Heute war was los…

Summende Spatzen und ein Blick in die Röhre… Heute gabs wirklich was zu sehen hier.

Zuerst entdeckte ich die Hummeln im Titelbild. Und zwar nicht irgendwo in einem Hummel-Nistkasten, sondern in meinem „Spatzen-Reihenhaus“. Offenbar hat sich dort eine Königin nieder gelassen und ein Volk gegründet. Wenn ich die Tür des Gartenhäusschens, an dem der Nistkasten angebracht ist, etwas kräftiger schließe, summt es ordentlich aus dem Volk. Die Queen ist offenbar „not amused“. Daher lasse ich es besser bleiben. Hummeln sind zwar nicht aggressiv, aber man will sie ja auch nicht stören.

Hummelnest am Eingang
Du kommst hier net rein… :o)
Blaue Pollenhöschen
Außer du trägst blaue Pollenhöschen, dann gehts… 😉

Ja, aber das war heute nicht alles. Auch ein Blick in die Röhre offenbarte einiges.
Dieses Jahr scheinen Brutzeit und -dauer sehr varriiert zu haben, da es kühl und nass war. Und wir waren einige Zeit wirklich sehr besorgt um unsere kleinen bedrohten und gefiederten Freunde. Die Wildkamera hat die Steinkäuze nicht mehr aufgenommen und wir haben sie auch nicht gesehen. Dabei ist jetzt eigentlich die Zeit, in der die Tiere bald ausfliegen. Also kam ein Beringer des NABU vorbei und sah nach der Brut. Und – siehe da… Das Brutpaar ist keinem Sperber oder anderen Raubtier zum Opfer gefallen. Denn…

Steinkauz-Junges
Tadaaaa – ein junger Kauz

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Offenbar gab es weitere Jungtiere, die sind aber bereits ausgeflogen. Ein Blick in die zweite Röhre offenbarte nur jede Menge Spinnen. Und die dritte: Neben vielen Federn auch ein Altvogel.

Weiblicher Altvogel

Wie sich herausstellte handelte es sich dabei um das Weibchen. Denn es hatte noch den üblichen Brutfleck. Dabei handelt es sich um einen Bereich am Bauch, in dem sich das Tier die Federn ausrupft. Denn es möchte, dass die Eier in direkten Kontakt mit der Haut kommen, um dann auch ideal gewärmt werden zu können. Mit dem wärmeisolierenden Gefieder wäre das praktisch unmöglich.

Die Federn, die der Fachmann vom NABU in der dritten Röhre beim Alttier gefunden hat, stammten aber nicht von ihm. Vielmehr handelte es sich dabei um Schwarzamsel-Federn. Diese Röhre, die als Futtersilo diente, zeigt die Spezialisierung des Steinkauz-Paares: Während manche der Kleineulen sich auf Regenwürmer spezialiseren, fangen andere Mäuse, Eidechsen – oder eben auch Singvögel. Das ist deshalb besonders beeindruckend, da die Amsel fast so groß ist wieder Kauz selbst.

Euch ein schönes langes Wochenende!

2 Gedanken zu “Heute war was los…

  1. Hallo Torsten! Deine summenden Spatzen sind total süß! Unser Himmelkasten ist leider auch in diesem Jahr leer geblieben. Und auf sowas cooles wie ein Steinkauz hoffen wir nicht mal… Daher tausend Dank für schöne Fotos, so nah werde ich einem Steinkauz nie kommen.
    LG Natalia

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    • Hallo Natalia, kennst du diesen Naturfotografen, der immer mit seinem Hund unterwegs ist. Ich komme grad nicht auf den Namen. Er macht auch Natur-Dokus, ist relativ bekannt. Ich glaube er heißt Andreas Kieling. Und er hat letztens empfohlen, dass man sich auf die Suche nach einem Mäusenest begeben soll. Dieses, speziell der Kot der Tiere, zieht Hummeln magisch an und so werden Hummelkästen viel eher angenommen.
      Ja, und die Steinkauzberingung ist jedes Jahr ein Highlight hier. Diese wunderschönen Augen – einfach traumhaft finde ich. 🙂 Ich hätte auch nie gedacht, dass ich mal einen Steinkauz so nah sehen würde, bis wir letztes Jahr die erste Brut hatten. LG Torsten

      Gefällt 1 Person

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