Säg nicht am Ast, auf dem Du sitzt…

Die Menschheit lernt nichts aus ihren Fehlern, dringt nun auch noch in die Tiefsee vor, um sie auszubeuten. Sie wird auch dort all die Wunder zerstören, die unsere Welt hervorgebracht hat. Wunder, von denen wir nur einen Bruchteil kennen. Und das, um Mangan und andere „wertvolle“ Stoffe nutzen zu können. Somit ist unsere Art zum Untergang verurteilt, wie jedes Wesen, das es nicht schafft, sich ins Gesamtsystem einzufügen, sich anzupassen. Die Evolution zeigt, dass es darum geht, sich selbst den Gegebenheiten anzupassen. Kein Wesen auf der Welt würde versuchen, alles andere an sich anpassen oder es gar ausbeuten zu wollen.
Da fällt mir einzig noch der passende Satz ein: „Säg nicht am Ast, auf dem du sitzt!“

Deutschlandfunk Nova berichtet über den Tiefseebergbau, der einzigartige Ökosysteme bedroht und für immer vernichten wird, wenn er erst einmal beginnt. Eine kleine Übersicht über die Wunder in den Wasserwelten bietet auch mein Buch Tiefe Wasser sterben still.

Es ist auch unser Hunger nach Rohstoffen – und ich meine damit ausdrücklich unser aller Hunger. Jedes neue Gerät, jede Verpackung, jedes Möbelstück, jedes Auto, jeder Gebrauchsgegenstand enthält Rohstoffe. – Ja, selbst der ganze Plastikmüll, die Deckel der Joghurtbecher (Aluminium wird aus Bauxit hergestellt, das wird u.a. in Regenwaldgebieten abgebaut)

Daher ist es wichtig, minimalistischer zu werden und achtsamer mit dem umzugehen,w as wir haben. Zu fragen, was wir wirklich brauchen und was eben nicht. Es geht ums Überleben – und das nicht nur für ein paar Tiefseelebewesen, für „die Natur“ oder „den Regenwald“. Wir sind Teil des Ganzen. Und kommt das Ganze ins Wanken, werden auch wir fallen…

Gesicht-Gedicht Hai

4 Gedanken zu “Säg nicht am Ast, auf dem Du sitzt…

    • Ja, es müsste sehr viel mehr Druck aufgebaut werden, viel mehr informiert über die Pläne und die Bedrohung der Tiefsee. Man erwartet in der Tiefe ja eigentlich gar nicht viel Artenvielfalt. Dabei ist genau das Gegenteil der Fall. Speziell an Vulkanschloten wimmelt es nur so vom Leben. Hoffen wir, dass die Menschheit das noch versteht, bevor sie die Wunder zerstört, die sie nicht einmal kennt…

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