Wildbiene am Anis-Ysop

Neues von der Trockenmauer

Heute gibt es Neues zu meinem Trockenmauer-Projekt am Bachlauf. Da ich auf den Kleber für die Teichfolie warten musste, habe ich gestern aus alten Ziegelsteinen die Trockenmauer mitsamt Sandarium neben dem Bachlauf gebaut. Ich hoffe, sie wird sich so gut entwickeln wie das vertikale Beet an dem Fichten-Stamm. Das blüht nämlich seit einigen Wochen.

Vertikales Beet blüht - Der Thymian ist schon teilweise abgeblpht, die Glockenblume ebenso, die Fetthenne beginnt gerade erst. Und oben wachsen Anis-Ysop-Pflanzen.
Das vertikale Beet blüht seit einigen Wochen. Der Thymian ist schon teilweise abgeblüht, die Glockenblume ebenso, die Fetthenne beginnt gerade erst. Und oben wachsen Anis-Ysop-Pflanzen. Auf die fliegen Wild- und Honigbienen mit Vorliebe. Und auch die Blätter riechen gut. Man kann aus ihnen leckeren Tee herstellen.

 

Vertikales Beet mit Insektenhotel
Auch das Insektenhotel am vertikalen Beet wird gut genutzt. Die untere „Wabe“ ist praktsich komplett ausgebucht.

 

Trockenmauer und Sandarium
Und so sieht die Trockenmauer am Bauchlauf aus. Ein paar Äste muss ich im Herbst noch zurückschneiden, damit sie genügend Sonne bekommt. Nebenan werde ich demnächst noch einen Totholz-Stapel anlegen, da ich noch größere Mengen Fichtenholz von der leider nötigen Fäll-Aktion übrig habe. Und Totholz ist ja ein ganz wichtiger Lebensraum. Die Deutsche Wildtier-Stiftung gibt hier einen interessanten Überblick.

Ich habe die Trockenmauer folgendermaßen aufgebaut:
Erst habe ich die unteren zwei Schichten Steine aufgestapelt. In die Mitte habe ich eine etwa 10 Zentimeter hohe Schicht Sand eingefüllt.
Darauf habe ich ein paar größere Stücke Bauschutt und gebrochene Ziegelsteine aufgestapelt, etwa 30 Zentimeter hoch. Dabei habe ich darauf geachtet, dass hier Hohlräume entstehen, damit Bewohner wie Eidechsen sowohl zwischen den Ziegelsteinen hindurch kommen, wie in das Innere der Mauer.

Das Sandarium mit Lehm-Steinwand
Das Sandarium mit Lehm-Steilwand

Hier erkennt man auch zwei weitere Komponenten der Trockenmauer.
Oben ist das Sandarium zu sehen. Auf den in der Mauer aufgeschichteten Bauschutt habe ich fünf dickere Ziegelsteine flach eingebracht. Die Zwischenräume hier habe ich mit Lehmboden verschlossen, den ich beim Aushub des Teichs zu Tage gefördert habe.
Dann habe ich rundherum mit zwei Schichten Ziegelsteinen einen Rand erstellt und die Mitte mit einem Sand-Lehmboden-Gemisch befüllt. Hier können dann Sand-Bienen und -Wespen ihre Eier ablegen. Auch Eidechsen mögen solche Sandflächen sehr gerne. Vielleicht kommen noch eine oder zwei Schichten Ziegelsteine auf die Umrandung und ich befülle den Bereich mit weiterem Sand, da der Sand schon 30-40 Zentimeter Höhe haben sollte. Links erkennt man zwei frisch gepflanzte Mauerpfeffer.
Die zweite Komponente der Trockenmauer ist hier nur im Ansatz zu sehen: Der Ziegelstein mit den Löchern ist noch nicht fertig. Ich werde ihn mit geeignetem Löss befüllen, damit eine Steilwand-Nisthilfe daraus entstehen kann. Hierzu kommen dann auch weitere solcher Steine zum Einsatz.

Und am Montag geht es dann auch weiter mit dem Teichkleber. Ich hoffe, er ist am Ende auch dicht… 🙂

 

6 Gedanken zu “Neues von der Trockenmauer

  1. Deine Vertikalbeete finde ich super, aber leider finde ich in deinem Blog nicht den Weg zu einem Artikel, wo du sie gebaut bzw. vorgestellt hast. Könntest du nicht einen Tag setzen oder einen Link dorthin? Ich würde mich freuen, das lesen zu können.

    Gefällt 2 Personen

  2. Ach, wie schön sich die Vertikalbeete entwickelt haben! Cool! Ihre Trockenmauer ist sehr inspirierend, aber nun schaue ich mir Ihre Fotos an und grüble… Unser Garten ist nicht schattig, ganz im Gegenteil. Ist eine Trockenmauer trotzdem denkbar? In der prallen Sonne? Bei uns ist alles in der prallen Sonne…
    LG Natalia

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    • Hallo Natalia, ja die Beete haben sich wirklich verblüffend entwickelt. 🙂 Damit hatte ich so gar nicht gerechnet. Und sie sind ein Anziehungspunkt für Insekten, speziell durch die Glockenblumen, den Thymian und den Borretsch.
      Also eine Trockenmauer in der prallen Sonne ist in jedem Fall machbar und auch sinnvoll. Die Bilder von meiner Mauer wirken hier schattig, aber die Mauer bekommt im Sommer etwa 4 Stunden Sonne. Das könnte sogar etwas zu wenig sein, deshalb werde ich die Blutpflaume im Herbst ein wenig zurück schneiden. Also je sonniger eine Trockenmauer ist, desto besser ist es. Dadurch heizen sich die Steine auf, das zieht dann Eidechsen oder Blindschleichen an, da sie wechselwarme Tiere sind und nachts von der Wämre dann noch profitieren. Was man auch in dem Bereich der Trockenmauer einbringen kann sind Hölzer. Die speichern auch zusätzlich Wärme. LG Torsten

      Gefällt 1 Person

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