Corona hält uns den Spiegel vor…

Ich habe mir mal ein paar Gedanken über die Corona-Krise gemacht. Gestern sah ich einen Bericht über die Schweigeminuten für die Opfer in China. Und da kam mir so einiges in den Sinn…

Das Corona-Virus hält uns den Spiegel vors Gesicht. Unser Gesundheitssystem wird seit Jahren krank gespart und gerät nun an seine Grenzen. Warum muss ein Allgemeingut Profite abwerfen, darf nicht vorrangig der Gesundheitsversorgung dienen? Die Natur wird seit Jahrzehnten auf Kosten unseres Wirtschafssystems zerstört. Der Stillstand lässt sie aufatmen, Luft und Flüsse werden klarer, Tiere kehren in ihre Lebensräume zurück. Doch wird das von Dauer sein? Der Mensch dringt immer weiter in die Urwälder ein, wo Wildtiere leben, die gefährliche Viren in sich tragen. Auch in der Massentierhaltung entstehen antibiotikaresistente Keime, die jährlich 33.000 Opfer in Europa fordern! In Schweigeminuten gedenkt man nun den Corona-Opfern. Das ist legitim. Zynisch ist jedoch: Man gedenkt nicht den jährlich 200.000 Opfern des Klimawandels (Tendenz steigend), oder den 7 Mio. der Luftverschmutzung. Täglich sterben 15.000 Kinder, jährlich 5,6 Mio., wegen schlechter hygienischer und medizinischer Bedingungen. Millionen verhungern, während es bei uns kriminell ist, Essen aus Containern zu retten, und wir 13 Mio. Tonnen Essbares wegwerfen. Wer schweigt auch nur eine Minute im Gedenken an die 400.000 Opfer des Syrien-Kriegs? Keiner, denn es gedenkt ja nicht einmal jemand den 15.000 Menschen, die auf der Flucht vor Tod und Elend ihr Leben im Mittelmeer verloren haben. All das sind menschengemachte Probleme, die der Mensch durch geändertes Verhalten lösen könnte. Nun haben wir Zeit zur Besinnung, das Virus hält uns den Spiegel vor. Jetzt müssen wir den Mut haben, hinein zu schauen und unser Handeln und das System grundsätzlich zu überdenken. Umdenken ist die Devise. Denn wie Albert Einstein schon sagte: Probleme kann man nie mit der gleichen Denkweise lösen, mit der sie entstanden sind!

Und für alle, die sich mal mit der WHO und ihren Verbindungen mit der Pharma-Industrie auseinandersetzen möchten, sei diese Doku von arte empfohlen.
Sie soll nicht das Risiko von Corona relativieren. – Keinesfalls!
Doch es ist aus meiner Sicht schon bedenklich, dass ausgerechnet bei wichtigen Sitzungen der WHO Vertreter der Pharmaunternehmen anwesend sind, beraten, und Mitglieder aus WHO-Gremien nach entsprechenden pharmafreundlichen Entscheidungen in das entsprechende Pharmaunternehmen wechseln. – Wie wohl nach der Schweinegrippe-Pandemie 2009 geschehen…

 

3 Gedanken zu “Corona hält uns den Spiegel vor…

    • Danke für Deinen Kommentar. 🙂 Es ist mir sehr wichtig, auch darauf mal die Aufmerksamkeit zu lenken. Wir stehen nun vor der Chance, auf den massiven Wirtschaftseinbruch mit einem nachhaltigen und ganzheitlichen Konzept zu antworten, das eine neue, sozialere, ökologische, gerechte und bessere Welt fördert. Ich fürchte nur, dass die alten Muster zu tief sind, die Strukturen verhärtet. Und dass die Förderung am Ende darauf hinausläuft, dass wir sogar noch von Klima- und Naturschutz-Zielen abrücken, weil man uns weismachen will, man müsse ja die Wirtschaft fördern. Und das gehe nicht anders… Ich wünsche Dir ein frohes Osterfest.

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      • ich bin auch gespannt, welche „spätfolgen“ bzw. nachwirkungen das ganze haben wird. es wäre eine gute möglichkeit, so sehe ich das auch, einige dinge neu und anders anzugehen.
        dir auch schöne ostern! liebe grüße und einen schönen abend.

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