Die Geschichte vom Apfel in der Wüste

Läuft ein Mensch durch die Wüste. Überall ist Sand und Weite, doch plötzlich erkennt er ein Schimmern und läuft darauf zu. Da steht doch tatsächlich ein Korb mit Äpfeln zwischen den Dünen, und direkt neben ihm liegt ein großer Brocken Gold. Gerne möchte er beides mitnehmen. – Diese saftig-roten Äpfel und das golden schimmernde Fundstück. Doch er muss sich entscheiden, denn er kann nicht alles tragen. Was macht er also? Nein, da muss er nicht lange überlegen. Er nimmt das Stück Gold und lässt die Äpfel zurück. Wenn er erst einmal reich ist, kann er sich schließlich seine eigenen, riesigen Apfelplantagen leisten! Er geht weiter durch die Gluthitze, läuft voller Vorfreude durch die Dünen, einen Weg zur Oase suchend, und stirbt schließlich an Wassermangel.

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Der arme Papagei!

Wachteleier erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. Auch ich hatte ja vor einem Jahr zwölf Eier ausgebrütet, aus denen zehn Tiere schlüpften, es überlebten neun. – Sieben Hähne, zwei Hennen. Während die Hähne nur krähen legen die Hennen seit einer Woche wieder fleißig Eier: Drei pro Tag! Das ist eine starke Leistung! Allerdings haben sie ja auch eine große Voliere, bekommen gutes Futter, und fangen ab und zu mal eine Maus…

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Wollschweber

Wollschweberwelt

So, nun ist es also soweit: Gestern habe ich mich als Guerilla-Gärtner betätigt. Ich habe auf dem Feldweg, der an meinem Garten vorführt, einen Blühstreifen eingesät. Am Wegrand habe ich das stupide Gras entfernt, die Erde umgegraben und feinkrümelig gelockert. Dann habe ich die Saatgutmischung mit dem schönen Namen „Bienenfreund“ verstreut, eingeharkt, leicht angedrückt und gegossen. Dann jedoch kamen mir Zweifel: Warum das alles? Das ist doch ein Witz! Anderswo roden sie täglich die Urwälder, vergiften die Meere, rotten Arten aus und zerstören das Weltklima. Und ich säe einen Blühstreifen auf einer Länge von vielleicht drei Metern ein. Was soll das schon bringen?

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Flasche Klima-Kabinett

Sauerstoff wird überschätzt…?

Jetzt geht‘s los! Die Bundesregierung wird aktiv, denn sie nimmt die Bedenken der Kinder und Jugendlichen ernst, die jeden Freitag auf die Straße gehen. Sie hat erkannt, dass es so nicht weitergehen kann. Dass so keine zukunftsorientierte Politik aussehen kann, dass sie handeln muss. Und damit sie handeln kann, macht sie etwas Spektakuläres. Sie gründet einen Arbeitskreis und gibt ihm den umwerfenden Titel: DAS KLIMA-KABINETT. Dann kann ja gar nichts mehr schief gehen, oder? Naja, das Kabinett besteht aus dem Minister für Verkehr und „gesunden Menschenverstand“ Scheuer, der Ministerin für die industrielle Landwirtschaft, dem Wirtschaftsminister und dem Finanzminister. Ach ja, und da sitzt auch noch die Umweltministerin mit am Tisch, die bereits einen Klimaschutzgesetz-Entwurf vorgelegt hat. – Der von der Union deutlich kritisiert wurde. Wenn die Lage nicht so ernst wäre, könnte man glatt meinen, bei all dem Schauspiel handele es sich um Satire. Alle amüsieren sich darüber, dass in der Ukraine ein Komiker in die Stichwahl ums Präsidentenamt kommt – dabei sitzen in unserer Regierung gleich mehrere Komiker auf der Regierungsbank.

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Kahlschlag Bodenheim - Nackenheim

Wenn Dich etwas stört…

Für den neuen Präsidenten und Rechtspopulisten Bolsonaro hat der Klimaschutz keine Priorität. Umwelt- oder Regenwaldschützer verspottet er und macht keinen Hehl daraus, dass der Artenschutz unter ihm keine Förderung erleben wird. Den Schutz indigener Völker, in deren Stammesgebieten oftmals noch unberührte Natur vorzufinden ist, stuft er ebenso als unwichtig ein. Wie kann man nur so unvernünftig sein, immer weiter Bäume fällen, Lebensräume vernichten und somit Klima- und Artenschutz ignorieren? – Die Frage keimte in mir auf. Als ich jedoch einen Spaziergang durch meinen Wohnort machte, drehte sich die Frage um: Ist es nicht vermessen, wenn wir auf Staaten am Amazonas mit dem Zeigefinger deuten, sie in ihrem Handeln kritisieren – und zugleich vor unserer eigenen Haustür den Klima- und Artenschutz mit Füßen treten?!

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Nur die Spitze des Müllberges…?

Bei meinem heutigen Beitrag handelt es sich um eine Anzeige/Werbung. Doch wer mich kennt weiß, dass ich nur für Dinge werbe, die ich für gut befinde und die mir am Herzen liegen. Und nach meinem letzten Artikel mit dem Grünen Telefon beschäftigt mich das Thema „Müll“ ohnehin sehr. Was Müll nun mit der Werbung zu tun hat, dazu später mehr. So viel vorab: Müll ist überall präsent! In den Weltmeeren treibt Plastikmüll in riesigen Strudeln, wodurch Meeresbewohner direkt sterben oder schleichend vergiftet werden.  Auch in den Flüssen ist jede Menge Plastik unterwegs: Große Teile und Mikropartikel. Giftige Stoffe werden durch den Müll abgegeben, reichern sich hier auch in den Wasserbewohnern an – und diese landen dann nicht selten auf unseren Tellern. Die Medien berichten regelmäßig über gewaltige Müllstrudel im Pazifik und Atlantik. Doch was, wenn sie nur die Spitze des Müllberges wären? Und Plastik ein Grund dafür, dass auf unseren Feldern in Zukunft deutlich weniger Gemüse geerntet werden könnte?

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Das grüne Telefon aus dem Rhein

Das grüne Telefon…

Wenn Dir das Leben Steine in den Weg legt, bau ein Haus daraus. Dieser sehr gute Spruch kam mir in den Sinn, als ich im letzten Sommer durch das ausgetrocknete Flussbett des Rheins bei Nierstein spaziert bin, und dabei allerhand Müll fand. Ich suchte vergeblich nach passenden Steinen,  dafür fand ich zum Glück ein schönes, grünes Telefon mit Wählscheibe. Und schon konnte es losgehen… Das Teil war geradezu prädestiniert für den Bau eines Hauses. Klingt als hätte ich „eine Meise“? – Nein, es ist natürlich ein Rotkehlchen! Aber das nur fast… 🙂

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Autobahn in Dänemark

Ich geb Gas, ich geb Gas…

Was haben Lungenärzte und die Autoindustrie gemeinsam? Offenbar gleiche Interessen – wo immer die auch liegen mögen. Ich meine, was bewegt sonst eine Gruppe von Lungenärzten dazu, die gängige Praxis der Schadstoffmessung in der Luft zu kritisieren, und vor allem die festgelegten Grenzwerte? Fahren sie selbst einen Diesel und wollen weiterhin in die Stadt dürfen? Oder wer hat sie engagiert? Böse Zungen – ich bin keine solche – könnten glatt darüber spekulieren, es war der gleiche, der auch den Bundesverkehrsminister „auf Spur“ gebracht hat. Der Akteur, der am meisten Nutzen von einem Stopp der Fahrverbote ziehen könnte, ist  die Autoindustrie. Und die hat ja bereits bei den Abgas-Skandalen ordentlich geschummelt, als es um die Werte ging. Warum sich jetzt das Spiel von irgendwelchen Gesundheitsaposteln verderben lassen…?

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