Die Aliens sind da!?

Der Weltraum… Unendliche Weiten… – Nein, ich war nicht schnell mal im Orbit. Und das hier ist auch kein Raumschiff, das mit Lichtgeschwindigkeit davon rast. Allerdings war es sehr schnell, dieses kunterbunte, unbekannte Flugobjekt, das sowohl fliegen, tauchen als auch hervorragend graben kann. Ein Alien unter uns?

Pilz

Sind sie also gelandet, die Außerirdischen? Und das an Halloween, um sich zu tarnen und somit nicht aufzufallen?

Des Rätsels Lösung gibt es später. Aber jetzt die ganze Geschichte…
Ich war mal wieder im Laubenheimer Ried unterwegs. Eigentlich wollte ich unbedingt die Zugvögel sehen, die momentan wohl regelmäßig über unsere Gemeinde fliegen, wie mir andere berichten. Ich hatte dieses Jahr bisher jedoch nur einmal das Glück einen großen Schwarm Kraniche zu sehen, hatte dann aber keine Kamera parat. Letztens erwischte ich gerade noch so diese vier Gänse, als sie dicht über mein Dachfenster flogen.

Gänse

Doch im Ried entdeckte ich heute keinen einzigen Zugvogel. Was war los? Da war etwas faul. Wohin waren sie verschwunden?
Steckten diese Unbekannten aus einer fremden Welt dahinter? Standen ganze Zugvogelschwärme auf ihrem Speiseplan, so wie bei ALF damals die Katzen?

Nur einen Flattermann entdeckte ich, alle anderen schienen stumm und versteckt in den Büschen zu bleiben. Und auch der war extrem scheu, verängstigt von den Aliens? Verdutzt sah er zu mir und suchte fluchtartig das Weite.

DSC_0424 (2)

Der Herbst zeigt überall seine vielen Farben, die Erde war feucht, aber in den Tümpeln und Seen ist der Wasserstand – trotz des relativ feuchten Sommers – noch immer recht niedrig. Wieder so ein Mysterium?

Weg

Irgendwie steht überhaupt vieles auf dem Kopf momentan – nicht nur dieses Bild: Libellen und Falter flattern noch Ende Oktober herum, paaren sich und legen Eier, wie diese hier.

Libellen paaren sich, Spiegelung im Wasser
Was ist oben und unten?

 Oben oder unten 2

Baum im Spiegel des Wassers

Dann tauchte dieses Stockentenpaar auf. Es schien deutlich entspannter. Offenbar sind Stockenten keine Option für diese unbekannten Eindringlinge. Und ich dachte, ich bekomme tatsächlich keinen einzigen Zugvogel mehr zu sehen.

Stockentenpaar

Ich ging ernüchtert wieder zurück, um an einem großen Angelweiher vorbei zu schauen. Hier war ebenso alles leer, und totenstill. Doch dann tauchte am Himmel ein Komoran auf, den ich mir u.a. erhofft hatte. Er wirkte nicht ängstlich, sondern eher wie ein Nachzügler, der sich vor dem Weiterflug noch einen Fischhappen gönnen wollte.

Komoran

Also doch keine Aliens? Alles nur Zufall? Waren die Vogelschwärme näher am Rhein gelandet, oder hatte ich sie hier knapp verpasst?

Und dann sah ich plötzlich eben dieses unbekannte Flugobjekt… Es war etwas ganz unerhofftes, das an mir vorbei raste. Es war schillernd in seinen Farben, der Ruf war sehr hell und eindringlich. Und es war natürlich kein Alien. 😉

Fliegender Eisvogel

Ich wusste, dass seine Art hier an dem Fischweiher vorkommt. Aber ich wusste auch, dass ich ihn bisher nicht wirklich fotografieren konnte, da er immer viel zu schnell wieder im Geäst verschwunden war. Doch dann saß er tatsächlich da, im unscheinbaren Gestrüpp am Ufer.

Eisvogel im Gestrüpp sitzend

Der Eisvogel, dieses wunderschöne und faszinierende Wesen, hatte es nun zugelassen, dass ich ihn vor die Linse bekam. Wenn auch etwas unscharf, weil weit entfernt…

Und mir wurde mal wieder klar, wie wichtig es ist, nicht mit Scheuklappen durchs Leben zu laufen, wenn man nach etwas Bestimmtem Ausschau hält. Findet man es nicht, heißt das keineswegs, dass man nichts anderes, noch Schöneres finden kann, wenn man nur offen dafür ist. Und es kann einfach die falsche Zeit sein, das Gesuchte zu finden – aber die richtige um das zu finden, was man nicht gesucht hatte.

Ja, ich denke, es gibt für die meisten Situationen einen ganz individuellen „Eisvogel“, der einem vor die Linse flattert, wenn sich etwas anderes einfach nicht offenbaren will. Und ich glaube, um glücklich zu werden ist es ein ganz wichtiger Bestandteil, genau diese Kunst zu beherrschen, sich nicht an einer Sache festzubeißen und alles andere drumherum auszublenden. Etwas Neues muss kein bedrohlicher, Angst auslösender Alien sein. Es kann auch die Chance sein, etwas völlig neu und anders zu sehen.

2 Gedanken zu “Die Aliens sind da!?

  1. „Ja, ich denke, es gibt für die meisten Situationen einen ganz individuellen „Eisvogel“, der einem vor die Linse flattert, wenn sich etwas anderes einfach nicht offenbaren will. Und ich glaube, um glücklich zu werden ist es ein ganz wichtiger Bestandteil, genau diese Kunst zu beherrschen, sich nicht an einer Sache festzubeißen und alles andere drumherum auszublenden. Etwas Neues muss kein bedrohlicher, Angst auslösender Alien sein. Es kann auch die Chance sein, etwas völlig neu und anders zu sehen.“

    dem ist nichts hinzuzufügen. – – – doch, etwas schon: herzlichen glückwunsch zu deinem schönen eisvogel!

    Gefällt 1 Person

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