Der Zweite Weltkrieg kostete über 60 Millionen Menschen das Leben!

Vom äußeren und inneren Frieden

Wir haben nur wenig Einfluss auf den äußeren Frieden. Aber sehr großen auf unseren inneren!

Ganz ohne Zweifel: Die Ereignisse sind schlimm und katastrophal. Dass im 21. Jahrhundert noch immer nicht alle aus unendlichen Kriegen etwas gelernt haben, ist schlimm und unglaublich. Das gilt übrigens auch u.a. für den Syrien-Krieg. Nur dass hier die Europäer weitgehend nicht so hilfsbereit für Flüchtlinge waren… Aber das ist ein anderes Thema.

Natürlich macht die Entwicklung Angst. Man fühlt mit den Menschen vor Ort, sieht die Bilder und macht sich Sorgen um die Zukunft.
Sehr schnell jedoch kommt man in eine Spirale. So ging es mir zumindest in den letzten Tagen. Hier die Entwicklungen verfolgt, dort vom Dritten Weltkrieg gelesen, von atomarer Verseuchung.
Man sieht sich vorm Geistigen Auge am Ende selbst kämpfen oder gar als Flüchtling, und das haut einen wirklich aus der Bahn. Die Berichterstattung lässt nichts anderes zu, auch jetzt – wie zu Corona-Zeiten – Leserfang mit Horror-Schlagzeilen, hinter denen am Ende nur Mutmaßungen stecken. Und im Zweifel 1,99 Euro zum Lesen des Artikels. So macht man Auflage, generiert Klicks und schafft Einschaltquoten mit der Angst.

Ich bin ja von früher schon ein bisschen vorgeschädigt, was Angst- und Panikattacken angeht. Und ich kann euch sagen – bei mir ging die Post ab.
Bis ich die alte „Peter-Lustig-Regel“ beherzigt habe. Kennt ihr die?
Er sagte immer am Ende der Sendung „Löwenzahn“ seinen bekannten Spruch: „Und jetzt: Abschalten!“

Ja, ich habe mich fürs Nachrichtenfasten entschieden. Mehr noch, ich habe mich dafür entschieden mir etwas Lustiges anzuschauen. Und zwar nicht, weil ich nicht mit den Ukrainern (und übrigens auch den belogenen russischen Soldaten) mitleiden würde.
Nein, ich tat es zum Selbstschutz und zur Selbstfürsorge. Das ist nämlich wichtig! Wenn man die Medien schaut, wird man von Brennpunkten zur besten Sendezeit nur so überhäuft.
Die Fastnachtssitzungen wurden dieses Jahr gar nicht gezeigt. Warum? – Man hätte sie auf einen Spartenkanal legen können für alle, die auch empathisch sind, aber einfach mal was zur Aufmunterung gebraucht hätten. Dafür hat man nach dem Brennpunkt die blutigsten, brutalsten Krimis gebracht.
Was will man damit bezwecken? Etwa, dass wir nun nach den Corona-Brennpunkten mit ebenfalls mangelhaftem TV-Programm endgültig in die Depression verfallen? Wird es dadurch friedlicher? Ich glaube kaum!

Meine Konsequenz ist klar: Wenn dieser Diktator schon Unfrieden in der Welt schafft, dann lasse ich es definitiv nicht zu, dass sein Handeln auch noch meinen inneren Frieden stört, meine Nächte mit Träumen oder meine Tage mit Ängsten.


Ich meide Nachrichten, informiere mich nur einmal pro Tag kurz. Und nur im Radio, ohne Bilder!
Ich höre Musik – jawohl!
Ich sehe das kleine Glück und fokussiere mich auf die positiven Dinge.
Ich schaue lustige Filme und Serien, mangels Angebot im TV dann eben online.
Ich zeichne ein bisschen, baue und bin kreativ tätig.
Ich meditiere jeden Tag und mache Yoga.
Ich gehe raus in die Natur und beobachte das Frühlingserwachen.

Mauerbiene

Mauerbiene

 

Und das hier ist mein kleines Kunstprojekt. Arbeitstitel: Bienenbaum…

Bienenbaum

Am Ende ist es wie mit dem Winter: Er kann noch so bedrückend und bedrohlich sein, nach ihm kommt der Frühling kommt, die Bienen summen, die Vögel singen und nisten, die Sonne scheint…
Dann ist der Winter Geschichte. Und so ist es auch mit Dikatoren und Kriegen. Sie werden verschwinden!
Und so lange sie da sind leiste ich Widerstand, indem ich sie zwar wahrnehme und mich gegen sie postitioniere, indem ich spende und vielleicht auch bei der Flüchtlingshilfe unterstütze.

Doch eines lasse ich nicht zu: Dass sie mein Leben bestimmen und verändern, mich krank machen! Das ist es nämlich defitiniv nicht wert!

12 Gedanken zu “Vom äußeren und inneren Frieden

  1. Es kommt wohl auf die Dosis an.
    Einige verschliessen sich völlig, „feiern Party“. Das kann es auch nicht sein.

    Der Druck der ersten Tage war enorm (für mich), zum einen durch die Masse an Horormeldungen, zum anderen durch die Ausschliesslichkeit der Meldungen.
    Jetzt informiere ich mich auch nur ab und an am einzelnen Tag.
    Das Gefühl aber, was bleibt, trotz gehörnter Mauerbienen, Sonne und Bienen, ist, daß unsere Welt ein recht ungastlicher Ort geworden ist.

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    • Ja, absolut. Sich völlig verschließen geht nicht, aber wie du schon schreibst: Die Dosis machts. Für mich war auch der Druck der ersten Tage sehr groß. Vor allem, da mit Horromeldungen und ganz vielen Spekulationen Angst verbreitet wurde. Und dies in Dauerberieselung, Brennpunkten und überall Hinweisen. Man braucht Ruhephasen, um solche stressigen Situationen verarbeiten zu können. Aber die bekommt man nicht, wenn man die Medien nutzt, hier wird man reizüberflutet. Deshalb tut es mir sehr gut, mal abzuschalten.
      Und leider hast du auch damit recht: Die Welt ist recht ungastlich geworden. Das einzige, was mir Hoffnung macht, ist die große Welle der Hilfsbereitschaft und Solidarität. Und die vielen Friedensdemos. Zumindest scheint die Zivilgesellschaft in vielen Staaten aus der Geschichte gelernt zu haben, und stellt sich nun offen gegen den Krieg. Bleibt zu hoffen, dass dieser Wahnsinn sehr bald ein Ende hat. Und so lange ist es auch wichtig, dass wir uns selbst schützen, sehr umsichtig mit der Nachrichtenflut umgehen, um somit nicht selbst noch psychischen Schaden zu nehmen.

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      • Psychischer Schaden?! Das kann recht schnell geschehen, wenn man vorbelastet ist.
        Ich bin seit frühester Kindheit empfindlich für Ängste.

        Reizüberflutung bringt wenig. Da man auch – grundsätzlich – mit Desinformation oder halber bzw. nicht sauber rübergebrachter Information konfrontiert wird, kann man eh kein klares Bild entwickeln.

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      • Ja, da hast du absolut recht. Ich bin auch empfänglich für Ängste. Und ich finde vor allem die Art der Information – reißerisch, wie du schreibst halb oder nicht sauber rübergebracht – als sehr belastend. Man verursacht gezielt Angst, damit man möglichst oft die Websites der einzelnen Zeitungen aufruft – jeder Klick bringt Geld – oder eben möglichst oft die gedruckte Ausgabe kauft,… Möglichst uneindeutige, reißerische Schlagzeilen mit Mutmaßungen und Meinungen unzähliger „Fachleute“, die spekulieren. Das hat man schon bei der Corona-Pandemie gesehen und in den letzten Jahren habe ich das zunehmend grundsätzlich in den Medien wahrgenommen. Dieses Spiel mit der Angst oder der Wut. Und die Spekulation.

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  2. danke für deinen klugen text. ich halte es genau so wie du. abstand halten.
    im moment gibt es sehr viele kleine und große gruppen, die hilfen für die
    menschen in der ukraine (und auch anderswo) organisieren. ich habe auch
    schon dinge gespendet, die angefragt wurden.
    ich wünsche dir, dass du in deiner kraft und zuversicht bleibst und eine
    schöne zeit in der natur auch, das ist ganz wichtig, sehe ich auch so.
    alles liebe und liebe grüße aus berlin, also von mir. 🙂 ❤

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