Tomatenvielfalt

Vom Kopf ins Beet…

Planzen brauchen Nährstoffe. Dass die ausgerechnet auf unseren Köpfen wachsen (zumindest bei den Frauen) und in den Gesichtern (zumindest bei den Männern), ist verblüffend. Auch an den Händen und Füßen wachsen sie. Da bekommt doch der „Grüne Daumen“ eine ganz neue Bedeutung.

Die Rede ist natürlich von den Haaren und Nägeln. Die schneiden wir und werfen sie in den Müll. Dann gehen wir in den Baumarkt und kaufen z.B. Hornmehl oder Hornspäne, um solche schönen Tomaten wie im Beitragsbild zu ernten.
Diese natürlichen Düngemittel stammen vom Horn geschlachteter Rinder. Und von denen haben die Wenigsten mal eine Wiese oder die Freiheit gesehen. Daher sträube ich mich nun schon lange, weiterhin Hornspäne zu kaufen.

Muss ich auch gar nicht, hab ich nun erfahren. Mit den eigenen Bart-Haaren und den Nägeln funktioniert es auch hervorragend. Natürlich sollten sie nicht gefärbt sein, bzw. lackiert. Bei beidem brauche ich mir hier jedoch keine Gedanken machen.
Einfach ab und rein ins Beet. 🙂

Zum Düngen kann man außerdem andere Abfälle benutzten. Kaffeesatz wirkt z.B. nicht nur hervorragend gegen Schnecken im Beet, er ist auch als Dünger sehr wirkungsvoll. Beeren, vor allem Pflanzen die es etwas sauer lieben, und solche die keinen Kalk vertragen, mögen Kaffeesatz.

Zitrusbäume lieben Kaffeesatz
Kaffeejunkie Zitrone – Ich dünge seit Jahren mit Kaffeesatz, und letztes Jahr hing der ganze Baum voll Früchte.

Eine weitere Möglichkeit ist die Brennnessel-Jauche. Dazu füllt man einen Eimer etwa zur Hälfte mit Brennnesseln, füllt ihn mit Wasser auf und verschließt ihn mit einem Deckel. Er bleibt dann zwei Wochen in der Sonne stehen, ab und zu rührt man um. Wenn dann keine Bläschen mehr aufsteigen, ist der Dünger fertig. Man mischt ihn 1:10 mit Wasser und gießt die Pflanzen. Speziell Tomaten lieben diese Düngegabe, aber auch Zucchini und andere Kürbisse, Kohlpflanzen und Beerensträucher.
Hier macht die Dosis übrigens den Unterschied: Dosiert man die Jauche zu hoch, tötet sie auch Pflanzen ab…

Smarticular bietet noch einen umfangreicheren Überblick, wie man man einfachsten, nachhaltigen, natürlichen und vor allem auch noch kostenlosen Mitteln seine Pflanzen düngen kann.

8 Gedanken zu “Vom Kopf ins Beet…

  1. Ich habe jetzt nach dem Haarschnitt einfach so eine kleine Hand voll Haare in die Erde gemischt und dann eine Tomate gepflanzt. Mit den Fingernägeln habe ich es bei einer Gurkenpflanze ausprobiert. Mal sehen wie sie wachsen. Ganz so viele Haare fallen dann ja leider nicht an. Was mir noch in den Sinn kam: Ich verwende jetzt auch die Haare meiner Katze, die ich regelmäßig bürste. Auch Hundehaare wären hier bestimmt geeignet.
    Die Ziturspflanzen habe ich in den warmen Monaten draußen an der Hauswand stehen, wo sie richtig gut Wärme ab bekommen. Im Winter stehen sie in einem kleinen Vorbau vorm Haus. Da ist es praktisch frostfrei, aber schon sehr kühl. Und vor allem hell. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die Pflanzen vor allem keine Staunässe vertragen und man sie speziell im Winter erst gießen sollte, wenn sich die Blätter leicht nach oben rollen. Und immer nur mit Regen- oder destilliertem Wasser, da sie kein Kalk vertragen und dann sonst gelbe Blätter bekommen. Ansonsten sind sie relativ pflegeleicht und auch verblüffend kälteresistent. Zitronen habe ich schon viele ernten können, auch Kumquats. Eine kleine Blutorange auch, und zwei Mandarinen. Also noch keine riesige Ausbeute, aber ich arbeite dran. 🙂

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  2. Danke für die tollen Tipps.
    Zitronenbäuchen habe ich auch viele, doch die ernte ist noch nicht so üppig ausgefallen.
    Wie gross sind denn die Bäume und wie gross die Töpfe?
    Hast du sie selbst gezogen?
    Ich denke bei mir ist die Topfgrösse das Problem.

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  3. Also die Bäume habe ich alle gekauft. Ich habe einen relativ großen Zitronenbaum. Der sitzt in einem Topf von etwa 50 cm Durchmesser und ist etwa 1,40 m hoch, im Durchbesser zwischen 1 Meter und 1,20 m. Dann habe ich einen Mandarinen-Baum, der in einem 30-Zentimeter-Topf sitzt. Der ist etwa 1 Meter hoch, genauso wie der Blutorangenbaum. Der Durchmesser der beiden Bäume liegt bei etwa 30 Zentimetern. Und dann habe ich noch einen kleinen Kumquat-Baum. Der ist etwa 50 cm hoch, im Durchmesser 40 Zentimeter und sitzt in einem 30-Zentimeter-Topf. Hast Du Deine selbst gezogen? Ich habe das auch schon mal probiert, aber irgendwie hat es nicht funktioniert und sie gingen schließlich ein.

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    • danke, für die Infos, die sind sehr hilfreich
      ich denke, ich brauche einfach grössere Töpfe
      ich habe alle selbst gezogen
      wir haben vor der Corona-Krise so um diew 50 kg Obst und Gemüse in der WEoche v erbraucht, vieles davon waren Zityrusfrüchte und jedes Mal wenn ich mir eine Zitrone presse, werfe ich die Kerne einfach in einen Topf
      mit Avokados das Gleiche
      aber jetzt muss ich aufpassen, hier steht jetzt bei mir in der Bibliothek schon ein Wald – und der bräuchte dringend grössere Töpfe
      nimm einfach die Kerne und tu sie in einen Topf mit Erde und drücke sie einen cm tief rein und dann giesse sie ab und an mal – das reicht
      Avocados haben wir auch einfach nur in die Erde gesteckt und das ging auch
      den Zirkus, den die Leute sonst im Internet vorschlagen, war agr nicht nötig
      einfach ein bisschen in die Erde drücken reicht auch

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      • Ah, Avocado-Kerne habe ich noch gar nicht ausprobiert. Das werde ich demnächst mal machen. Werden die richtig groß? Und tragen die auch irgendwann Früchte? Ich habe mich damit noch gar nicht beschäftigt. Und das mit den Zitronenkernen ist auch eine gute Idee.

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  4. Haha, hier in Südwesten machen wir die Haare an die Pflanzen, damit die Rehe nicht alles anknabbern. Das hat aber nicht so richtig geholfen. Dank Deines Tipps, werde ich meine Familie kahl scheren und alle Haare in meine neuen Hochbeete verteilen. Mal sehen, ob es hilft 🙂

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    • Echt? Den Trick kannte ich jetzt noch gar nicht mit den Rehen. Ja, probiers mal aus. Ich habe jetzt schon einiges Positives darüber gehört und bin auch mal gespannt, wie sich meine beiden Test-Pflanzen entwickeln. 🙂

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