Ein Blick in die Ferne – ein Blick in die Nähe

Heute gings hoch hinaus. – Soweit dies in meinem Wohnort möglich ist. Neben einem phänomenalen Ausblick, u.a. auf die Frankfurter Skyline, bot das Gebiet auch einen tollen Einblick in die Natur. Denn mitten in den Weinbergen, die ja nicht unbedingt durch ihre natürliche Vielfalt bestechen, sondern eher durch Monokultur, liegt ein Kleinod. Dort finden nicht nur Rebhühner und andere Vögel einen Lebensraum, auch Insekten und Kleinsäuger finden Nahrung. Und damit das Gebiet als Biotop wertvoll bleibt, gibt es tierische Helfer…

Doch dazu später mehr. Auf dem Weg zu diesem Kleinod gab es auch ein paar schöne Ausblicke.

Der Turm der katholischen Kirche von Bodenheim
Der Turm der katholischen Kirche von Bodenheim
Je näher man dem Gebiet kommt, desto mehr Blühpflanzen entdeckt man. Und wo die sind, sind meist auch die Insekten nicht weit, wie dieser Schachbrettfalter hier auf der Distelblüte.
Je näher man dem Gebiet kommt, desto mehr Blühpflanzen entdeckt man am Wegrand. Und wo die sind, sind meist auch die Insekten nicht weit, wie dieser Schachbrettfalter hier auf der Distelblüte.
Weißling
Das hier scheint ein Weißling zu sein, vielleicht ein Kohlweißling? So sicher bin ich mir da noch nicht…
Blüte hart umkämpft
Nicht immer gehts so harmonisch zu, wie bei dem Falter. Hier kommt die Wespe der Dunklen Erdhummel wohl zu nah.
Blüte hart umkämpft
Am Ende gehts aber doch friedlich aus und die Wespe (es könnte eine Mörtelwespe sein) legt sich nicht mit dem dicken Brummer an. Der Käfer oben bleibt schön im Hintergrund und denkt sich wohl: Streiten sich zwei, freut sich der Dritte…
Und dann am Boden ein Loch. Und heraus schauen einige Ameisen. Ich habe im Naturführer nachgeschaut und war erschrocken, wie viele Arten dort aufgeführt sind. Noch schwanke ich zwischen der Blutroten Raubameise und der Roten Waldameise. Da es hier aber keinen Wald gibt, würde ich zur ersten tendieren. Und die ist gar nicht zimperlich. Sie überfällt andere Ameisenvölker, stiehlt die Puppen und verklavt diese dann. - Also klare Anwärter für die "Achse des Bösen"... ;-)
Und dann am Boden ein Loch. Und heraus schauen einige Ameisen. Ich habe im Naturführer nachgeschaut und war erschrocken, wie viele Arten dort aufgeführt sind. Noch schwanke ich zwischen der Blutroten Raubameise und der Roten Waldameise. Da es hier aber keinen Wald gibt, würde ich zur ersten tendieren. Und die ist gar nicht zimperlich. Sie überfällt andere Ameisenvölker, stiehlt die Puppen und verklavt diese dann. – Also klare Anwärter für die „Achse des Bösen“… 😉 Na wenn das mal der Trump hört… Der macht sie glatt zu seiner persönlichen Eingreiftruppe.
Ein Stück weiter fand ich dann Müll in der Landschaft, wollte ihn mitnehmen und legte das hier frei. Ameisen, versuchten, ihren Nachwuchs in Sicherheit zu bringen und ihn zu verteidigen. Das war nicht nötig, denn ausnahmsweise legte ich den Müll vorsichtig zurück.
Ein Stück weiter fand ich dann Müll in der Landschaft, wollte ihn mitnehmen und legte das hier frei: Ameisen versuchten, ihren Nachwuchs in Sicherheit zu bringen und ihn zu verteidigen. Das war nicht nötig, denn ausnahmsweise legte ich den Müll wieder vorsichtig zurück in die Natur.
Dohle
In einem Kirschbaum (mit wirklich sehr leckeren Kirschen) sah ich dann eine ganze Gruppe Krähenvögel. Und dann auch junge Dohlen. Diese hier war sehr fotogen…
Sie putzte sich...
Sie putzte sich…
Dohle
…und folgte aber dann doch…
Dohle
…dem Signal der anderen.
AuAuch diese beiden kleinen hoben kurz nach dem Foto ab.
Auch diese beiden Kleinen hoben kurz nach dem Foto ab.

Ich kann gar nicht verstehen, wieso Krähenvögel so ungeliebt sind. Es sind sehr schöne Tiere, sie sind sehr sozial und auch noch intelligent. Es gibt Rabenvögel, die in der Lage sind, Milchflaschen zu öffnen. Andere werfen Nüsse auf die Straße, damit ein Auto drüber fährt und sie somit an den Inhalt kommen.
Auch der Nabu hat einige sehr interessante Fakten über sie zusammengestellt.
Man wirft ihnen vor, dass sie am Rückgang der Singvögel beteiligt sind, da sie ab und zu Nester ausrauben und auch kleinere Vögel erbeuten. Doch geschieht dies nur ab und zu, denn ihr Speiseplan sieht anders aus. Eichhörnchen rauben auch Nester aus, die sind aber nicht gehasst. Und wenn ja wohl jemand am Rückgang der Vogelbestände die größte Schuld trägt, dann ist das vor allem der Mensch. Und der wird ja auch nicht zur Jagd freigegeben. 😉

Ein Stück weiter hob auch diese Hummel ab. - Vielleicht eine Erdbauhummel?
Ein Stück weiter hob diese Hummel ab. – Vielleicht sogar eine Erdbauhummel?
Und dann tauchten auch die tierischen Landschaftspfleger auf. Erst eins, dann zwei,...
Und dann tauchten schließlich die tierischen Landschaftspfleger auf. Erst einer, dann zwei,…
Esel
…dann drei…
Esel
…dann vier 🙂
Falke
Und ganz zum Schluss rüttelte in der Höhe über den Weinbergen ein Turmfalke.
Falke
Doch da konnte er noch so rütteln, die Maus war scheinbar schneller und er flog ohne Beute davon…

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