Gar nicht süß

Honigbienen sind bekannt dafür, dass sie jede Menge Süßes liefern: Leckeren Honig. Und ausgerechnet ist es ebenso etwas Süßes, das in Bayern vielen Insekten momentan die Orientierung nimmt, sie lähmt, tötet. Und alles mit Segen aus dem zuständigen Bundeslandwirtschaftsministerium. Denn eigentlich ist es seit 2018 verboten, was nun auf die Felder ausgebracht wurde und sich ungehindert verbreitet.Weiterlesen »

Gammaeule

Ausgeflattert

Es hätte alles so schön sein können. Summende Bienen, flatternde Falter auf dem Efeu, blau blühende Astern, leckere Paprika. Und dann – ein Überfall. Ja, ich wurde Zeuge eines solchen, hätte beinahe noch eingegriffen, aber habe gerade noch entdeckt, wer der Täter ist… Sonst hätte ich selbst noch was ab bekommen.

Aber der Reihe nach. Auf dem Efeu sitzen momentan massenhaft Tagpfauenaugen, und Admiral-Falter.

Tagpfauenauge

Einige Nachtfalter habe ich herum flattern sehen. Auch getarnte treiben sich hier herum, wie die Gammaeule im Beitragsfoto, die offenbar auf Nervenkitzel steht. Saß sie doch nur wenige Meter entfernt vom Fledermaus-Spaltkasten. Und da ist eindeutig jemand zu Hause – angesichts der Mengen Kot darunter.
Doch sie hat es richtig gemacht, die Eule. Sie saß da und rührte sich nicht, während sich anderswo schon ein Unheil anbahnte.

Ich erntete noch eine meiner leckeren Paprika der Sorte Sweet Chocolate. Die kann ich jedem empfehlen, der dieses Gemüse ansonsten nicht verträgt. Denn die Sorte ist sehr mild und gut verträglich, finde ich. Sie ist saftig, etwas süßlich, und ist nicht hybride, sondern samenfest. Sie ist reif, sobald die Schale braun ist.

Sweet Chocolate

Ja, und dann denkt man an nichts Böses, läuft durch den Hof und sieht einen schönen Nachtfalter, der wie wild auf dem Boden entlang flattert. Und man möchte ihn aufheben, ihn in Sicherheit bringen, an eine Aster-Blüte setzen. Zum Glück sah ich noch rechtzeitig, dass er nicht alleine war…

Die Wespen sind dieses Jahr ohnehin sehr gereizt. Vor einigen Wochen flog mir eine aus heiterem Himmel gegen die Hand und stach dabei zwischen Zeige- und Mittelfinger. Sie erwischte mich nicht richtig.

Zwar gibt es dieses Jahr nur wenige Wespen, aber hierin liegt genau das Problem. Aufgrund der kühlen Temperaturen und dem feuchten Wetter sind viele Wespen-Völker relativ klein, daher auch schwach. Damit sind die ohnehin oftmals etwas biestigen Tiere noch mehr gereizt. Vielleicht hatte dieser Falter die „Vorfahrt“ missachtet, vielleicht war die Wespe auch nur mit dem falschen Flügel aus dem Nest geflogen. Oder sie hatte Hunger und brauchte die tierische Nahrung für die Versorgung der Brut. Ansonsten stehen die Tiere eher auf Nektar oder andere zuckerhaltige Nahrung.

Wer weiß schon warum sie diesen schönen Falter gefangen hat? Jedenfalls hat er es nicht überlebt und ich bin in Deckung, damit mir nicht auch wieder so ein Brummer unvermittelt in die Hand sticht.

Wespe fängt Falter

Schnecke online

Ich dachte, ich seh nicht richtig… Da kroch doch tatsächlich eine Schnecke über ein dünnes Stück Kordel. Und auf der anderen Seite gabs auch nix zu futtern. Warum sie diesen „Drahtseilakt“ riskiert hat, bleibt ein Rätsel. Wahrscheinlich wollte sie einfach mal online gehen. 😉

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Tot im Hotel…?

Wir müssen die Bienen retten, sonst gehen wir unter. Diesen Aufruf sieht man immer öfter – zusammen mit einem Foto der Honigbiene. Die Imkerei erhält Zulauf, selbst in der Stadt hält man sich Bienen. Alles, um etwas zum Erhalt der Insekten beizutragen – und auch noch leckeren Honig zu ernten. Ja, irgendwo gibt es da auch noch diese „Wildbiennen“. Aber für die stehen ja schon „Hotels“ in vielen Gärten bereit, mit Tannenzapfen, Stroh, Hölzern und Lochziegeln drin. – Viele von ihnen eine Todesfalle!

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Ein Tag im Falter-Paradies…

Meinen Urlaub habe ich genutzt und noch mal den Kalksteinbruch im rheinhessischen Gundersheim besucht. Hier war ich bereits im letzten Herbst, damals war es extrem neblig und die Felsformationen boten ein mysteriöses aber schönes Bild. Und ich hatte mir vorgenommen, dort noch mal im Sommer vorbei zu schauen. Dort soll es viele Schmetterlinge geben. Und tatsächlich musste ich teilweise aufpassen, dass ich auf keinen der unzähligen Falter trete.

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Bäume, Bäume, Zwischenräume

Heute war ich mal wieder im Garten. Durch den Zeckenbiss und die Borreliose-Behandlung musste ich über drei Wochen lang die Sonne meiden und daher kam der Garten etwas zu kurz. Vor einigen Tagen hatte ich bereits gesehen, dass das Unkraut extrem gewuchert war, und mein Gemüsebeet auch ein Stück weit davon befreit. Die Möhren und Rote Bete sahen nicht sehr glücklich aus. Überall Arbeit und Wildwuchs, vieles schien bereits verloren. Das frustrierte mich und mich verließ die Motivation. Aber heute wagte ich mal einen zweiten, und völlig anderen Blick auf die Sache…

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