Bachstelze

Die Bachstelze am See

Heute habe ich ein weiteres kleines Paradies um die Ecke entdeckt: Den Altrhein-Erlebnispfad bei Eich in Rheinhessen. Das Wetter spielte mit, und die Wildtiere waren auch in Foto-Stimmung. Zumindest die meisten, und besonders einer…

Der Pfad führt am Altrheinsee entlang, an dem man ein Strandbad eingerichtet hat, das im Sommer wohl gut besucht ist. – Vorausgesetzt es herrscht keine Corona-Pandemie. Rundherum befinden sich große Schilfbereiche und an den See grenzt der Elisabethsee. Dieser liegt in einem Naturschutzgebiet.

Beide Seen sind durch die Förderung von Sand und Kies entstanden und speisen sich vorwiegend aus Grundwasser.

Blick vom Strand auf den See
Blick vom Strand auf den See
Schilfgürtel und Blick auf die evangelische Kirche von Eich
Schilfgürtel und Blick auf die evangelische Kirche von Eich
Biberbiss
Am Badesee fand ich diesen abgenagten Baum. Wenn mich nicht alles täuscht war hier ein Biber am Werk. Erkennbar ist das wohl durch die Sanduhrform des Verbisses.
Vogel
Wahrscheinlich ein Bluthänfling (danke Vicky fürs Helfen bei der Bestimmung) Rund um den See wachsen sehr viele Sträucher und Bäume, in denen es zwitschert und summt.

 

Schwanzmeise
Diese Schwanzmeise konnte ich kurz sitzend fotografieren, aber dann im Abflug umso spektakulärer.

Es ging weiter zum Elisabeth-See, wo der NABU eine Beobachtungsstelle für die Vogelwelt aufgebaut hat. Dort kann man Klappen öffnen und somit mehr oder weniger „getarnt“ auf den See hinaus schauen. Und das hat sich wirklich gelohnt.

Ein Haubentaucher ganz in der Nähe
Ein Haubentaucher ganz in der Nähe
Schwalbe
Eine Schwalbe

Und dann kam der Schwan…

Schwan startet auf dem Wasser
Spektakulärer Start auf dem Wasser…
Schwan gleitet übers Wasser
Der Schwan gleitet dicht übers Wasser, um sich dann nur ein Stück weiter nieder zu lassen, das Gefieder zu pflegen und dann mal zu zeigen, wie groß er ist.

Schwan spreizt die Flügel

Schwan hat die Flügel ausgestreckt

 

Leider etwas weiter entfernt wird es kurze Zeit später dramatisch. Zwei Graugänse kriegen sich in die Federn…

Grauganskampf2

 

Grauganskampf
Der Verfolgte kann gerade noch so entkommen, ohne Federn lassen zu müssen… 😉

Und dann kommt es auch noch beinahe zu einem Zusammenstoß. Die Ente ist klar im Recht und gibt dies lautstark zu erkennen.

Hey - rechts vor links!

 

So gerne ich in der Beobachtungsstation auch übernachtet hätte. 😉 Ich musste allmählich wieder den Rückweg antreten. Denn es war ein gutes Stück zu laufen. Und auf diesem Weg kam mir gleich zwei mal Adebar vor die Linse.

Storch bei der Futtersuche
Einmal bei der Futtersuche
Storch im Nest
Und dann dieser im Nest

Am Ende entdeckte ich, dass Totholz hier dem Ordnungswahn nicht zum Opfer fällt und daher abgestorbene Stämme am Wegrand sehen bleiben. Daraus entstehen nicht nur wichtige Lebensräume, sondern auch solche bizarren und wunderschönen Gebilde.

Tothplz

 

Der Tag war wirklich ein Traum. Ich habe wieder ein schönes Stück Natur um die Ecke entdeckt und werde dort nun sicher öfters vorbeischauen.

10 Gedanken zu “Die Bachstelze am See

  1. Sehr schöner Artikel. Spiegelt die tolle Stimmung dort wieder. Ich war auch total begeistert, als ich mit meiner Familie dort war. Wir sind im Sommer gerne am Badesee und kennen die Gegend eigentlich. Aber das man vom Trubel des Badevergnügens weg direkt um die Ecke ein solch wunderbares und friedliches Stück Land entdecken kann, hat auch uns überrascht und total überwältigt 🌿🦢🦆🐟🦋🐞🐝

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    • Ja, die waren wirklich sehr kooperativ. 🙂 Leider waren die Temperaturen noch eher wie im Spätwinter. Ich hoffe, dass es bald mal ein bisschen milder wird. So langsam hätte ich auch Lust auf Frühling. Liebe Grüße und schönes Wochenende 🙂 Torsten

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    • Danke 🙂 Ja, ich habe mich heute mit jemandem vom NABU unterhalten und er meinte auch, so eine Entwicklung würde die Erfolge von Renaturierungsmaßnahmen zeigen. Es gibt also auch eine positive Entwicklung, neben den ganzen Bildern von zerstörter Natur. Das Problem ist nur, dass noch immer mehr zerstört wird, als der Natur überlassen.

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  2. Sehr schöne Fotos. Und beim Totholz-Absatz musste ich ein wenig schmunzeln. Vor einiger Zeit hat sich eine Bekannte meiner Mutter nämlich über die Unordnung im dortigen Wald beschwert. Dass dort doch mal jemand aufräumen könne, so würde man dort nämlich nur sehr ungern spazieren gehen. 😉

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    • Vielen Dank. Und zur Ordnungsliebe kenne ich leider auch einige Beispiele. Letztens las ich den Kommentar einer Bewohnerin unserer Gemeinde bei Facebook. Darin bedankte sie sich bei den Landwirten und Winzern, dass sie immer alles so schön in Ordnung halten. Da wäre alles „wie geleckt“. An die Natur denkt sie nicht – hier ist wirklich alles auf industrielle Landwirtschaft ausgerichet und Hecken werden nieder gemetzelt, abgerissen und Bäume verstümmelt. Was daran schön sein soll, kann ich nicht verstehen… 🙂

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