Hummel auf Distelblüte

Wenn die Hummel bissig wird…

Ja, richtig gelesen: Die Hummel wird bissig! Und das ganz besonders in Zeiten des Klimawandels. Wenn sie keinen Pollen findet, kennt sie offenbar nichts. Sie beißt dann kurzerhand in die Pflanze. Und dadurch entsteht etwas Erstaunliches!

Der Klimawandel sorgt immer mehr für Anomalien auch bei der Produktion von Pollen. Pflanzen blühen schlagartig und intensiv, sind so dadurch aber auch schneller abgeblüht. Und die Insekten schauen dann blöd aus der Röhre. Ein Gleichgewicht, das über Jahrmillionen vorherrschte, verändert sich nun binnen weniger Jahrzehnte. Blütensaison und Insektenleben verlieren zunehmend ihre Synchronität.

Doch da macht die Hummel nicht mit. Das Insekt, das der Physik bereits jeden Tag ein Schnippchen schlägt und tatsächlich fliegt, scheint auch mit der Biologie so ihre Erfahrungen zu haben. Denn wenn ihr nun Blühpflanzen fehlen, beißt sie kurzerhand in die Pflanze, die blühen soll. Und die beginnt dadurch offenbar deutlich schneller, Blüten auszubilden.
Angeknabbern und Kneifen scheinen sie zu stimulieren und Tomaten blühen laut Versuch bis zu 30 Tage früher, wenn ihnen die Hummel mal so richtig in die Blätter beißt. Die kann auch gerne mal bei meinen Tomaten-Pflanzen vorbeikommen. Eine trägt zwar schon kleine Früchtchen, aber der große Rest beginnt erst zögerlich zu blühen.

Aber das nur nebenbei – es geht ja um die Hummel. Hier zunächst das Video zum Thema:

Und wer den ganzen Artikel lesen möchte, der hat bei der ETH Zürich (Eidgenössisch Technische Hochschule) die Gelegenheit dazu.

3 Gedanken zu “Wenn die Hummel bissig wird…

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