Aus zwei mach eins…

Nun ist mein Teichbau-Projekt endlich „in trockenen Tüchern“. Drei Kartuschen Kleber habe ich verbraucht, um dann festzustellen, dass der Teich einfach nicht das Wasser halten würde. Also entschied ich mich, die Verbindung zwischen dem alten und dem neuen Teich einfach aufzugeben. Um dann festzustellen, dass der neue Teich trotzdem weiterhin Wasser verlor und offenbar die neue Folie ein Leck hatte.

Zwei Wochen und ungezählte Klebe-Aktionen später habe ich nun noch einmal eine neue Folie gekauft, da das Leck an der alten nicht erkennbar war. Und jetzt ist der neue Teich dicht.

So sieht der neue Teich jetzt aus, die Folie muss ich noch abdecken, teilweise auch mit einer Böschungsmatte. Die Folie ist ein begehrter Unterschlupf für die Erdkröten. Daher lasse ich auch einen besonnten Bereich einfach unbedeckt.
So sieht der neue Teich jetzt aus, die Folie muss ich noch abdecken, teilweise auch mit einer Böschungsmatte. Die Folie ist ein begehrter Unterschlupf für die Erdkröten. Daher lasse ich auch einen besonnten Bereich einfach unbedeckt.

Momentan habe ich den alten und den neuen Teich voneinander getrennt, doch ich will noch einmal einen letzten Versuch starten. Zunächst aber habe ich jetzt erst mal eine Woche Urlaub, in der ich wieder mal die Umgebung erkunden möchte. In dieser Zeit kann sich der neue Teich entwickeln, die Pflanzen anwachsen und die Kröten haben ihre Ruhe. Denn die sitzen gerne unter der schwarzen Folie, offenbar, da es dort feucht und warm ist. Und ich musste nach dem Kröten-Unfall vor kurzem extrem aufpassen, dass ich nicht noch eine erwische. Die verletzte Kröte konnte ich übrigens wieder in die Freiheit entlassen und in der Zwischenzeit habe ich festgestellt, dass midestens drei Erkröten in meinem Garten unterwegs sind. Daher habe ich ihnen auch noch einen kleinen Unterschlupf gebaut: Ein Totholz-Stapel, ein wenig bepflanzt, wird nicht nur den Amphibien einen Lebensraum bieten, sondern auch Insekten und Eidechsen.

Ich habe neben Fichtenholz auch Stücke von Holunder, Weide und Pflaume eingesetzt, damit auch möglichst viele Insekten dort einen Platz finden. Totholz kann zum artenreichen Lebensraum werden, speichert zudem Wasser, und die Hohlräume zwischen den Hözern, die ich teilweise auch mit Sand bestückt habe, sind ein toller Rückzugsraum. Die Hölzer speichern Sonnenwärme und sind somit ein Anziehungspunkt für wärmeliebende, wechselwarme Tiere, wie z.B. Eidechsen.
Ich habe neben Fichtenholz auch Stücke von Holunder, Weide und Pflaume eingesetzt, damit auch möglichst viele Insekten dort einen Platz finden. Totholz kann zum artenreichen Lebensraum werden, speichert zudem Wasser, und die Hohlräume zwischen den Hözern, die ich teilweise auch mit Sand bestückt habe, sind ein toller Rückzugsraum. Die Hölzer speichern Sonnenwärme und sind somit ein Anziehungspunkt für wärmeliebende, wechselwarme Tiere, wie z.B. Eidechsen.

 

Es sind nun drei Teiche in meinem Garten. Zwei sind Lebensraum für meine Goldfische, der dritte bleibt den Molchen und Fröschen vorbehalten. Ich habe mir außerdem noch ein kleines Teichbecken gekauft, das ich in eine kleine Wanne aus Mauersteinen einsetzen möchte, die ich noch von einem Abriss zur Verfügung habe. Es bekommt zudem einen kleinen „Wasserfall“. Einen Bach habe ich bereits für den neuen Teich geschaffen, was ein besonderer Lebensraum für manche Wasserinsekten, aber auch für Amphibien ist. Leider ist die aktuelle Pumpe zu schwach, aber die neue werde ich in kürze einsetzen und dann kann es losgehen.

Man sieht hier ein Stück des Bachlaufs, den ich noch fertig gestalten und bepflanzen muss. Im Vordergrund ist der alte Teich zu erkennen, etwas zu dicht bewachsen vom Sumpf-Ziest. Dieser Ziest ist wild gewachsen, wuchert etwas zu stark, aber ist ein Anziehungspunkt für Falter. Dahinter sieht man den neue angelegten Teich. Und ganz im Hintergrund ist das Becken für Frösche und Molche zu erkennen.
Man sieht hier ein Stück des Bachlaufs, den ich noch fertig gestalten und bepflanzen muss. Im Vordergrund ist der alte Teich zu erkennen, etwas zu dicht bewachsen vom Sumpf-Ziest. Dieser Ziest ist wild gewachsen, wuchert etwas zu stark, aber ist ein Anziehungspunkt für Falter. Dahinter sieht man den neue angelegten Teich. Und ganz im Hintergrund ist das Becken für Frösche und Molche zu erkennen.

Gebaut habe ich den Bachlauf aus einem Reststück Teichfolie, Ziegelsteinen und Hohlräumen dazwischen. Dadurch können sich dort auch Eidechsen einnisten. Das kleine Sandarium bietet in der Erde nistenden Wespen und Wildbienen eine Nische. Und den Bachlauf werden die Kröten lieben. Das Wasser fließt in ein altes Handwaschbecken, das ich mit Mini-Rohrkolben bepflanzt habe, und von dort aus direkt in den Bachlauf.

Die enge Kombination zwischen verschiedenen extremen Lebensräumen (Wasser / Trockenmauer, Holz / Stein, Sonne / Schatten) ist eine Triebfeder für die Artenvielfalt. Wenn man auf kleinem Raum solche unterschiedliche Lebensräume schafft, findet man bald unterschiedlichste Arten in seinem Garten vor.

11 Gedanken zu “Aus zwei mach eins…

    • Ja, ich will es hoffen. 🙂 Gestern habe ich die Pumpe endlich bekommen und den Bachlauf noch ein wenig umgestaltet. An der Seite habe ich einen Hügel aus Lehm aufgeschichtet und hoffe, dass sich hier Wildbienen einnisten werden. Von oben wird noch ein kleines Dach drüber gebaut als Schutz. Ich poste demnächst mal ein paar Bilder.

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  1. Gut, dass es jetzt besser zu funktionieren scheint. Wir haben auch kein Wasser im Teich. Aber ich denke, es sickert nicht weg, sondern verdampft einfach so schnell, denn in der kalten Jahreszeit bleibt das Wasser da. Aber immerhin… 30 oder mehr Kubikmeter Wasser, dass die so schnell verdampfen, hätte ich auch nie gedacht. Holz für Insekten brauchen wir auch nicht hinzulegen, denn bei uns ist eher das Problem, dass alles ein wenig zu ökologisch ist, ganz besonders in Teichnähe. So richtig rangekommen ist zumindest in den letzten 20 Jahren wohl keiner mehr an den Teich, jedenfalls nicht näher als auf 2 – 4 Meter, denn das ist wirklich ein wildes Univerum für sich. Bäume fallen ab und an mal rein, oder zumindest sehr grosse Äste, und dann lassen wir das dann einfach liegen. Mich schockt nur manchmal, wenn man B&B-Gäste hat, die zwar alles bio haben wollen, dennoch muss der Garten total niedergeschoren und steril sein. Da bei uns alles wirklich und authentisch bio ist, wird man dann als unordentlich gescholten und einem erzählt, dass alles ordentlich sein müsste und dies eine unordentliche Sauerei ist. Echt, solche Leute denken, bio ist lediglich eine Erdbeermarlade, die man im Glas kauft, und die billig genug ist, weil sie in Ländern produziert wird, wo die Bestimmungen so locker sind, dass fast alles als bio durchgeht!

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  2. Das sieht toll aus und wie du sagst, hast du bestimmt bald eine tolle Vielfalt im Garten. Wohnst du auch sonst grün oder städtisch? Ich bin gespannt. Die diverse Totholzecke gefällt mir besonders gut. Wenn ich mal einen Garten haben sollte, werde ich daran denken.

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    • Also ich wohne eher ländlich, aber in den Gärten drumherum herrscht „Ordnung“, also große Rasenflächen, ein Nachbar lässt täglich den Mäh-Roboter über seine Grünfläche fahren. Zwar wohne ich relativ nahe am Ortsrand, aber dahinter ist weitgehend „ökologische Wüste“. Überall Weinreben oder Ackerflächen, nur sehr wenig Platz für Natur. Deshalb ist es umso überraschender, wie sich die Natur ihre Räume zurürck erobert und Tiere oder Pflanzen plötzlich aus dem Nichts auftauchen. Ich denke, die Erdkröten werden den Totholzstapel lieben, und auch den Bauchlauf, den ich jetzt endlich mal fertig gestaltet habe. Mal sehen was noch alles auftaucht. 🙂

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      • Oje, der mäht täglich? Du meine Güte! Es gibt also immer noch Steigerungen. Es ist wirklich erstaunlich, wie schnell solche kleinen Oasen die Tierwelt anziehen, besonders in diesen ökologischen Wüsten. Man kann nur hoffen, daß die eigene Leidenschaft den einen oder anderen Nachbarn ansteckt. Irgendwann muß es den Leuten ja mal dämmern, was Natur eigentlich ist. Jedenfalls keine sterilen Grünflächen. Da wird sich bei dir bestimmt noch einiges tun 🙂

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      • Ja, ich denke auch dass sich das Bewusstsein wandelt. Obwohl ich es mir bei manchen Nachbarn bei uns hier nicht vorstellen kann. Aber gut, es reicht ja schon wenn es einige sind, die aus ihren Gärten wieder Lebensräume machen. 🙂

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      • Man möchte ja immer einen schnellen, sofortigen Wandel haben, aber ich glaube, wir brauchen Geduld. Immerhin begegnet mir inzwischen bei vielen Leuten das Wissen um die verschwindenden Bienen und Schmetterlinge, es gibt häufig Saattütchen, auch wenn das nur ein kleiner Anfang ist. Aber das Bewußtsein ist wichtig und ich denke, da tut sich was. So laaangsaaam 😉

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