Brennstoffzelle

Grüne Technologie

Bei diesem Beitrag handelt es sich um eine Anzeige / Werbung. Für wen? Dazu später mehr. Zunächst geht es mir um eine Taschenlampe, die durch die Wärme der menschlichen Hand leuchtet. Ein emissionsfreies und autonom fahrendes Containerschiff auf den Weltmeeren. Eine Verpackung, die aus Algenextrakt besteht und sich in der Natur binnen kürzester Zeit abbaut. Und es geht mir um Plastikmüll, der aus dem Meer gefischt wird, um Adidas & Co. zu neuen Kollektionen zu verhelfen. Das klingt schon sehr utopisch, oder? Und doch wird es nach und nach Realität.

Aber eins nach dem anderen. Werfen wir mal einen Blick auf die technologische Entwicklung. Sie hat wirklich viele Probleme geschaffen. Die ausufernde Produktion von Elektrogeräten, wie Smartphones, Laptops & Co. schafft nicht nur immer kurzlebigere, dem neusten Trend unterworfene Technologien. Sie trägt auch dazu bei, dass Regenwälder abgeholzt, Umwelt vergiftet und Menschen ausgebeutet werden. Denn für die Produktion dieser Geräte werden u.a. so genannte „Seltene Erden“ benötigt. Und die lagern oft unterhalb von Wäldern und anderen Naturparadiesen. Dabei fällt nicht nur die Natur im Abbaugebiet den Baggern zum Opfer. Auch die Infrastruktur frisst Schneisen in unberührte Gebiete, bahnt den Weg für weitere Ausbeuter. Beim Abbau der Bodenschätze werden zudem Chemikalien eingesetzt, welche die Natur rundherum verseuchen. Oft arbeiten auch Kinder unter katastrophalen Bedingungen in diesen Abbaugebieten, ohne gesundheitlichen Schutz oder jegliche Arbeitschutzmaßnahmen.

Technologie kann grün sein

Dabei gibt es auf diesem Gebiet auch positive Entwicklungen. Technologie kann grün sein. Mit dem Fair-Phone erhält man beispielsweise ein modernes Handy, das eine modulare Bauweise bietet, was das Reparieren und Recyceln erleichtert. Zugleich werden bei der Produktion fair abgebaute Rohstoffe eingesetzt und man legt Wert auf das Wohl der Menschen, die am Herstellungsprozess beteiligt sind.

Star auf der Jagd! Er steuert offenbar direkt auf das nicht näher identifizierbare Flugobjekt zu, das ganz nach einem Insekt aussieht... :-)
Auch durch Anwendungen auf dem Smartphone kann man Umweltschutz betreiben. So bietet der NABU eine App, mit der man einen Einblick in die heimische Vogelwelt erhält, und Beobachtungen melden kann. Er stellt auch eine App zu Verfügung, mit der sich Lebensmittellogos und ihre Kriterien einstufen lassen. Der BUND für Umwelt und Naturschutz bietet die ToxFox-App an, mit der Kosmetik und Kinderartikel auf Schadstoffe geprüft werden können.

Die Elektromobilität im Straßenverkehr wird gerne als Ausweg aus der Klimakrise angesehen. Doch sie ist bei weitem noch nicht so ökologisch, wie sie sein könnte. Schließlich wird beim Abbau von Lithium, das für die Akkus benötigt wird, sehr viel Natur geschädigt. Bei der Herstellung der noch kurzlebigen Akkus entstehen große Mengen Treibhausgase, ebenso beim Wiederverwerten oder Entsorgen. Daher ist der Umstieg vom Verbrennungsmotor zum Elektroantrieb eine zweischneidige Sache. Zumal es vor allem auch darauf ankommt, ob die Akkus am Ende mit Öko- oder Kohlestrom geladen werden.

Eine Frage der Nachhaltigkeit

Dass hier noch Nachholbedarf besteht ist ganz klar. Dies darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass Elektroantriebe deutliche Vorteile zum Verbrennungsmotor bieten. Man muss eben einfach noch einige Verbesserungen erreichen, um das Optimum aus der Technik heraus zu holen und sie zu einer wahren „grünen Technologie“ werden zu lassen.
Die Entwicklung neuer Technik ist ein wichtiger Aspekt, wenn es um Nachhaltigkeit, Umwelt- und Klimaschutz geht. Welchen Nutzen neue Technologien bieten sieht man schon im Kleinen: LED-Lampen schaffen ein großes Energiesparpotential gegenüber der herkömmlichen Glühbirne – und dies bei verblüffend angenehm warmem Licht. Auch gegenüber Energiesparlampen punktet die LED-Lampe durch etwas geringeren Verbrauch, vor allem aber durch ihre Ungiftigkeit. Vor zehn Jahren war diese LED-Technologie noch sehr wenig verbreitet, heute wird sie zunehmend zum Standard.

Die Vision einer grüneren Zukunft

Am Ziel, immer größere Effizienz zu erreichen und zugleich neue Innovationen zu entwickeln, arbeiten viele Tüftler, Forscher und Entwickler. Sie machen sich über Technologien Gedanken, durch die man die Welt grüner und umweltfreundlicher gestalten kann.
Utopia bietet hier einen interessanten Überblick über Projekte, die sich mit dem Plastikproblem in den Weltmeeren beschäftigen.

Auch in der Mobilität ist einiges im Umbruch. Ich denke hierbei u.a. an die Volocopter, die durchaus bestimmte Knotenpunkte miteinander schnell und vor allem emissionsfrei verbinden könnten.

 

Vom 19. -21. Juni findet in Berlin auf dem Gelände des ehemaligen Flughafens Tempelhof wieder das Green Tech Festival statt. Dort werden zukunftsorientierte und nachhaltige Technologien vorgestellt und ausgezeichnet. Solche, wie die durch Körperwärme leuchtende Taschenlampe oder das emissionsfrei fahrende Containerschiff. Die Besucher bekommen einen Eindruck über die faszinierenden Entwicklungen, die Hersteller und Entwickler kommen untereinander ins Gespräch. Nico Rosberg ist der Mitbegründer des Festivals und erklärt, dass dieses Projekt die Menschen aus allen Ländern mit einer gemeinsamen Vision einer besseren, grüneren Zukunft vereinen soll.

Genau dies erscheint auch mir sehr wichtig: Ein Austausch zwischen den Entwicklern und den Nutzern, zwischen Jung und Alt, interdisziplinär durch viele verschiedene Bereiche: Nur so kann neues entstehen. Besonders wichtig erscheint mir, dass sich hier auch ein großes, nachhaltiges Unternehmen engagiert. Die Deutsche Bahn unterstützt mit einer weiterführenden Partnerschaft dieses Projekt.

 

 

Als Highlight rollt eine Intercity-Lokomotive als Botschafterin durch die Republik und wirbt für das Green Tech Festival.
Bereits ein Großteil der DB-Züge fahren klimafreundlich mit 100 Prozent Ökostrom. So engagiert sich die Bahn, neben anderen Projekten im Arten- und Klimaschutz, auch für die Weiterentwicklung grüner Innovationen.

5 Gedanken zu “Grüne Technologie

  1. Hallo Torsten,
    ein toller Beitrag und ein wichtiges Thema, das mich auch sehr interessiert. Gerade grünere Elektronik wäre toll, oder zumindest ein ordentliches Verbrauchersiegel, damit man das besser einschätzen kann. Außer dem Fairphone (ich hab seit 2 Jahren das Fairphone2) fällt mir nur der Greenpeace Guide for greener electroics ein, der aber meines Wissens auch lange nicht aktualisiert wurde.
    Wenn du Lust hast, teile deine Blogposts zu solchen Themen doch gern mit unserer nachhaltigen Linkparty: https://einfachnachhaltigbesserleben.blogspot.com/2020/01/einab-37-minimalismus.html
    Liebe Grüße, Marlene

    Gefällt 1 Person

    • Hallo Marlene, freut mich sehr, dass Dir mein Post gefällt. Ja, es wäre wichtig zu wissen, unter welchen Bedingungen die Menschen für die Herstellung eines Geräts gearbeitet haben, auch beim Abbau der Rohstoffe. Aber auch welche Auswirkungen das auf die Natur hatte. Der Greenpeace Guide war mir jetzt noch gar nicht bekannt.
      Danke für das Angebot – ich werde gerne meine Posts zu solchen Themen mit der Linkparty teilen. 🙂 Ich schaue gleich mal vorbei. Liebe Grüße und schönes Wochenende Torsten

      Gefällt 1 Person

      • Ich freu mich sehr, wenn sich jemand mit dem Thema beschäftigt, es ist total unterrepräsentiert und wir alle nutzen täglich Internet und unzählige elektronische Geräte!
        LG, Marlene

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