Die Wahrheit einer Absicht ist die Tat!

Dieses Zitat von Georg Wilhelm Friedrich Hegel passt sehr gut in die heutige Zeit, finde ich. Warum? Dies habe ich in ein paar Zeilen zusammengefasst…

Man schaut sich um und überall strahlen sie einen entgegen: Menschen, gehüllt in grüne Mäntelchen.

Das beginnt bei mir schon beim Kommunalpolitiker, der sich in der Presse als Naturfreund ausgibt, aber hinter den Kulissen ausbremst wo er nur kann.

Weiter geht es über Landes- und Bundespolitiker, die teilweise ihre eigenen Gesetze nicht befolgen. Und die sich offenbar nur deshalb noch im Spiegel anschauen können, da dieser zuvor vergoldet wurde mit Unterstützung entsprechender Lobbyistengelder.

Sie reden vom Tierschutz, und werben persönlich für die Stufe 1 des Tierwohlsiegels – eine Stufe, in der die Tiere am meisten leiden!

Ja, sie sprechen gar vom Tierwohl, während sie eine durch Gerichte angemahnte, barbarische Tierquälerei durch die Neuformulierung eines Gesetzes einfach legalisieren: Kastenstände für Schweine, in denen sie über ihr halbes Leben lang dahinvegetieren, wurden nämlich durch Gerichte bemängelt. Und was tut Frau Klöckner, nachdem sie bereits Fleisch aus der „Stufe 1“ des Tierwohlsiegels öffentlichkeitswirksam gelobt hat?
Sie möchte das Gesetz ändern und schlicht den Passus streichen lassen, dass es Schweinen auch möglich sein muss, sich hinzulegen und die Beine auszustrecken. Fünfzehn Jahre soll das nun noch so weitergehen! – Mindestens! So elend leben Sauen in Deutschland  – ein Artikel des Spiegel.

Wem dies noch nicht genug ist: Die lobbynahe Bundesministerin Klöckner hat ihren Segen dafür gegeben, dass nun auch Insektizide in Naturschutzgebieten versprüht werden dürfen. Aktuell gibt es auch einen Fall, bei dem Insektizide im Wald in Thüringen versprüht wurden.
Insektensterben? – Nie gehört! Bundesnaturschutzgesetz? – Egal!
Man ignoriert dabei, dass man gegen das Bundesnaturschutzgesetz verstößt und ignoriert auch Beschwerden.
Ja, sie können dies offenbar folgenlos tun, schaffen im Zweifel vollendete Tatsachen. – Früher hätte man gesagt: „Bananenrepublik“. Heute möchte ich es als gut geschmierte Geldmaschine bezeichnen, dieses Konstrukt zwischen Volksvertretern und Lobbyisten.

Am Ende lande ich sogar bei den EU-Politikern, die von Klimaschutz reden, und zugleich den Untergang des Amazonas-Regenwaldes mit dem Freihandelsabkommen zwischen der EU und den MERCOSUR-Staaten vertraglich besiegeln. Man arbeitet Hand in Hand mit mafiösen Staatschefs, und sorgt dafür, dass das Geld fließt: Europa kauft Rindfleisch aus Südamerika (gefüttert mit Soja, das auf gerodetem Regenwald wächst, transportiert um die halbe Welt!) Und Südamerika kauft im Gegenzug Autos und Chemikalien aus der EU. Mit diesen Giften, die in der EU verboten sind – in Südamerika nicht – vernichtet man dort auch noch die letzten Reste der Artenvielfalt.

Bei so vielen schleimigen Typen, bei so viel fadenscheinigen Absichten, Absichtserklärungen und Lügen stellt sich bei mir ein wenig Ekel vor einem Teil der Menschheit ein.

Sie reden alle etwas von Naturschutz, sie versprechen mehr Tierschutz und mehr Verbraucherschutz.

In Wahrheit predigen sie jedoch Wasser – und trinken Wein!

Sie engagieren sich für den Klimaschutz – und möchten eine Abwrackprämie für Autos einführen, um den Verkauf von PKW (auch) mit Verbrennungsmotoren anzukurbeln. – Auch das ist doch paradox!

Ich weiß ja nicht, ob manche von diesen Menschen das gar nicht mehr wahrnehmen. Vielleicht sind sie ja so abgehoben, dass sie ihre Außenwirkung einfach nicht mehr objektiv beurteilen können.

Ihnen sei das Zitat von Konfuzius nahegelegt:
Zu wissen, was man weiß, und zu wissen, was man tut, das ist Wissen.

Und Goethe sagte einst:
Es ist nicht genug zu wissen – man muss auch anwenden. Es ist nicht genug zu wollen – man muss auch tun.

Ich habe selbst keine so tolle Weisheit zu bieten, nur eines:

Wir sollten Widerstand leisten, indem wir laut hörbar unsere Stimme erheben. Ich denke, das sind wir der Erde und der Natur schuldig. Wir sollten solchen gierigen und unglaubwürdigen Typen eben nicht den Raum lassen, sondern klare Kante zeigen.

 

Hier bei Vier Pfoten die Petition gegen Kastenstände unterzeichnen.

Hier kann man gegen das Mercosur-Abkommen unterzeichnen.

Und nun noch einmal zurück zum Goethe-Zitat:
Es ist nicht genug zu wissen – man muss auch anwenden. Es ist nicht genug zu wollen – man muss auch tun.

Dies sollte für uns alle gelten. Wenn wir unser Konsumverhalten aktiv verändern, uns vegetarisch oder vegan ernähren, wird sich auch etwas an dieser Tierquälerei ändern. Wenn wir Politiker nicht mehr unsere Stimme geben, die unsere Stimme während der Wahl auch nicht hören, wird sich etwas Grundlegendes in der Politik ändern. Und wenn wir unsere Stimme erheben wo immer es geht – auf Demos, in Leserbriefen oder Presse, im Internet, in sozialen Medien, aber auch im Freundeskreis und der Familie – dann gewinnen wir an Einfluss.

Und vor allem ist ja eines klar: Der Minimalismus im Konsum ist die Zukunft.

 

10 Gedanken zu “Die Wahrheit einer Absicht ist die Tat!

  1. Werd mir mal demnächst diese Links ganz genau anschauen. Gut dass Du die Links für die Unterschriftensammlungen gebracht hast und den Hintergrund erklärst. Nicht jeder weiss alle Einzelheiten. Darum ist es gut, sie hier mal lesen zu können.
    Es ist wirklich schade, dass „die Menschen“ so unethisch sind;
    aber wie du schon auch ganz richtig schreibst, man kann viel dagegen tun – und vor allem mit den eigenen Handlungen. Wenn wir das alle tät, statt ständig nach den Politikern zu rufen oder nur über sie zu schimpfen, dann wäre die Welt im Nu gerettet. Denn die Macht des Geldes ist eine Sprache, die auch Bösewichte verstehen. Wenn wir ihren Misst nicht mehr kaufen, werden sie sich wohl oder übel auch umstellen und ethische Produkte produzieren. Schliesslich sind sie ja von Profigier geleitet und wenn sich dann nur noch ethische Produkte verkaufen lassen, werden sie auch diese verkaufen.
    Und was „die Menschen“ so als ghrosse Masse betrifft, so glaube ich, jeder muss für sich alleine herausfinden, wie und wo er in kleinen Schritten umweltfreundlicher und ethischer leben kann. Das isat ein sehr persönlicher Prozess, denn nicht jeder hat die Ressourcen, die er gerne hätte und somit muss jeder von uns allein im stillen Kämmerchen mit sich ausmachen, wie er sein Konsumverhalten da verbessern kann, so er es sich leisten kann und wo es zunächst am einfachsten geht.
    Beispiel: Ich hätte auch sehr gerne meine eigenen Hühner, weiss aber, dass icvh momentan noch nicht in der Lage bin, sie zu versorgen. Also muss ich erst noch die anderen Sachen machen, die mir momentan noch leichter von der Hand gehen; und so denke ich, ist es wohl für viele. Jeder ist auf einer anderen Stufe und hat andere Möglichkeiten, die er aber ständig verbessern kann.

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    • Ja, da sind wir der gleichen Meinung. Wir haben hier in unserer Gemeinde gerade einen ganz konkreten Fall. Wir haben eine Naturschutzgruppe gegründet, haben bereits Ende Februar wegen einer Grünpatenschaft beim Bürgermeister angefragt. Eine Grünpatenschaft ist bei uns die Möglichkeit, auf einer öffenltichen Fläche die Pflege zu übernehmen und z.B. einen Blühstreifen einzusäen, oder Hecken zu pflanzen. Zuerst kam über einen Monat lang keine Antwort vom Bürgermeister. Dann schalteten wir die Presse ein, die fragte nach bei ihm und er reagierte offen. Er ist auch eigenltich ein offener Mensch. Vielleicht war er auch unter Stress wegen der Corona-Pandemie. Jedenfalls hat er dann bei der Umweltbeauftragten der Verbandsgemeinde nachgefragt, denn unsere Gemeinde ist Teil einer Verbandsgemeinde und hier gibt es eine größere Verwaltung für fünf Gemeinden. Die Umweltbeauftragte antwortete offenbar zunächst nicht. Wir haben wieder beim Bürgermeister angefragt, weil keine Rückmeldung kam und wir ja schon Anfang Mai hatten. Darauf antwortete er nicht, was uns sehr ärgerte. Vor allem, da wir ja bereits Ende Februar angefragt hatten. Jedenfalls habe ich heute die Rückmeldung erhalten und die Umweltbeauftragte schrieb so etwas wie: Es gäbe ja nur noch wenige öffentliche Flächen, auf denen man eine Grünpatenschaft übernehmen könnte. Denn es gäbe so viele andere Engagierte, die bereits erfolgreich solche Aktionen gestartet hätten.
      Ich fand diese Aussage derart dreist – das klingt ja so, als bräuchte man unsere Naturschutzgruppe gar nicht, weil in unserer Gemeinde ja so viele andere Naturschützer aktiv wären. Doch dem ist nicht so. Es gibt sehr viel Weinbau, die Weinberge sind weitgehend ökologische Wüsten. Überall werden Pestizide gesprüht, Unkräuter entfernt, die wenigen Hecken im Feld noch abgesägt. – Und zwar mit Genehmigung der Umweltbeauftragten. Und dann kommt sie mit so einem Argument…
      Wie auch immer haben wir nun doch eine Grünfläche erhalten, die wir pflegen können. Aber es ist schon ein Armutszeugnis, dass man derart respektlos behandelt wird, fast noch darum betteln muss, um etwas für die Natur zu tun. – Ehrenamtlich… Das ist schon erschreckend und frustrierend.
      Aber gleichzeitig ist es auch ein deutliches Zeichen: Unsere Gemeinde braucht angesichts solcher Strukturen eine Naturschutzgruppe, die ein wenig aufrütteln. Und sei es mit Hilfe der Presse.
      Ja, durch den eigenen Konsum können wir wirklich einiges ändern. Viele denken, das ist nicht möglich, aber jeder kleine Schritt verändert am Ende etwas Großes. Da kann ich Dir nur zustimmen. Und eben auch alles jeweils im Rahmen der eigenen Möglichkeiten und vielleicht auch Interessen.

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