Das Monster in der Küche…

Das neue Jahr ist zwar schon ein paar Tage alt, aber irgendwie plätschert es so träge vor sich hin, wie das alte endete. Dabei ist Trägheit momentan das Letzte, was wir gebrauchen können. Denn da ist ein Monster in der Küche…

Es ist noch immer viel zu unscheinbar, wird nicht wahrgenommen oder gekonnt ignoriert. Dabei ist es eigentlich nicht zu übersehen – dieses Monster. Grund genung, ihm hier mal ein Gesicht zu geben…

Unsere Ernährung frisst praktisch alles auf. Durch den Konsum tierischer Produkte, allem voran Fleisch, wird immer mehr Urwald zerstört. Dadurch sterben Arten, es verschwindet die „Grüne Lunge“ des Planeten, und ein wichtiger Klimaschützer.

Die EU gibt sich als Klima- und Umweltfreund, steckt die eigenen Ziele immer höher. Und möchte gleichzeitig ein Freihandelsabkommen mit einem verbrecherischen Regime in Brasilien abschließen. Ein solches würde dem Amazonas-Regenwald den Todesstoß geben. Die EU ist also alles andere als Klimafreundlich. Man hat sich vielmehr in ein grünes Mäntelchen gehüllt, tut so als ob, und möchte unter dem Deckmantel des freien Welthandels eines: Für europäische Auto- und Chemie-Konzerne neue Absatzmärkte erschließen.
Das dürfen wir nicht zulassen! Greenpeace hat eine Petition ins Leben gerufen. (bitte wie immer dort die Datenschutzbestimmungen beachten!)

Ich habe unterschrieben und für mich persönlich den Januar zum Startmonat einer anderen Ernährung ausgewählt.  Eine vegane Ernährung kann funktionieren, aber man muss sich gut auskennen. Da mich das Thema „Ernährung“ schon immer interessiert hat, habe ich mich nun dazu entschlossen, mich für einen Kurs zum „Veganen Ernährungsberater“ anzumelden. Gestern erhielt ich den Prämiengutschein der Bildungsprämie, wodurch der Staat einen Teil der Kosten trägt. Und nächste Woche werde ich mich anmelden.
Ich bin sehr gespannt und vielleicht schaffe ich es ja bis Ende des Jahres, mich weitgehend vegan zu ernähren.

In jedem Fall möchte ich, dass sich etwas grundlegend ändert.
Zwar kann ich nicht die Welt bewegen, aber mich selbst. 😉

 

16 Gedanken zu “Das Monster in der Küche…

  1. Das freut mich für dich! Ich erinnere mich, dass du schon einmal von dieser Ausbildung erzählt hast. Bei mir hat das Experiment „Vegane Ernährung“ nach gerade mal zwei Wochen geendet – es war einfach zu kompliziert und meine Kinder wurden skeptisch. Wir wünschen uns (ja, es ist ein zweischneidiges Schwert), dass sie Milchprodukte und Eier weiterhin essen. Vegetarier sind wir schon seit vielen Jahren.
    Jedenfalls bin ich gespannt, was du berichten wirst, denn ich bin überzeugt davon, dass vegane, regionale Bio-Ernährung das beste für (erwachsene) Menschen, Tier und Welt ist.

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    • Ja stimmt, ich hatte ein wenig gezögert. Vor allem auch, da ich so viel anderes um die Ohren hatte. Aber jetzt lege ich los. Ich glaube, eine rein vegane, ausgewogene und gesunde Ernährung ist wirklich schwierig, aber auch machbar. Ich bin mir nur noch nicht so sicher, inwieweit man diese dann auch mit einer regionalen, klimafreundlichen Ernährung kombinieren kann. Aber ich werde berichten. 🙂 Bin schon sehr gespannt auf die Ausbildung.

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  2. Ein sehr interessanter Beitrag, wobei ich selbst mich als Fleischesser nicht als Monster in der Küche sehe, auch nicht so empfinde. Denn unser Fleisch kommt weder aus Massentierhaltung, noch täglich auf den Tisch. Es fällt mir auch überhaupt nicht schwer über längere Zeit vegetarisch zu kochen und schmeckt ja auch lecker, jedoch lehne ich vegane Ernährung aus einigen plausiblen Gründen, wie alles was extrem übertrieben wird ab. Bitte nicht falsch verstehen oder mir übel nehmen, aber „das Monster“ in der Küche provozierte mich zur einfach nur ehrlichen Reaktion. 😉
    Liebe Grüße von Hanne

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    • Nein, ich denke es ist auch eher einerseits auf den Jaguar bezogen, andererseits auf das Monster, das seinen Lebensraum auffrisst. Und wenn man Fleisch oder andere tierische Produkte nicht aus der Massentierhaltung isst, ist es ja auch nicht dramatisch. Ich esse ja auch weiterhin die Eier meiner Hühner, und auf Milch/Käse werde ich wahrscheinlich auch nicht völlig verzichten können. Bisher habe ich ab und zu mal Fleisch (von Tieren auf einem Biohof) gegessen. Auch Fisch aus nachhaltiger Fischerei. Das möchte ich in Zukunft vermeiden.
      Ich bin einfach sehr neugierig darauf, wie man sich ohne Fleisch oder tierische Produkte ernähren kann. – Und vor allem gesund, ausgeglichen ernähren. Das fehlt mir nämlich bei den ganzen Ratgebern nach dem Motto: „In 30 Tagen vegan.“ Ich glaube, das ist wirklich gefährlich, wenn man es völlig ohne Hintergrund macht, und auch die Regeln nicht beachtet. Wenn ich es schaffe, ein paar Tage in der Woche am Ende ohne tierische Produkte auszukommen, ist es gut. Ich bin da auch nicht so radikal, wie es jetzt in dem Artikel vielleicht geklungen hat. 😉 LG von Torsten

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  3. Hey, voll cool, dass du dich mit dem Thema beschäftigst! Ich lebe schon seit Jahren vegan und fühle mich topfit. Meine Blutwerte (jedes Jahr wird gecheckt) bestätigen das auch 😀 Vegane Ernährung mit viel Obst, Gemüse, Vollkornprodukten und Hülsenfrüchten ist super gesund und hilft bei vielen Zivilisationskrankheiten richtig weiter. Wirklich viel falsch machen kann man meiner Meinung nach nicht und solange man sich nicht übermäßig von Fertigprodukten ernährt, klappt auch alles mit den Vitaminen und Co. Ich supplementiere z.B. nur B12.
    Ich wünsche dir sehr viel Spaß und Erfolg bei deinem Kurs und freue mich schon über deine Studien zu hören 🙂

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    • Das ist ja super, dass das so gut funktioniert. Ich hatte immer noch ein wenig Bedenken aber wenn Du sagst es geht. Speziell auch die Frage nach den Zutaten – man sieht hier ja oft auch Exotisches… Und das will ich eigentlich eher vermeiden.
      Gut, B12 muss man dann einnehmen, aber das wäre auch nicht das Problem. Ich bin schon gespannt wie es läuft mit dem Kurs. Ich möchte auch allgemein mehr über die Ernährung erfahren. Daher auch den Kurs zum Ernährungsberater. Demnächst melde ich mich an und dann gehts los. 🙂
      Vielleicht kannst Du mir das eine oder andere besonders gute Rezept empfehlen?
      LG Torsten

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  4. Oh, wow! Respekt! Ich wünsche dir nicht nur gutes Durchhalten und viel Erfolg, sondern vor allem, ganz wichtig, auch viel Freude dabei! Und dann gleich Ernährungsberater, das ist ja toll!

    Was mich an der veganen Ernährung stört – zumindest früher gestört hat, vielleicht hat sich das auch geändert? – , ist, dass oft auch auf Produkte gesetzt wird, die in tropischen Ländern angebaut werden. Lebensmittel, die mit Regenwaldzerstörung zusammenhängen, sind nicht vega (weil Tierleid, Artensterben, Lebensraumzerstörung…), auch wenn sie pflanzlich sind. Bekannteste Beispiele sind Kokospalmen-/Palmöl-/Sojaplantagen, aber auch Avocados, egal ob Bio oder nicht.

    Wie dem auch sei 🙂 An dieser Stelle kann ich einen super Kurs empfehlen, um essbare Wildpflanzen kennenzulernen, die die Ernährung mit entprechenden Fetten, Mineralien usw perfekt ergänzen. Dr. Strauß und die anderen in seinem Netzwerk bieten auch einzelne Fortbildungen an, man muß sich ja nicht gleich zur/m Fachberater*in ausbilden :-).
    https://www.ewilpa.net/dr-strauss-netzwerk-fachberaterinnen.html

    Liebe Grüße! 🙂

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    • Ja, genau. 🙂 Das waren auch die ersten Bedenken bei mir. Viele vegane Rezepte sind mit exotischen Zutaten verbunden. Und wie Du schon sagst macht es keinen Sinn, sich vegan zu ernähren, und damit dann die Regenwälder zu zerstören, und das Artensterben voran zu treiben. Ich habe die Bedenken auch in der Gruppe der Schule (ecodemy) geäußert. Und da haben mir mehrere zugesichert, dass man theoretisch auch regionale Zutaten nehmen kann. Es ist wohl so, dass bei bei veganen Rezepten auch gerne exotische Zutaten verwendet werden. Aber es wäre keine Voraussetzung. Ja, und den Ernährungsberater mache ich vor allem, da ich mich selbst viel mehr mit der Ernährung auseinandersetzen will. Also erst mal mit meiner eigenen, und dann mal schauen… 😉
      Über die Kurse von Dr. Strauß habe ich schon mal was gehört, war mir aber nie sicher. Du kannst die empfhelen? Hast Du da schon einen Kurs mitgemacht? Dann schau ich mir das in jedem Fall auch mal an. Danke für den Tipp. Das Thema interessiert mich nämlich auch sehr.
      LG 🙂

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  5. Mmh, das, was du schreibst, bestätigt leider, was ich so am Rande von veganer Ernährung mitbekomme… Für mich ist schon die Herangehensweise falsch: „Man kann auch regionale Zutaten verwenden.“ Ja, nicht „man kann auch“, sondern man sollte v.a. regionale Zutaten verwenden! Ansonsten ist es ehrlicher, im Winter, wenn es bei uns nicht viel Gemüse und Frisches gibt, mal ein freilebendes Tier zu essen.
    Wenig Tierprodukte ist das eine, aber regional ist das zweite, mindestens genauso wichtige! Sonst ist die vegane Ernährung nur auf dem Teller vegan, nicht aber in der gesamten Produktionskette. Das finde ich dann doch irgendwie heuchlerisch…

    🙂 ok, jetzt hab ich genug gemeckert! Ich will auf keinen Fall dein Vorhaben kritisieren! Es kommt ja v.a. darauf an, was man selbst macht 🙂

    Bei Dr. Strauß hab ich die Fortbildung zur Fachberaterin für Selbstversorgung mit essbaren Pflanzen gemacht. Die ist echt super! Wie die Online-Veranstaltungen sind, weiß ich nicht. Online kann ich mir das nur schwer vorstellen. Um die Arten kennenzulernen, muß man sie gezeigt bekommen.
    Aber das Wissen, das er in dem Kurs vermittelt, ist echt genial. Und wenn er anfängt, zu jeder Pflanze seine Kochrezepte zu erzählen, läuft einem das Wasser im Munde zusammen!
    Er hat sich mal mehrere Jahre lang nur von Wildpflanzen ernährt. Er weiß also wirklich, wovon er redet. Er hat das Thema also total verinnerlicht, und ist total authentisch.
    🙂 Er hat auch viele Bücher geschrieben. Ein ganz guter Einstieg!

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    • Also wenn ich mich vegan ernähre, dann werde ich auch auf regionale Produkte setzen. Sonst macht das auch für mich keinen Sinn – da hast Du recht. Ich bin ohnehin nicht der Freund von exotischen Früchten, die um die halbe Welt transportiert wurden. Maximal Orangen, aber selbst die esse ich nur sehr selten. Ich denke aber, man kann hier auch sehr viel regionales in den Speiseplan einbauen.

      Die Ausbildung klingt sehr interessant. Danke für den Tipp. Ich werde mir das mal anschauen. Online stelle ich es mir auch schwieriger vor. Man muss es ja vor sich sehen, in der Hand haben, riechen und schmecken. Also mir geht das zumindest so. Ich hatte mal einen Heilpflanzen-Kurs besucht und da war das auch wichtig, sonst wäre es sehr schwierig gewesen.
      Jedenfalls bin ich gespannt auf den veganen Kurs, für den ich mich nächste Woche anmelden werde. Und den von Dr. Strauß schaue ich mir später mal an. LG Torsten

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  6. Sehr traurig, wie Ottonormalverbraucher sich verhält – und dabei geht es doch so einfach so viel besser. Wir haben das letzte Jahr alles soweit umgestellt, dass wir fgast nur noch regional verwenden und dabei auch noch Geld sparen. Aber ganz einfach war die Umstellung nicht, denn jeder muss erst einmal eine gewisse Detektivarbeit in seinem eigenem Leben durchführen und diese Umstellung dem eigenem Bedarf und dem eigenem Lebenstil anpassen. bei uns war wirklich gut, dass wir im garten fleissig auf Selbstversorgung gemacht haben. Wir heben nun alles in grossen gefriertruhen auf. Zuerst dachte ich, der stromverbrauch wäre auch wieder eine Milchmädchenrechnung, doch dem ist nicht so, der Trick ist, man nutzt die Wärme der Gefrierschränke als Heizung! Alles in allem hat es bei uns wirklich gut funktioniert und ich bin der Meinung, wir belasten die Umwelt kaum noch, da wir auch alles up- oder recyclen und generell so umweltfreundlich wie möglich leben. Hast du meinen gestrigen Blog-Beitrag gesehen? Jetzt haben wir auch endlich herausfgefunden, wie man Hafermilch selbst macht – und das ist ein grosser Schritt hin zur Selbstversorgung, Unabhängigkeit und gut für den Umweltschutz. Das problem lässt sich also durchaus lösen – ohne dass man Einbussen machen muss. Man muss nur umorganisieren und es ist am Anfang ungewohnt.

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    • Das ist ja toll! Ja, Du hast recht, es ist sehr viel Detektivarbeit nötig, um seinen Lebensstil anzupassen und den Konsum umzustellen. Ich schau mir gleich mal den Beitrag mit der Hafermilch an, das möchte ich nämlich auch hier mal ausprobieren. Ich hatte mir schon Netze und Hafer geholt, auch schon einmal ausprobiert, aber es schmeckte sehr durchwaschsen. Allerdings habe ich nicht weiter ausprobiert, ich muss wahrscheinlich Honig oder Sirup hinzugeben und abschmecken. LG Torsten

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