Junger Steinkauz

Es sind vier!!! :-)

Heute gibt es gute Nachrichten aus meinem Garten. Der Beringer des Nabu war da, hat in die Steinkauz-Niströhre geschaut und gleich vier Jungtiere vorgefunden. Dann hat er sie beringt, ich durfte dabei ein paar Bilder machen und danach erhielt ich noch ganz viele Infos über diese tollen Tiere.

Auf dem Ring ist die jeweilige Vogelwarte ingraviert. Für Rheinland-Pfalz ist die in Radolfzell maßgeblich, schon in Hessen ist Helgoland zuständig. Und für die ostdeutschen Bundesländer ist es Hiddensee. Wer übrigens einen Vogel mit Beringung findet, oder nur einen Ring, für den gibt es hier Tipps des Nabu.
Auf dem Ring ist die jeweilige Vogelwarte ingraviert. Für Rheinland-Pfalz ist die in Radolfzell maßgeblich, schon in Hessen ist Helgoland zuständig. Und für die ostdeutschen Bundesländer ist es Hiddensee. Wer übrigens einen Vogel mit Beringung findet, oder nur einen Ring, für den gibt es hier Tipps des Nabu.

Wie der Klimawandel sich auf den Kauz auswirkt ist nicht vorherzusehen. Zwar gibt es vielleicht mehr Mäuse und somit auch mehr Nahrungsangebot. Doch wird man in der Landwirtschaft auch Gifte einsetzen, um Mäuse zu töten. Und dieses Gift kann auch dem Steinkauz gefährlich werden.
Die kleinen Käuze können übrigens bis zu 19 Jahre alt werden!

Auch erfuhr ich einiges über die Lotka-Volterra-Regeln. Danach steigt die Population eines Beutetieres an, die Population des jeweiligen Raubtiers steigt zeitversetzt. Ist die Population des Beutetiers durch den Räuber wieder dezimiert, sinkt auch die Anzahl der Raubtiere, wodurch das Beutetier sich wieder im Bestand erholen kann. Das Schema wiederholt sich.
Am Beispiel des Steinkauzes wäre das so: Die Mäusepopulation in diesem Jahr ist enorm hoch. Dadurch könnte der Steinkauz theoretisch mehrere Male brüten. Das tut er jedoch nicht: Es gibt vielmehr Niströhren mit bis zu neun Jungtieren in diesem Jahr. Dadurch dass der Kauz stärker vertreten ist, werden auch die Bestände der Mäuse reduziert. Und wenn es wieder weniger Mäuse gibt, wird auch die Population der Steinkäuze wieder sinken. Ein immerwährender Kreislauf…

Hier erkennt man feine Federchen am Schnabel. Sie dienen den Tieren bei der Jagd wie z.B. den Katzen als zusätzlicher Sinn. Käuze besitzen auch eine Nickhaut, wodurch das Auge z.B. vor sich wehrenden Mäusen geschützt wird. Zu ihrer Hauptspeise zählen Regenwürmer, die sich bei dem trocknen Wetter momentan relativ rar machen. Daher konzentrieren sie sich wohl eher auf Mäuse. Damit diese sie nicht beim Anflug hören, sind die Federn der Tiere teilweise aufgefächert, es gibt keine klaren Kanten und somit auch keine Fluggeräusche.
Hier erkennt man feine Federchen am Schnabel. Sie dienen den Tieren bei der Jagd wie z.B. den Katzen als zusätzlicher Sinn. Käuze besitzen auch eine Nickhaut, wodurch das Auge z.B. vor sich wehrenden Mäusen geschützt wird. Zu ihrer Hauptspeise zählen Regenwürmer, die sich bei dem trocknen Wetter momentan relativ rar machen. Daher konzentrieren sie sich wohl eher auf Mäuse. Damit diese sie nicht beim Anflug hören, sind die Federn der Tiere teilweise aufgefächert, es gibt keine klaren Kanten und somit auch keine Fluggeräusche.

Für nächstes Jahr wurde mir eine weitere Röhre zur Verfügung gestellt, eine mit Marder-Schutz. Die werde ich, zusammen mit der Steinkauz-Betreuerin im Herbst im Walnuss anbringen, die beiden anderen werden dann repariert, mit einem Marderschutz versehen und bleiben an ihren bisherigen Plätzen. Auf dass es auch nächstes Jahr wieder Nachwuchs gibt.

Mein herzliches Dankeschön nochmal an diese ehrenamtlichen Nabu-Aktiven!

15 Gedanken zu “Es sind vier!!! :-)

    • Danke, ja es freut mich riesig, dass es gleich vier junge Käuze gibt. Das macht mir Hoffnung für die Naturschutzarbeit. Hoffen wir, dass sie sich alle erfolgreich behaupten und ihr eigenes Revier finden können.

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    • Der Garten ist etwa 300 Quadratmeter groß, also eher klein. Ich hatte einfach eine Steinkauz-Niströhre in den Baum gehängt und beobachtet. Irgendwann habe ich Rufe gehört, die mir seltsam vorkamen und habe mal im Internet recherchiert. Und das klang dann ganz nach dem Steinkauz. Meine Wildkamera brachte Gewissheit. Also Steinkäuze brauchen vor allem Bereiche mit Grasland, am besten auch relativ kurz geschnitten. Denn sie kommen aus der Steppe und jagen viel zu Fuß. Wenn dann noch ab und zu Sträucher und Bäume vorhanden sind, genügend Nagetiere, dann sind die Steinkäuze bestimmt auch nicht weit. Ich würde im März / April abends mal hören, ob da welche rufen. Hier kannst Du den Ruf aufrufen: https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/aktionen-und-projekte/vogel-des-jahres/1972-steinkauz/index.html
      Wenn die Umgebung stimmt kannst Du auch einfach mal eine Röhre bauen und aufhängen. Es reichen wohl 3 m und die Ausrichtung möglichst nach Süden, aber nicht zwingend. Es sollte nur nicht mit der Öffnung zur Wetterseite ausgerichtet werden.

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      • Echt interessant, dass du das geschafft hast, in einem so kleinen Garten. Das muss doch wirklich eine richtig tolle Belohnung für dich sein, dass du trotz Nachbaern u.s.w. edinen so grossen Erfolg mit deinem Naturgarten hast!
        Danke auch für die Tipps mit den Steinkäuzen; muss das mal alles mit meiner Familie besprechen. Ein Teil unseres Gartens ist ja mehr oider weniger Wald, da sollten doch auch solche Tiere leben, oder glaubst du, dass es in Dänemark anders ist? Find es aber wirklich imonierend, was du in deinem Garten alles anstellst! Hoffendlich merken das deine Nachbarn und schliessen sich dir an, denn da liegt ja die Hoffnung für die Zukunft.

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      • Jetzt verstgehe ich aber auch, warum meine Idee mit dem Schutzwall aus Bäumen und Büschen nichts für dich war. Das wäre ja ein Unding in deinem Garten. Aber geschocvkt war ich trotzdem, dass dein Nachbar meinte, die Hecke müsse 40 cm weg vom Zaun sein… und dann noch selbst verschmutzen! Ist leider öfter so, dass die Verschmutzer mehr rechte haben, als die Leute, die sich für die Natur einsetzen.

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      • Ja, ich sag mal am Ende ist er sehr umgänglich. Aber damals hatte er sich schon beschwert über die Hecke. Und auch einen meiner kleinen Sträucher am Gartenzaun hatte er mal mit Unkrautvernichtungsmittel besprüht. Aber jetzt haben wir zum Glück ein relativ gutes Verhältnis. Nur die Hecke am Zaun ist weiterhin ein Tabu… 🙂

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      • Ja, ich will es hoffen, dass sich der eine oder andere auch für eine naturnahe Bewirtschaftung entscheidet. Also mit dne Steinkäuzen musst Du nur darauf achten, dass sie auch ein freies Gelände haben, also relativ flaches Grasland, wo sie jagen können. Der Wald ist eher nicht ihr Lebensraum, aber der Gehölzrand mit größerer freier Fläche und einzelnen Bäumen in jedem Fall. Ich denke, es sind auch in Dänemark Bestände vorhanden. Schau mal, ich habe gerade ein bisschen recherchiert: https://de.wikipedia.org/wiki/Steinkauz#/media/Datei:Steinkauz-Athene_noctua-World.png
        Eine Niströhre könnte also auch bei Dir interessant sein. Wenn Du Tipps brauchst sag Bescheid. ich habe auch Infos des Nabu Deutschland. Die schicke ich Dir dann gerne weiter.

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      • Danke, sehr lieb von dir. Muss das mal mit meiner Familie genauer besprechen. Wir haben hinter dem waldigen Obstgarten eine Grasfläche von ca. 3000 m2 und dahinter sind nur Felder, also jagen könnten die schon, obwohl das meiste Wild wohl bei uns im Garten ist, da alle wilden Tiere zu uns zu flüchten scheinen.

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