Was ist denn das…?

Für die kommenden Wochen habe ich mir ein weiteres Projekt vorgenommen: Den in die Jahre gekommenen Fischteich durch einen zweiten zu ergänzen und beide miteinander zu verbinden. So bekommen die Fische mehr Platz, ich kann den Bodengrund aus dem alten Teich entfernen und einen schönen großen Bachlauf in eine Trockenmauer integrieren. Heute begann ich damit, den alten, kurzen Bachlauf zu entfernen. Und dann sah mich plötzlich etwas an.

Zuerst dachte ich an einen Stein, das Auge wirkte wie eine optische Täuschung. Doch spätenstens als der Stein sich bewegte, wusste ich: Das ist was anderes… Das ist eine

 

Erdkröte
Erdkröte

Die begann sich langsam zum Wasser hin Richtung einer Erdmulde zu bewegen. Und verschwand schließlich dort. Nur ihr Hinterteil konnte man noch sehen. Also ganz reichte es nicht für die eigentlich recht kleine Kröte.

Ich brachte ein paar Steine weg und als ich zurück kam, war die Kröte verschwunden. Vorsichtig lief ich wie auf Eiern in dem Sand-Erd-Stein-Gemisch des ehemaligen Bachlaufs, das noch übrig geblieben war. Und als ich am Teichufer weitere Steine entfernen wollte, saß die Kröte wieder dort, unterhalb von Giersch und Blutweiderich. Mir blieb also nichts, als sie kurzzeitig zu evakuieren. Vorsichtig nahm ich sie hoch und setzte sie in einen Eimer. Dann machte ich ein paar Bilder, von vorne wie oben…

Erdkröte von der Seite
…und von der Seite

Als ich die restlichen Ufersteine entfernt hatte, baute ich aus zwei flachen Steinen und einem Stück Schiefer eine „Unterkunft“ direkt an der feuchten Lehmmulde am Teich, in der die Kröte vorher wohl auch gesessen hatte. Und dann entließ ich sie wieder in die Freiheit.

Hier ein Artenporträt des Nabu. Ich wusste gar nicht, dass Erdkröten schon einige Seehunde auf dem Gewissen haben. Zum Glück habe ich sie nur mit Handschuhen angefasst…

Mein Fazit lautet nun: Den Giersch, der rund um den Teich wuchert, lasse ich nun besser stehen. Der hält den Boden feucht, bietet Unterschlupfmöglichkeiten für die Kröten und bietet daher einen idealen Lebensraum für die Amphibien, sowie Schnecken, die die Kröten ja gerne fressen. Den geplanten Bachlauf inmitten einer Trockenmauer werde ich so gestalten, dass die Kröten dort auch einen Lebensraum finden. Ich bin schon gespannt auf die weitere Entwicklung. Und meine Fische freuen sich auch sicher über den erweiterten Schwimmbereich.

Ein Gedanke zu “Was ist denn das…?

  1. […] „Meine“ Erdkröte hupste dort entlang und versuchte, in den Bereich des Teichs zu gelangen. Allerdings kam sie die Folie nicht hoch und ich wollte sie dann an den kleinen Tümpel setzen, an dem es durchaus feucht genug ist. Dabei stellte ich fest, dass sie ihr rechtes Auge geschlossen hatte. Außerdem sah sie etwas mitgenommen aus. War das ein Bluterguss auf ihrer rechten Kopfseite? Sie konnte springen und reagierte auch. Aber irgendwie schien sie etwas unbeholfen – vor allem wegen dem geschlossenen Auge. Ich befürchte, dass sie bei den Bauarbeiten irgendwo unter der Folie saß und dabei verletzt wurde. Wir haben sehr vorsichtig gearbeitet, soweit das eben möglich ist, aber es ist eben nicht immer machbar. Was sollte ich also tun? Morgen würde ich schließlich noch einmal an der Teichfolie arbeiten müssen und ehe sie dabei noch komplett „zwischen die Räder“ kommt, habe ich sie nun an einen sicheren, schattigen Ort gebracht und werde auch mal beobachten, wie sich ihr Auge bis dahin entwickelt. Sie ist mit allem versorgt, was sie braucht: Wasser, feuchte Erde, Krabbeltierchen aus dem Kompost, Regenwürmer und natürlich einen Unterschlupf. Eingesprüht wird sie auch von Zeit zu Zeit, damit sie nicht austrocknet. Hoffen wir, dass sie morgen wieder fit ist. […]

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