Die Geschichte vom Apfel in der Wüste

Läuft ein Mensch durch die Wüste. Überall ist Sand und Weite, doch plötzlich erkennt er ein Schimmern und läuft darauf zu. Da steht doch tatsächlich ein Korb mit Äpfeln zwischen den Dünen, und direkt neben ihm liegt ein großer Brocken Gold. Gerne möchte er beides mitnehmen. – Diese saftig-roten Äpfel und das golden schimmernde Fundstück. Doch er muss sich entscheiden, denn er kann nicht alles tragen. Was macht er also? Nein, da muss er nicht lange überlegen. Er nimmt das Stück Gold und lässt die Äpfel zurück. Wenn er erst einmal reich ist, kann er sich schließlich seine eigenen, riesigen Apfelplantagen leisten! Er geht weiter durch die Gluthitze, läuft voller Vorfreude durch die Dünen, einen Weg zur Oase suchend, und stirbt schließlich an Wassermangel.

Weiterlesen »

Werbeanzeigen
Wollschweber

Wollschweberwelt

So, nun ist es also soweit: Gestern habe ich mich als Guerilla-Gärtner betätigt. Ich habe auf dem Feldweg, der an meinem Garten vorführt, einen Blühstreifen eingesät. Am Wegrand habe ich das stupide Gras entfernt, die Erde umgegraben und feinkrümelig gelockert. Dann habe ich die Saatgutmischung mit dem schönen Namen „Bienenfreund“ verstreut, eingeharkt, leicht angedrückt und gegossen. Dann jedoch kamen mir Zweifel: Warum das alles? Das ist doch ein Witz! Anderswo roden sie täglich die Urwälder, vergiften die Meere, rotten Arten aus und zerstören das Weltklima. Und ich säe einen Blühstreifen auf einer Länge von vielleicht drei Metern ein. Was soll das schon bringen?

Weiterlesen »

Flasche Klima-Kabinett

Sauerstoff wird überschätzt…?

Jetzt geht‘s los! Die Bundesregierung wird aktiv, denn sie nimmt die Bedenken der Kinder und Jugendlichen ernst, die jeden Freitag auf die Straße gehen. Sie hat erkannt, dass es so nicht weitergehen kann. Dass so keine zukunftsorientierte Politik aussehen kann, dass sie handeln muss. Und damit sie handeln kann, macht sie etwas Spektakuläres. Sie gründet einen Arbeitskreis und gibt ihm den umwerfenden Titel: DAS KLIMA-KABINETT. Dann kann ja gar nichts mehr schief gehen, oder? Naja, das Kabinett besteht aus dem Minister für Verkehr und „gesunden Menschenverstand“ Scheuer, der Ministerin für die industrielle Landwirtschaft, dem Wirtschaftsminister und dem Finanzminister. Ach ja, und da sitzt auch noch die Umweltministerin mit am Tisch, die bereits einen Klimaschutzgesetz-Entwurf vorgelegt hat. – Der von der Union deutlich kritisiert wurde. Wenn die Lage nicht so ernst wäre, könnte man glatt meinen, bei all dem Schauspiel handele es sich um Satire. Alle amüsieren sich darüber, dass in der Ukraine ein Komiker in die Stichwahl ums Präsidentenamt kommt – dabei sitzen in unserer Regierung gleich mehrere Komiker auf der Regierungsbank.

Denn ist es nicht bereits abzusehen, wie die Sache mit dem viel gerühmten Klima-Kabinett ausgehen wird?

Herr Scheuer wird mal wieder darauf plädieren, den Menschen bloß keine Zwänge und Pflichten aufzuerlegen. Er ist ja kein Freund von Tempolimits, Grenzwerten oder gar einschränkenden Regelungen. Vielmehr möchte er die Menschen begeistern und nicht mit irgendwelchen Regeln unter Druck setzen. Alles andere wäre nach seiner Aussage gegen den „gesunden Menschenverstand“.

Wenn wir so denken, warum schalten wir dann nicht mal alle Ampeln auf „Grün“, damit es vorwärts geht, schrauben alle Stoppschilder ab? Und diese doofen Einbahnstraßen sind ja auch nur ein Verkehrshindernis. Weg mit den Schildern – weg mit den Regeln, alle Vollgas geben und durch. Der Stärkere und Schnellere wird gewinnen.

Bloß keine Regeln. Die sind was für Weicheier und Blockierer… Alles darf sein, auch wenn am Ende der große Crash stattfindet, und man vor Abgasen erstickt… Es steht ja schließlich jedem frei zu entscheiden, ob er atmen will oder nicht. Oder ob er umziehen möchte. Take it easy.

Alles bescheuert? Ach was… Auch die Landwirtschaftsministerin wird sagen, dass die Landwirte einen Beitrag leisten werden und dass sie ja auch selbst Interesse an einer intakten Natur hätten. Aber man dürfe sie natürlich nicht überstrapazieren, die armen kleinen Landwirte. Dass jedoch seit Jahren durch Billigpreise und die Subventionierungspolitik diese armen kleinen Landwirte in den Ruin getrieben werden aufgrund politischer Entscheidungen (Subventionierungen, Wegfall der Milchquote,…), und die Mega-Betriebe gestärkt werden, lässt man gerne mal unter den Tisch fallen. Die konnten sich halt nicht behaupten im viel gerühmten Wettbewerb, diese kleinen Landwirte.

Für das Finanz-Ministerium ist der Klimaschutz ja eher nur eine Randerscheinung. Und dass das Wirtschaftsministerium mitverantwortlich dafür ist, dass die Branche der erneuerbaren Energien in Deutschland 80.000 Arbeitsplätze abbauen musste, und dass sich diese Zukunftstechnologien zunehmend in China ansiedeln, das sagt ja wohl alles. Und auch das Festhalten an der Kohlestrom-Produktion über viele weitere Jahre.

Kurz gesagt: Das Klima-Kabinett trägt einen starken Titel. Doch es ist wie bei einer Weinflasche. Auf dem Etikett kann so viel Positives stehen. Wenn die Flasche jedoch leer ist, nur gefüllt mit heißer Luft, ist und bleibt sie eine Mogelpackung.
Und es heißt nicht umsonst: Wenn du nicht mehr weiter weißt, gründe einen Arbeitskreis…

Klimaschutz ist mehr als grüner Strom

Von der Bundespolitik scheint momentan nicht viel in Sachen Klimaschutz zu kommen. Zumindest bei weitem nicht so viel, wie es nötig wäre, um die selbst gesteckten Klimaschutzziele nicht komplett zu verfehlen und sich bis auf die Knochen zu blamieren.

Was jedoch immer gerne übersehen wird bei all der Klimaschutz-Diskussion, dass großes Potential auch in den Ländern, den Kreisen und den Kommunen vorhanden ist. Und ich rede dabei nicht nur von der Installation von Solaranlagen, von Wärmedämmung oder Windkrafträdern, von Biogas-Anlagen oder CO2-Einsparprogrammen.

Bäume und Sträucher sind hervorragende Alliierte, wenn es um den Kampf gegen den Klimawandel geht. Denn die speichern jenes CO2, das wir sorglos in die Luft pusten.
Gleichzeitig sind sie sehr hilfreich beim Abmildern der bereits eingetretenen Veränderungen.
Bäume und Sträucher binden beispielsweise Wasservorkommen, was bei Dürreperioden von großem Vorteil ist. Gleichzeitig sorgen sie auch bei Starkregenereignissen und drohenden Überflutungen für einen gewissen Puffer.
Sie regulieren das Mikroklima und helfen nachweislich dabei, während Hitzeperioden die Extreme abzufangen und ein Aufheizen der Siedlungsgebiete zu reduzieren. Das wird immer wichtiger werden, denn die Hitzewellen werden intensiver und länger andauern. Sie bedeuten auch immer größere gesundheitliche Belastungen, Hitzestress und schlaflose Nächte.
Und nicht zuletzt fungieren Pflanzen auch als Luftfilter, nehmen Feinstaub auf und produzieren eine lebenswichtige Zutat für unsere Atmosphäre: Sauerstoff, ohne den wir alle bekanntermaßen ersticken würden!

Keine Regeln, einfach Sägen

Leider fallen immer mehr Bäume und Sträucher „wichtigeren Interessen“ zum Opfer. Hier stehen Bäume im Weg einer neu geplanten Straße. Anderswo müssen Hecken und Bäume einem Baugebiet weichen. Und selbst ein Parkplatz scheint wichtiger zu sein als ein Baum.
Man kann nicht auf ihm parken, in ihm wohnen, über ihn fahren. – Also hat er keinen Wert.
Ja, man kann auch hierin die Scheuer-Logik erkennen: Keine Regeln, einfach Sägen!

Anderswo pflanzt man schließlich einen neuen Baum, als Ersatz für den alten: 1,50 m als Ersatz für einen 25 m hohen Baum… Wie lange es wohl dauern wird, bis dieser neue Baum den Lebensraum des alten ersetzen wird – wenn er es überhaupt kann? Wie lange wird es brauchen, bis er täglich genauso viel CO2 aufnimmt und Sauerstoff abgibt, wie der alte zuvor? Der gefällte Baum jedenfalls gibt bei seiner Verbrennung oder Verrottung das gespeicherte CO2 in die Atmosphäre ab und bis der neue diese Menge kompensiert hat, gehen viele Jahre ins Land.

Man könnte nun die Frage stellen, warum man nicht vermehrt aufforstet, um so das grundlegende Versagen im Klimaschutz ein wenig zu kompensieren. Die Antwort ist klar: Ein Stück Land das bebaut wird bringt mehr Geld, als ein Land, das von irgendwelchen Bäumen und Sträuchern bewachsen wird.

Folgender Spruch ist wohl bekannt, doch man kann ihn eigentlich nicht oft genug in den Raum stellen: Wer glaubt, Geld sei wichtiger als Bäume, der soll doch mal versuchen, wie lange er die Luft anhalten kann, während er sein Geld zählt.

Doch Atmen ist vielen scheinbar nicht so wichtig. Leiden etwa schon einige Gehirne aufgrund Sauerstoffmangels an Denkstörungen? Die Gehirne jener vieler, die gewählt wurden um Schaden vom Volk abzuwenden – was sie scheinbar vergessen haben und den Karren bewusst an die Wand fahren?

Mit Vollgas, ohne Tempolimit und ohne jeglichen Skrupel?!

Zeit, dem etwas entgegen zu setzen. Bäume zum Beispiel, oder Hecken!

 

 

 

 

 

 

Kahlschlag Bodenheim - Nackenheim

Wenn Dich etwas stört…

Für den neuen Präsidenten und Rechtspopulisten Bolsonaro hat der Klimaschutz keine Priorität. Umwelt- oder Regenwaldschützer verspottet er und macht keinen Hehl daraus, dass der Artenschutz unter ihm keine Förderung erleben wird. Den Schutz indigener Völker, in deren Stammesgebieten oftmals noch unberührte Natur vorzufinden ist, stuft er ebenso als unwichtig ein. Wie kann man nur so unvernünftig sein, immer weiter Bäume fällen, Lebensräume vernichten und somit Klima- und Artenschutz ignorieren? – Die Frage keimte in mir auf. Als ich jedoch einen Spaziergang durch meinen Wohnort machte, drehte sich die Frage um: Ist es nicht vermessen, wenn wir auf Staaten am Amazonas mit dem Zeigefinger deuten, sie in ihrem Handeln kritisieren – und zugleich vor unserer eigenen Haustür den Klima- und Artenschutz mit Füßen treten?!

Weiterlesen »

Nur die Spitze des Müllberges…?

Bei meinem heutigen Beitrag handelt es sich um eine Anzeige/Werbung. Doch wer mich kennt weiß, dass ich nur für Dinge werbe, die ich für gut befinde und die mir am Herzen liegen. Und nach meinem letzten Artikel mit dem Grünen Telefon beschäftigt mich das Thema „Müll“ ohnehin sehr. Was Müll nun mit der Werbung zu tun hat, dazu später mehr. So viel vorab: Müll ist überall präsent! In den Weltmeeren treibt Plastikmüll in riesigen Strudeln, wodurch Meeresbewohner direkt sterben oder schleichend vergiftet werden.  Auch in den Flüssen ist jede Menge Plastik unterwegs: Große Teile und Mikropartikel. Giftige Stoffe werden durch den Müll abgegeben, reichern sich hier auch in den Wasserbewohnern an – und diese landen dann nicht selten auf unseren Tellern. Die Medien berichten regelmäßig über gewaltige Müllstrudel im Pazifik und Atlantik. Doch was, wenn sie nur die Spitze des Müllberges wären? Und Plastik ein Grund dafür, dass auf unseren Feldern in Zukunft deutlich weniger Gemüse geerntet werden könnte?

Weiterlesen »

Autobahn in Dänemark

Ich geb Gas, ich geb Gas…

Was haben Lungenärzte und die Autoindustrie gemeinsam? Offenbar gleiche Interessen – wo immer die auch liegen mögen. Ich meine, was bewegt sonst eine Gruppe von Lungenärzten dazu, die gängige Praxis der Schadstoffmessung in der Luft zu kritisieren, und vor allem die festgelegten Grenzwerte? Fahren sie selbst einen Diesel und wollen weiterhin in die Stadt dürfen? Oder wer hat sie engagiert? Böse Zungen – ich bin keine solche – könnten glatt darüber spekulieren, es war der gleiche, der auch den Bundesverkehrsminister „auf Spur“ gebracht hat. Der Akteur, der am meisten Nutzen von einem Stopp der Fahrverbote ziehen könnte, ist  die Autoindustrie. Und die hat ja bereits bei den Abgas-Skandalen ordentlich geschummelt, als es um die Werte ging. Warum sich jetzt das Spiel von irgendwelchen Gesundheitsaposteln verderben lassen…?

Weiterlesen »

Taubenschwänzchen

Respekt!

Heute möchte ich noch einmal ein paar Gedanken zum Thema „Glück“ loswerden, dessen Grundlage vor allem auch der gegenseitige Respekt ist. – Zwischenmenschlich im täglichen Zusammenleben genauso wie zwischen uns, unseren Mitgeschöpfen und der Natur selbst. Dabei hat das Wort „Respekt“ unterschiedliche Bedeutungen. Der Unterschied liegt vor allem darin, ob der Respekt konstruktiv oder destruktiv geschaffen wird, ob er Wert- oder Geringschätzung ausdrücken möchte.

Weiterlesen »

Komm, sei ein Frosch!

Schon mal von der Story mit den vier Fröschen gehört? Jene, die sich für einen Wettkampf entscheiden und einen Berg erklimmen wollen? Die umstehenden Zuschauer sind skeptisch und rufen: Das schaffen die nie! Die werden noch den Abgrund runter fallen! Frösche können keine Berge erklimmen, das geht doch gar nicht! Drei der Frösche geben auf, nur der vierte hüpft weiter, als sei nichts gewesen. Und er erreicht das Ziel. Das hat einen ganz besonderen Grund und ich frage mich immer öfter, ob wir nicht auch mal so sein sollten, wie dieser eine Frosch…

Weiterlesen »