Frohe Weihnachten

So, da bin ich wieder, und wünsche euch ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest. Eine ordentliche Portion Besinnlichkeit habe ich in dieser Woche ohne Medienkonsum bereits erfahren. Und gefehlt hat mir nichts. Ich informiere mich ausreichend, auf Angst- und Panikmache in Dauerberieselung kann ich durchaus verzichten. So habe ich die Zeit genutzt, um etwas Positives zu tun, zu hören und zu sehen. Ich habe im Garten gearbeitet, etwas Neues ausprobiert, die Natur beobachtet. Und ich habe ein tolles Buch gelesen – über ein Tier, das mit den Fühlern riecht, mit den Flügeln hört und den Beinen schmeckt. Seine Artengruppe flog schon um die Nase des Tyrannosaurus Rex. Sie existiert schon seit 300 Millionen Jahren. Und man sagt dem einzelnen Tier nach, dass es mit nur einem Flügelschlag etwas Großes auslösen kann.

Ja, ein Schmetterling könnte eine Kettenreaktion auslösen, durch die anderswo ein Tornado entsteht. Diese Vorstellung ist zumindest Teil vieler Wissenschaftsbereiche und trägt auch den Namen Schmetterlingseffekt. Eine spannende Theorie, durch diese klar wird, dass jeder von uns durch eine noch so kleine positive (und negative) Änderung seines Verhaltens an der passenden Stelle am Ende etwas ganz Großes bewirken könnte.

Darum ging es in dem Buch „Besonders: Schmetterlinge“ von Michael Altmoos aber nicht. Es handelt vielmehr von der Lebensweise der Tiere, von Nacht- und Tagfaltern, ihren verblüffenden Fähigkeiten, ihren wichtigen Funktionen in den Ökosystemen, ihren Lebensräumen, Fraß- und Nektarpflanzen. Es handelt auch von ihren Bedrohungen. Wie der Autor es ausdrückt: Unter den Schmetterlingen gäbe es zwar auch „Kleiderfresser, Erntevernichter, Vorratsschädlinge, Mensch-ärgere-dich-doch“ Aber die überwältigende Mehrheit sei uns Menschen genehm. „Zwar fressen Raupen an Pflanzen. Diese und ihr einst stolzer Gärtner sind dann beide wahrlich angefressen. Doch ganze Bestände werden selten vernichtet. Und was ist überhaupt ein Schädling? – Ein Blick in den Spiegel: Oh je, wir Menschen zerstören ja selbst viel, bewusst – unbewusst?“
Mit Fakten, Wortwitz und unterhaltsamen Geschichten, wie dem „Tagebuch eines Tagpfauenauges“ oder dem „Interview mit einem Federgeistchen“ macht der Autor richtig Lust auf die Schmetterlinge. Er bringt sie dem Leser näher, vermittelt ihren Zauber und ihre Lebensweise. Denn, wie er selbst schreibt: „Berühren Sie sitzende Falter einmal ganz vorsichtig und sanft. Wer berühren kann, wird leichter berührt. So fängt Schmetterlingsschutz an.“ Und dazu bietet er auch jede Menge Infos, denn er beschreibt, wie man schmetterlingsfreundliche Bereiche einrichten kann, was es zu beachten gibt, liefert Pflanzlisten. Dabei behält er auch das große Ganze im Auge und wirft somit einen Blick über die flatternden Wesen hinaus, auf die Vogel- und Pflanzenwelt. Denn: Alles hängt zusammen!

Distelfalter

Auch wir hängen zusammen und sollten uns überlegen, wie wir uns nach der Pandemie noch in die Augen blicken wollen – angesichts solcher Gräben, die beiderseits ausgehoben werden. Das Fest der Besinnlichkeit könnte auch die Zeit der Besinnung werden. Besinnen wir uns auf unsere gemeinsamen Werte, Interessen, aber auch auf unsere Verantwortung. – Zum Wohle des Personals auf den Intensivstationen genauso wie zum Wohle der Freiheitsrechte aller, und der psychischen Gesundheit vieler. Weder Angst noch Wut werden dieses Problem lösen – nur Zusammenhalt, Rücksicht und zusammen sprechen kann eine Lösung sein. Eine Teilung der Gesellschaft ist für beide Seiten nicht sinnvoll und darf keine Option werden.

Und schon ist es wieder da – das Thema mit dem großen C.

Ein ganz anderes C durfte ich bei meinen ersten Versuchen mit der Ukulele kennenlernen. Einen C-Akkord und einen F-Akkord übe ich nun. Ich finde den Klang der kleinen Gitarre sehr schön und es ist mein erster Kontakt zu einem solchen Instrument. Keyboard spielte ich früher schon mal, aber so ein hölzernes Teil mit Saiten hat einen ganz besonderen Klang. Musik ist was Tolles und ich denke, hier werde ich weiter üben. Weg vom Corona-Blues, hin zu Südsee-Klängen… 😊

Einen Hauch Exotik bot farblich auch meine Wildtierkamera. Die habe ich nämlich an der Futterstelle aufgehängt und dort habe ich einiges eingefangen. Sogar fliegende Eichhörnchen. Schaut selbst:

Bergfink
Einen Bergfink
Buntspecht
Einen Buntspecht
Grünfink
Einen Grünfink
Blaumeise
Ne Blaumeise
Rotkehlchen
Ein Rotkehlchen
Kohlmeise
Ne Kohlmeise
Staren-Truppe
Eine Staren-Truppe
Zaunkönig
Auch der Adel war vertreten 😉 Ein Zaunkönig
Elster
Eine Elster
Haussperlinge
Ein ganzer Schwarm Haussperlinge
Fliegendes Eichhörnchen
Das fliegende Eichhörnchen
Suchbild
Und hier noch ein Suchbild… 🙂 Nicht nur die Kohlmeise hat sich vor die Linse gesetzt.

Aber auch die kleinen Wunder habe ich nicht aus dem Blick gelassen.
Ist sie nicht schön – die reifbedeckte Autoscheibe? Zumindest wenn man nicht kratzen und fahren muss?

Titel

Eis auf dem Teich
Und hier das Eis auf dem Teich, das nun bei fast 10°C leider schon wieder geschmolzen ist.

9 Gedanken zu “Frohe Weihnachten

  1. Eine wunderbare Sammlung!

    Was der Schmetterling kann, können wir noch lange nicht:-)

    Zuviele sehen in der „Obrigkeit“ ein Übel, wollen aber all ihre Rechte (und noch mehr) ausüben.
    Ein Anspruchsdenken grassiert, aber bitte keinerlei Pflichten.

    So wird auch der Klimawandel nicht bewältigt werden können, wenn wir uns nicht alle zusammentun und auch mal fünf grade sein lassen.

    Das in Kürze.

    Gefällt 1 Person

    • Hallo, ja ich war selbst überrascht über eine so große Vielfalt. Der Garten liegt umgeben von Siedlungsgebiet und intensiver Landwirtschaft (Weinbau) Aber es gibt zum Glück kleine „Inseln“ zwischendrin, ein Graben mit (noch vorhandenen) Heckenstrukturen führt daran vorbei. Das bietet dann doch einigen Vogelarten einen Lebensraum.
      Ich wünsche dir einen schönen Jahresausklang und einen guten Rutsch in ein glückliches neues Jahr. Herzliche Grüße Torsten

      Gefällt 1 Person

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