Gänseauge

Gans im Glück?

Wie sagt man so schön? – Das Auge ist das Fenster zur Seele. Und meist erkennt man an den Augen sehr gut, in welcher seelischer Verfassung sich jemand befindet. Ist er ängstlich, sind die Pupillen geweitet. Ist er traurig, sagen das die Augen aus, auch wenn seine Mimik etwas anderes erkennen lässt. Ein tiefer Blick in die Augen kann Herzen höherschlagen und den Funken überspringen lassen. Und wer unsicher ist oder lügt, kann meist keinen Blickkontakt halten. Das Auge ist also ein Fenster zur Seele. Schauen wir doch mal in dieses und fragen uns: Was sagt es uns?

Irgendwie sieht es komisch aus, dieses Auge. Und doch steckt so viel Aussagekraft in ihm. Es stammt von einer Gans und wer glaubt, die seien eh nur „dumm“, der täuscht sich, wie die Albert Schweizer Stiftung in diesem Artikel feststellt.

Gans

Auch Gänse sind sehr soziale Tiere, die untereinander komplex kommunizieren, Glück und Spaß empfinden, ebenso wie Leid und Traurigkeit. Sie kümmern sich oft aufopfernd um ihren Nachwuchs und verteidigen ihr Revier gegen Eindringlinge mit aller Kraft und Verbissenheit. Neben dem Quaken kommt das Zischen, und dann der Angriff. Nicht umsonst hat man sie früher auch als Wachhund-Ersatz gehalten.

Gänse

Gans

Gans mit verstümmeltem Schnabel
Gans mit verstümmeltem Schnabel

 

Umso schrecklicher ist es, wie mit den Tieren umgegangen wird. Ausgerechnet zum Fest der Liebe landet das Tier obligatorisch als Weihnachtsmahl auf dem Tisch. Noch ein wenig Stopfleber als Delikatesse dabei. Und unterm Weihnachtsbaum liegt im Extremfall auch noch die neue Jacke mit Daunenfeder-Füllung.
Den Tieren werden in ihrem Leben bis zu vier mal die Federn ohne Betäubung heraus gerissen, wodurch Wunden entstehen und Flügel brechen. Den Gänsen, die für die Stopfleber-Produktion ausgewählt wurden, wird täglich ein Rohr in den Hals geschoben, durch das man Fett hineinpresst, bis die Leber krank wird und um das Siebenfache anschwillt. Und am Ende landet die so gequälte Gans – sei es die Gerupfte oder die Gestopfte – als Festtagsbraten zum Fest der Nächstenliebe auf dem Tisch. – Oft vollgepumpt mit Antibiotika, da die Tiere ohne das Medikament die Tortur gar nicht überleben würden.

Welches Leid genau hinter all dem steckt, darüber gibt folgendes Video einen kleinen Einblick…

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