Das dunkle Geheimnis des Osterhasen

Bald ist wieder Ostern und in den Regalen warten schon lange Schoko-Hasen und -eier. Ostern ist das Fest des Neubeginns. Vielleicht wird es auch mal Zeit, mit Gewohnheiten zu brechen und sich die Schokohasen genauer anzuschauen. Denn sie bergen in sich ein dunkles Geheimnis. Und das ist mehr als zart-bitter oder edel-herb.

Schokolade besteht aus Kakao, Milch, Zucker und weiteren Zutaten, oft auch Palmöl. So auch die Osterhasen und -eier, aber auch die vielen Schokoriegel, Tafeln, Kugeln und was es da sonst noch so alles auf dem Markt gibt. Dass die Milch in konventioneller Schokolade garantiert nicht von glücklichen Kühen stammt – darüber können auch lila Kühe nicht hinwegtäuschen. Eine Alternative hierzu ist vegane Schokolade, die wirklich in vielen Varianten von der echten nicht zu unterscheiden ist.
Auf Palmöl sollte man zugunsten seiner eigenen Gesundheit verzichten, denn es steht im Verdacht Krebs auszulösen. Aber auch für den Klima- und Artenschutz ist die Verwendung von Palmöl eine absolute Katastrohe!

Doch das Problem ist nicht nur die Milch. Es ist der Kakao selbst. Kakaobohnen werden hauptsächlich in Westafrika angebaut. Dadurch kommen zwar einige Menschen dort in Arbeit und Lohn, was ja zunächst eine gute Sache ist. Doch all das hat einen Haken: Wir empören uns über schlechte Arbeitsbedigungen hier in Deutschland, und im Ausland unterstützen wir sie u.a. durch den Kauf von Osterhasen und Weihnachtsmännern – für unsere Kinder. Denn auf den Plantagen arbeiten auch viele Kinder unter katastrophalen Bedingungen. Sie werden Giften ausgesetzt, werden ausgebeutet und verdienen nur wenig. Gleichzeitig sorgt die Kinderarbeit dafür, dass die Menschen als Erwachsene nie wirklich eine Ausbildung machen konnten und deshalb auch dann nur als Hilfskräfte für niedrigste Löhne schuften müssen. Den Industrienationen scheint das ganz recht zu sein, denn je niedriger der Arbeitslohn, desto höher die Gewinne.

Dabei gibt es auch Alternativen: Es gibt Schokolade mit Kakao, der unter dem Fairtrade-Siegel hergestellt wurde. Auch Osterhasen habe ich schon mit diesem Siegel gesehen. Sicher kostet diese Schokolade ein wenig mehr. Das sollte es uns aber wert sein. Denn es würde ja auch keiner wollen, dass seine eigenen Kinder unter solchen Bedingungen arbeiten müssen, die man den Kindern in Afrika zumutet. Und auch selbst möchte man ja nicht im Niedriglohn-Sektor arbeiten. (der in Deutschland immer noch um Welten besser ist als diese moderne Sklaverei!)

Dann gibts halt nur einen Hasen und ein paar Schokoeier mit fair gehandelter Schokolade, während das restliche Osternest mit selbst gefärbten Bio-Eiern bestückt wird. Hier gibts zwei tolle Anleitungen.

Und wer es bunt mag…

Und auch über Ostern hinaus lohnt es sich, die Kaufgewohnheiten zu überdenken. Und Firmen wie Nestle und Co. die kalte Schulter zu zeigen. Ans Gewissen kann man hier nicht appellieren, denn wo keins ist, kann man auch keines ansprechen. Es ist nur möglich eine Änderung herbeizuführen, wenn diesen Unternehmen die Einnahmen wegbrechen. Sobald es ihnen ans Geld geht hören sie zu. Und immer wenn jemand Produkte von diesen Herstellern kauft unterstützt er ihre gängig Praxis und macht sie immer stärker.

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