Friedenslicht

Ich wünsche euch allen ein frohes, besinnliches und friedvolles Weihnachtsfest. Dazu habe ich das Friedenslicht fotografisch eingefangen. Es stammt aus der Geburtsgrotte von Jesu in Bethlehem und wird jedes Jahr von den Pfadfindern in alle Welt transportiert. Ich habe mir das Licht auch mit nach Hause genommen. Und mir dann ein paar Gedanken über den „den Frieden“ gemacht.

 

Was ist das eigentlich? Natürlich ist Frieden erst mal die Tatsache, dass keine Bomben fallen, dass keiner auf den anderen schießt oder ihn bedroht.

Frieden ist die Tatsache, dass keiner aufgrund seiner Herkunft, der Hautfarbe, des Aussehens, der sexuellen und religiösen Orientierung verfolgt oder diskriminiert wird. Diskriminiert kann man auch werden, wenn man nicht so ist wie die anderen. Oder weil die anderen einfach einen brauchen, den sie niedermachen können, um selbst besser da zu stehen und eigene Defizite zu überspielen.
Frieden ist auch die Freiheit, sich in Wort, Bild und Schrift äußern und seine Meinung frei kundtun zu können, ohne erschossen, verfolgt, eingesperrt oder bestraft zu werden. Ein Teil des Friedens ist, dass man wählen gehen kann – aber nicht muss.
Dass man das Haus verlassen kann, ohne Angst zu haben überfallen oder erschossen zu werden, das ist auch Frieden.
Frieden heißt aber auch, dass es noch Lebensgrundlagen gibt: Intakte Natur, saubere Flüsse, fruchtbare Böden, atembare Luft, lebendige Meere und Seen, Artenvielfalt und ein Klima in dem man leben kann.

Evangelische Kirche Bodenheim
Evangelische Kirche Bodenheim

 

Das Friedenslicht
Hier gabs das Friedenslicht…

Ein Großteil der Menschen auf diesem Planeten erlebt diesen Frieden nicht. (Tiere übrigens auch nicht, aber das ist ein anderes Thema…)
Wir können dankbar sein, in einem solchen friedlichen Land zu leben. In dem zwar nicht alles gut ist, aber vieles. Und diese Dankbarkeit führt auch zusätzlich zu innerem Frieden.

Kerze1

Frieden ist dabei keine Einbahnstraße. Und er beginnt nicht erst mit einem Friedensvertrag zweier Staaten, oder einer demokratischen Grundordnung.

Kerze2

 

 

 

Frieden leben wir jeden Tag – oder auch nicht. Im Zwischenmenschlichen, auf der Arbeit, im Straßenverkehr, in der Nachbarschaft, der Partnerschaft, in der Familie und unter Freunden.

Kerze

Frieden beginnt in uns selbst. Wenn wir ausgeglichen und friedlich sind, werden wir keine „Kriege“ auslösen – sei es im Kleinen oder im Großen. Wenn wir keinen Neid und keine Gier fühlen, keinen Hass und keine Vorurteile leben, wenn wir uns in unserer Haut selbst wohl fühlen. – Dann kann uns keiner unseren Frieden nehmen, und wir dann auch den anderen nicht.

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Vor einiger Zeit habe ich ja bei meiner Ausbildung zum Entspannungspädagogen einige Übungen gelernt. Dazu zählt auch die Kerzenmeditation, die ich euch hier gerne vorstellen möchte. Wenn ihr Lust habt probiert sie mal aus.
Was ihr dazu braucht ist eine Kerze. Und ein ruhiges Plätzchen 😊

Eine ganz andere Möglichkeit, Frieden zu erleben ist das Singen. Es gibt heute eine Aktion der Chöre: Den größten virtuellen Weihnachtschor Deutschlands. Ich finde, das ist eine tolle Sache und könnte als kollektives, gemeinsames Erlebnis dieser schwierigen und bedrückenden Zeit etwas entgegensetzen. Licht in die Welt bringen, so wie das Friedenslicht, und gemeinsam gegen diese trübe und neblige Suppe ankämpfen, vor der wir alle stehen. Und von der wir nicht wissen, was sie noch für uns bereit hält…

Vielleicht können wir Weihnachten in diesem Jahr nutzen, indem wir seine eigentliche Botschaft wieder aufgreifen.

Denn bei Weihnachten geht es nicht um die besten Rabatte, die tollsten Angebote, oder die schönsten Geschenke. Das erzählt man uns zwar noch immer, doch war es nie so.

Kerze4

An Weihnachten geht es um Liebe, um die Geburt des „Retters“ dieser Welt. Es geht um einen Neubeginn, um die Befreiung, die Hoffnung, das Licht und die Wärme. All dies liefert uns kein Online-Shop frei Haus und binnen 24 Stunden. Man erhält es nicht im Geschenkeladen, und es gibt auch keinen Erlebnisgutschein dafür.
Liebe, Licht und Wärme können wir uns nur selbst schenken, auch die Hoffnung. Nur wir können uns und andere befreien, können neu beginnen. Ja, wir können selbst zum Retter dieser Welt werden. Jeder einzelne von uns, mit allem was er Gutes tut – für sich selbst und für andere.

2 Gedanken zu “Friedenslicht

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