Gemetzel in der Pfalz!

Es ist einfach unglaublich: Da gerät eine Fuchsmutter offenbar durch einen Unfall in einen Hächsler. Und was tun die Waldarbeiter mit dem Nachwuchs? – Sie werfen ihn hinterher! Ein Sturm der Entrüstung bricht los – zu recht! Und dann sitzen am Sonntag wieder mindestens 50 Prozent der Entrüsteten am Frühstückstisch, und essen ihr Ei wachsweich ohne jegliche Skrupel…

Denn noch immer werden Millionen männliche Küken bei lebendigem Leib geschreddert, weil sie wirtschaftlich wertlos sind. Und noch immer ist der Druck der Verbraucherinnen und Verbraucher nicht groß genug. Noch immer essen die meisten Menschen Eier, genauso wie sie Billigfleisch konsumieren und ganz genau wissen: Für dieses mussten Tiere enorm leiden, dieses Fleisch kann nicht gesund sein, ist fürs Klima und die Natur eine Katastrophe, und es ist keinesfalls qualitativ hochwertig.

Bei Hühnern scheint es normal zu sein, dass man sie durch Messer zerfetzen lässt, weil sie eben weder Fleisch noch Eier liefern. Bei Füchsen ist das Geschrei ungleich größer. Woher kommt diese Unterscheidung? Das eine nennt der Mensch „Nutztier“, das andere nicht. Das macht jedoch keinen Unterschied: Es sind fühlende, denkende und leidensfähige Wesen!

Doch nochmal zurück in die Pfalz. Der SWR berichtete über den Vorfall, der zum Glück nun auch von einem Angestellten der Firma angezeigt wurde. Der hat übrigens auch die Kollegen davon abgehalten, dass sie alle Jungfüchse in den Schredder geworfen haben. Einen Welpen konnte er retten und der wird nun in einer Auffangstation versorgt.

Ein dickes Lob für dieses verantwortungsvolle und gewissenhafte Handeln, das in mir wieder ein wenig Hoffnung weckt. Der Angestellte hat sich offen gegen die Mehrheit gestellt, er wird wahrscheinlich nicht mehr in dieser Firma arbeiten können, hat somit auch seine wirtschaftliche Existenz gefährdet. Trotzdem hat er gehandelt!
Er konnte zwar nicht alle retten, aber die Welt für diesen einen kleinen Fuchs schon.

Und das können wir alle: Die Welt im Kleinen verändern, unsere Stimme erheben und eingreifen, wenn ein Tier gequält wird.
Wir können unseren Eier-Konsum reduzieren, auf vegane Alternativen umsteigen oder wenigstens die Eier vom Bio-Landwirt um die Ecke kaufen.
Auch geht es nicht nur um das Frühstücksei am Sonntag. Es geht um die Eier in verschiedenen Fertigprodukten, Backwaren und anderen Lebensmitteln. Da stecken große Mengen drin. Ein genauerer Blick auf die Zutatenliste offenbart es oftmals.
Und es gibt ja auch zunehmend vegane Produkte, die weder schlechter schmecken noch ungesund sind. – Ganz im Gegenteil! Vegane Schokolade steht der mit tierischen Inhaltsstoffen oftmals in nichts nach. Mein persönlicher Tipp – und das ist keine bezahlte Werbung: Der Vego-Schokoriegel mit Haselnüssen drin, hier auf www.alles-vegetarisch.de.

Und wer selbst backt, dem kann ich nur als Ei-Ersatz Apfelmus empfehlen. Sand- und Schoko-Kuchen werden damit genauso gut und schmecken durch die Apfel-Note auch noch leckerer, als die „tierische“ Alternative. Etwa 80 ml Mus reichen aus, um das Ei zu ersetzen. Weitere Tipps bietet hier auch Peta.

5 Gedanken zu “Gemetzel in der Pfalz!

  1. Toll, dass wenigstens ein Mitarbeiter Anstand genug hatte.. und ja, immer wieder fällt es auf, wie wenig den Menschen dann am Ende doch am Tierschutz liegt, wenn es ums eigene Frühstücksei geht. Das mit dem Apfelmus beim Backen kann ich nur bestätigen – will man das Ei zum „Auflockern“ des Teigs, kann ich noch Sojamehl (zusätzlich zum sonstigen Mehl) empfehlen.

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