Kleine Wunder ganz groß – IV

Mit diesem weihnachtlich anmutenden Stern wünsche ich allen einen schönen ersten Advent sowie eine besinnliche und ruhige Vorweihnachtszeit. Was es mit dem Stern auf sich hat, dazu später mehr. Erst gehen wir mal in die Luft…

Das was viele momentan vermissen, ist für diese Reisenden kein Problem. Sie brauchen kein Flugzeug, keine Einreisegenehmigung, keine Schnelltests und auch keine Quarantäne. Da es mich heute mit Bauchschmerzen und Unwohlsein zu Hause hielt, hatte ich das Glück diese Wanderer zu sehen. Sie flogen fast direkt über den Garten hinterm Haus in verblüffend niedriger Höhe. Bis ich die Kamera einsatzbereit hatte, waren sie allerdings schon abgedreht und hatten sich mit einem zweiten Schwarm vereint. Ihr Flug ging Richtung Westen und ich zählte die Kraniche mal durch. Es waren 148. 🙂

148 Kraniche

Hier sieht man sie auch etwas näher betrachtet. Ich finde es verblüffend welche Höchstleistungen die Tiere vollbringen, um im Winter in den sicheren Süden zu gelangen und danach im Frühjahr auch wieder in die Brutregionen zurückkehren. Manchen unserer Spezies scheint es ja schon zu schwer zu sein, eine Maske aufzusetzen.
Ob auch Querdenker unter diesen Vögeln sind, die sagen, es gäbe gar keinen Winter? Und der Zug in den Süden wäre nur eine Propaganda der lautstarken Spatzen, die es von den Dächern pfeifen? Und dann wenn sie weg sind hier das ganze Futter auffressen?

Kraniche im Überflug

Gestern hörte ich den Vorschlag eines katholischen Geistlichen, ich meine es wäre sogar ein Bischof gewesen. Er ist der Meinung, dass ein nationaler Gedenktag für die Menschen nötig wäre,  die durch oder mit dem Virus verstorben sind. Und der soll dann angesetzt werden, sobald die ersten Impfungen beginnen.
Wann er für die über 100.000 Krebstoten pro Jahr in Deutschland einen Gedenktag einrichten möchte, für die 7 Millionen die weltweit an der Luftverschmutzung sterben oder für die zehntausenden Grippetoten in Deutschland, ließ er offen.
Ganz im Ernst: Die Infektion mit diesem Virus ist natürlich bedrohlich und wir müssen alles tun, um es einzudämmen. Doch allmählich nimmt die Berichterstattung zum Virus auch epidemische Ausmaße an, oder?

Viele sinnlose oder halbwahre Corona-Informationen überdecken alles andere, was auch wichtig wäre. Klimawandel? – In Australien brennen wieder Wälder bei teils über 40°C! Artenmord am Amazonas? – Dort wird immer noch abgeholzt! Tierquälerei und Seuchengefahr in der Massentierhaltung? – Man hat nichts aus der Entstehung der Corona-Pandemie gelernt und macht weiter wie bisher!
Man kann einfach so weitermachen, denn es gibt fast kein anderes Thema mehr in der Berichterstattung als dieses ewige „Corona-Virus“.

Das Fernsehprogramm ist auf Wiederholungs- und Trauer-Modus umgestellt und es werden düstere Prognosen gezeichnet.
Wenn es so weiter geht können wir einen Gedenktag für alle psychisch labilen Menschen einrichten, die sich von der nächsten Brücke stürzen oder in den Pflegeheimen an Einsamkeit sterben. Man könnte ja direkt meinen Angst und Traurigkeit wäre ein Heilmittel gegen das Virus. Doch ist in Wahrheit genau das Gegenteil der Fall: Angst und Trauer beeinflussen unser Immunsystem negativ und so wird eine Infektion mit krank machenden Keimen deutlich erleichtert.

Die beste Möglichkeit ist also, seinen Körper zu stärken, positive Gefühle zu fördern, sich nicht mürbe machen lassen. Und natürlich direkte Kontakte zu meiden, Masken zu tragen in entsprechenden Situationen. Und vor allem hilft mir auch eines: Raus in die Natur, nach den kleinen und großen Wundern Ausschau halten, in Kontakt mit der Welt und mit sich selbst kommen und etwas sinnstiftendes tun, was sich auch erreichen lässt.

Pilz

Was hier etwas seltsam aussieht, ist in meinem Keller gewachsen. Ich habe mal es mal wieder ausprobiert und bisher bin ich mit der Ausbeute zufrieden.

Pilz1

Lamellen sind eines der Anzeichen, ob dieses Mischwesen zwischen Pflanze und Tier genießbar ist. Poren sind soweit ich das weiß ein deutliches Zeichen, dass man besser die Finger von dem Früchtkörper lassen sollte.

Pilz2

Da ich nur wenig Ahnung von Wildpilzen habe, sammle ich keine in der Natur sondern kaufe mir von Zeit zu Zeit Zucht-Pakete. Diese packe ich dann in den Keller in ein ausgedientes Terrarium. Und dann kann ich einige Erntewellen genießen. Das hier ist zum Beispiel ein leckerer Shitake.

Ja, und nun noch zum Stern im Beitragsbild. Dabei handelt es sich um den Strunk eines Rokohls. Ich war so überrascht über dieses tolle Muster, als ich das sah und dachte mir: Das wird eines meiner kleinen Wunder hier, passend als „Weihnachtsstern“.

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