Wie wertvoll ist ein Echsenleben?

Heute könnte ich natürlich über Donald berichten, der endlich zurück nach Entenhausen aufgebrochen ist. Und der hoffentlich bald den drei Panzerknackern hinter Schwedischen Gardinen Gesellschaft leisten wird, wo er hin gehört… Tatsächlich geht es aber um einen anderen komischen Vogel: Einen Star. Genau genommen mehrere Stars. Ja, es ist ein Sendungsformat, mit dem ich ohnehin nichts anfangen kann. Doch was sich RTL in  „Holt mich hier raus ich bin ein Star“ offenbar leistet, ist aus meiner Sicht an Doppelzüngigkeit und Dreistigkeit nicht so schnell zu überbieten. Außer vielleicht durch Donald…

PETA hat gerade über einen Vorfall berichtet, bei dem offenbar ein Grüner Wasseragame bei einer der Show-Einlagen eines B-Promis zu Tode gekommen ist.
Man stelle sich vor, es werden Tiere in Wasserbecken gesperrt, zusammen mit zappelnden Star-Kandidaten. Das soll eine Mutprobe sein.
Nun ist es natürlich jedem freigestellt, sich mit seinen Ängsten auseinander zu setzen. Und wenn er sich wirklich derart stressen möchte: Warum nicht?!

Doch dann soll er doch bitte Tiere aus dem Spiel lassen, die mit der ganzen Sache nichts zu tun haben. Tiere, die extrem unter Stress gesetzt werden und denen solche Mutproben absolut keinen Spaß machen.
Von mir aus kann er über heiße Kohlen gehen, gebratene Hundehaufen essen oder ohne Seil auf den Frankfurter Messeturm klettern. Doch bitte keine Mutproben auf Kosten fühlender Wesen!

RTL berichtet in seinen „Dokumentationen“ und in den Nachrichten oftmals auch von Tierquälereien in Massentierhaltungsbetrieben, bei Privatleuten oder in Versuchslaboratorien. Und hier prangert man auch durchaus Missstände an.
Nur um dann selbst das Wohl von Tieren zu gefährden, sie unter Stress zu setzen, ihren Tod billigend in Kauf zu nehmen? Wo passt das zusammen?

Wie laut wäre wohl der Aufschrei gewesen, hätte man Meerschweinchen oder kleine Kätzchen derart unter Stress gesetzt? Doch bei Echsen und Schlangen hört scheinbar das Mitgefühl auf. Fragt sich nur warum, denn auch die fühlen Angst, Schmerz und Stress, genau wie wir. Und sie sterben, wenn man sie zu großem Stress aussetzt.

Ich habe jedenfalls RTL angeschrieben und um Stellungnahme gebeten. Bisher erfolgte noch keine Antwort. Und ich vermute, es kommt eine Standard-Mail. Fragt sich nur, wo hier die Amtsveterinäre sind, denn der Dreh fand in Deutschland statt. Und hier gilt bekanntlich das Tierschutzgesetz.

Hier der vollständige Artikel von PETA.

 

3 Gedanken zu “Wie wertvoll ist ein Echsenleben?

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