Die Idylle trügt – und zeigt: Es ist fünf nach Zwölf!

Ist das nicht schön? Eine tolle Wiese mit vielen Schwanenblumen, rundherum Bäume und Sträucher… Doch die Idylle trügt.

Man könnte meinen, das sind Fotos eines kleinen Paradieses, einer Feuchtwiese inmitten eines Auwald-Gebietes…

Wasserlache im ehemaligen Rhein-Flussbett

 

Frosch in Wasserlache
Frosch in Wasserlache zwischen Schimmendem Laichkraut. – Und rundherum viele weitere kleine Frösche, die davon hüpften…
Honigbiene an Schwanenblumen-Büte
Honigbiene an Schwanenblumen-Büte

 

Boje in Rhein-Seitenarm
Doch spätestens bei diesem Anblick wird klar: Es ist etwas faul

Tatsächlich sind dies nämlich die Fotos meines heutigen Besuchs am Seitenarm des Rheins in Höhe von Nackenheim. Man kann theoretisch trockenen Fußes zur Rheininsel „Kisselwörth“ laufen. Normalerweise ist die nur per Fähre möglich und hier steht meterhoch das Wasser.

In den letzten Jahren gab es auch bereits regelmäßig Niedrigwasser. Jedoch nicht so extrem.

 

Blick auf Kissenwörth
Blick auf Kissenwörth

Hier erkennt man die Insel im Hintergrund und sieht, auch den Bäumen dort geht es teilweise nicht gut. Sie leiden enorm unter Hitzestress, vielleicht auch unter Schädlingen oder einer Kombination von beidem. Auf der rechten Seite erkennt man die verbliebende Fahrrinne des Rheins.

 

Baumstamm als Treibgut
Ein Baumstamm als natürliches Treibgut…
Autoreifen im Flussbett
Unnatürliches Treibgut – Menschlicher Müll
Autofelge im Flussbett
Hier auch eine Felge… Es lag rundherum allerdings auch jede Menge Plastikfolie, Plastikbecher und Flaschen
Graureiher und Schwäne
Zum Abschluss noch ein positives Foto: Schwäne und ein Graureiher waren

8 Gedanken zu “Die Idylle trügt – und zeigt: Es ist fünf nach Zwölf!

  1. Die Dürre und Tiefstände sind erschreckend. Hier sind auch schon viele Bäche trocken gefallen, aber ganze Rheinarme oder die großen Ströme selber, ist mehr als gruselig. Immerhin, das wäre jetzt die Gelegenheit, mal den Müll wegzuräumen. Man soll ja immer nach was Positivem Ausschau halten. Das ist für mich bei der jetzigen Situation auch das Einzige, was mir dazu einfällt. Schade, weil die Umgebung und die schönen Blumen echt hübsch sind und bestimmt eine Menge Tiere anziehen, normalerweise.

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    • Ja, es ist erschreckend, den Rhein so zu sehen. Zumal ich diesen Seitenarm so trocken noch nie gesehen habe. In den letzten Jahren gab es ja auch schon Dürren, aber selbst 2018/2019 war es nicht so extrem. Die Blumen im Flussbett ziehen wirklich viele Tiere an. Und auf der angrenzenden Rheininsel „Kisselwörth“ ist auch ein Naturschutzgebiet. Dort gibt es eine große Vielfalt. Aber selbst die Bäume dort scheinen teilweise die Hitze nicht zu vertragen und werfen die Blätter.
      Aber mal abwarten – vielleicht reagiert die Natur ja auch auf diese Extreme, wenn man sie nur mal lässt. Sie könnte widerstandsfähiger sein, wenn man nicht noch immer in weiten Teilen so eingreifen würde. Schließlich hat das Leben schon einiges überstanden. – Meteoriten-Einschläge, Eiszeiten, Dürren, Hitzewellen,… 🙂 Und einen Teil des Mülls haben wir auch bereits weggeräumt. Demnächst findet wieder der Rhinecleanup statt und ich denke, da werden die „Kollegen“ aus Nackenheim auch im Flussbett sammeln. Obwohl man auch da vorsichtig sein muss: In Mainz haben sie letztens größere Mengen Weltkriegsmunition im trocknen Flussbett gefunden.

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      • Ui, ja, da kommt so einiges zu Tage. Ich hoffe auch, daß sich die Natur anpaßt. Das tut sie ja sowieso, aber wie du schon sagst, daß man ihr dafür auch Zeit und Raum gibt. Wenn ich höre, daß man in Sachsen nach dem Feuer schon wieder aufforsten und Totholz aus dem Wald beseitigen möchte, geht das für mich genau in die falsche Richtung. Läßt man die Natur machen, wird dort schon das „Richtige“ wachsen. So wie damals im Bayrischen Wald, als der Borkenkäfer so viel vernichtet hat und heute? Siehts wieder schön aus. Hoffen wir auf das Beste. Viel Erfolg beim Aufräumtag 🙂

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  2. Heute Nacht hat es geregnet…ich schick mal ein wenig davon den Rhein hinunter 😉
    und die Felge…die sieht trotz “ gehört nicht dahin“ einfach super gut aus. Wäre es nicht der Rhein, sondern das rote Meer, hätte ich jetzt gesagt, das ist ein Wagenrad eines ägyptischen Streitwagens :-))

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