, die es nicht nicht nehmen ließ, vor die Kamera zu fliegen.

Weiterlesen »

Gesicht-Gedicht XII

Heute gibt’s mal wieder ein neues Gesicht-Gedicht, bei dem eine Eidechse zu Wort kommt. Die hält uns den Spiegel vors Gesicht und weiß: Alles ist mehr als die Summe seiner Teile. Doch wir haben das „Große Ganze“ aufgrund von Nichtigkeiten aus den Augen verloren. Und dann erzählt sie von verheerenden Sternen, die sie ausgemacht hat…

 

Ein Efeu-Blatt

Alles neu auf Efeu…

Der Symbiosebaum an meinem Garten ist inzwischen etwas in die Jahre gekommen. Der letzte Sturm hat die Astgabelung mit den Wildbienen-Nistdosen abgerissen und die Texte sind mit der Zeit auch etwas verblasst. Der unter den Meisen begehrte Yin-Yang-FuNiKa musste ebenso kurzfristig in Sicherheit gebracht werden, damit er nicht auch noch abreißt. Der Astbruch war ärgerlich, doch Grund genug für eine Erneuerung. Speziell die Kurzgeschichten habe ich nun in eine neue Form gebracht, sie stehen nun auf ein Efeublatt geschrieben…

Weiterlesen »

Vollmond

Und was sagt der Mond…?

Während in Australien inzwischen eine Fläche fast so groß wie Bulgarien zerstört wurde, Milliarden Tiere starben – durch das Feuer, aber auch durch die enorme Trockenheit und die Extrem-Hitze – möchte man dort die größte Kohlemine der Welt in Betrieb nehmen. In Südamerika und dem Kongo holzt man immer mehr Regenwald ab, ebenso in Asien. Und in Deutschland will man die durch die Hitzesommer abgestorbenen Bäume durch neue Monokulturen ersetzen, anstatt vermehrt auf Naturwälder zu setzen. Was soll man dazu noch sagen? Mir fällt nichts mehr ein, angesichts einer solchen Engstirnigkeit und zum Himmel schreienden Dummheit der so genannten „Krone der Schöpfung“. Heute Morgen sah ich dann um 6 Uhr den Mond durchs Dachfenster am Himmel stehen. – Den ersten Vollmond des Jahres. Und mir kam in den Sinn, ich lasse ihn zu Wort kommen. Der hat ja schon einiges zu Gesicht bekommen und wird wohl noch vieles ertragen müssen…

Weiterlesen »

Der Stern auf Erden

 

Heute kann ich mich endlich wieder zurückmelden, nachdem mich eine starke Angina komplett umgehauen hatte, mit 40 Grad Fieber und allem was dazugehört… Da wurde mir mal wieder klar, welches Glück ich habe: Denn neben der eigentlich guten Gesundheit, die man oft als viel zu selbstverständlich ansieht, lebe ich in einem Land, in dem man sich im Notfall auf die ärztliche Versorgung verlassen kann. Und in dem man dann eben, wenn alle Stricke reißen, auch ein Antibiotikum bekommt. Ja, und dann saß ich auf der Couch und sah einen Bericht über The World’s Big Sleep Out. Am 07.12. fand dieser Aktionstag weltweit statt, auch einige Promis beteiligten sich daran – um auf das Schicksal der vielen Obdachlosen hinzuweisen. Dazu schliefen tausende Menschen, die eigentlich ein Dach über dem Kopf haben, im Freien und einer der Interviewten sagte dann morgens: „Ich kann jetzt heimgehen, duschen und ins Bett. – Sie können es nicht. Ich weiß nicht, wie sie das überstehen.“ Ja, und während ich nun mit meiner Zitronen-Lutschpastille im Mund dasaß, so selbstverständlich im Warmen, fragte ich mich, was wohl ein Mensch ohne Obdach macht, wenn er krank wird. Der kann nicht einfach mal so zum Arzt gehen, sich auf die Couch setzen und mit Zitronen-Lutschpastillen den Hals betäuben. Der ist vielmehr ziemlich arm dran! – Auch in einem Land wie Deutschland. Grund genug, hier meinen Beitrag zum 3. Advent zu posten: Die Kurzgeschichte „Der Stern auf Erden“ habe ich für die Caritas Wohnungslosenhilfe Mainz geschrieben und möchte sie auch hier einfach mal posten. Ich wünsche euch allen einen schönen und besinnlichen dritten Advent.

Weiterlesen »

Das Meerchen und mehr…

Wasser ist Leben. Es beherbergt unzählige Arten, bildet riesige Ökosysteme, hat unvorstellbare Wunder hervorgebracht, verbirgt Geheimnisse vor uns und weckt in vielen die Sehnsucht nach der Weite. Wasser finden wir im Meer, aber auch in Flüssen, Seen, Tümpeln, Bächen,… Es fällt momentan wieder (zum Glück) vermehrt vom Himmel in flüssigem oder gefrorenem Zustand, ab und zu auch als Nebel kondensiert. Und wir bestehen zu einem Großteil daraus. Das Leben auf diesem Planeten ist untrennbar mit dem Wasser verbunden und von ihm abhängig. Grund genug, einen kleinen Blick auf das „Kühle Nass“ zu werfen, und auf einige der wundervollen Wasserwelten, die es hervorgebracht hat.

Weiterlesen »

Friedensbotschaften von Besuchern machen Hoffnung

Herbst

Am 9. November 1938 passierte etwas Schreckliches und leutete zugleich eine Zeit des Leides, des Todes, des Untergangs und der Teilung ein. Ich möchte diesem Gedenktag heute einen Post widmen – eben um zu gedenken und zugleich zum Aufstehen aufzurufen. Ich denke, das ist angesichts der Entwicklungen, die man sich vor Jahren noch kaum vorstellen konnte, eine enorm wichtige Sache. Bedroht sie doch unser aller Freiheit, unseren Frieden und die Vielfalt.

Weiterlesen »

Hiroshima

Ich stand da –
und glaubte nicht zu sehen,
was ich sah…

Zerbombt war das Leben
– entzwei, ermordet lag es da –
unmöglich Vergeben.

Ausgehungert, verdurstend das Herz
– Blut floss auf die verbrannte Erde, stahl jedes Sein –
erstickend der Schmerz.

Heulend folgte das teure Gerät,
fiel herab, heller als sonnige Strahlen, stärker als wütende Stürme,
sekundenschnell Leben verweht.

Schatten verblieben an Wänden,
tausende Grad schmolzen Eisen – die Haut verbrannte zu Nichts im Kern der Höllenglut,
selbst Schreie verenden.

Stunde Null hat begonnen,
einläutend durch teuflische Waffen, die unentschuldbar benutzt,
unmenschlich ist man verkommen!

6. August 1945, 08:15 Uhr, Hiroshima
136.000 Tote, 70.000 Verletzte

9. August 1945, 11:02 Uhr, Nagasaki
64.000 Tote, 25.000 Verletzte