Insektenhotel Menorca

Damit es weiter summt und singt…

Heute möchte ich euch Vivara – den Spezialisten für Naturschutzprodukte vorstellen. Gerne habe ich einige zur Verfügung gestellte Produkte getestet, wie u.a. das Insektenhotel Menorca und den Kunstnistkasten für die Mehlschwalbe. Die Ergebnisse und einige Fakten rund um Wildbienen sowie Singvögel findet ihr im heutigen Post.

Vivara Naturschutzprodukte kenne ich schon seit einigen Jahren und viele meiner Nistkästen habe ich dort gekauft. Das hat gute Gründe: Vivara wird vom NABU und vom LBV (Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V.) empfohlen. Man kann sich also sicher sein, dass die verkauften Produkte gewisse Standards erfüllen und dass sie zum Naturschutz beitragen. Ein Teil der Verkaufserlöse kommt zudem diesen Partner-Organisationen zugute.

Umso mehr freut es mich, dass ich heute einige Produkte von Vivara vorstellen darf.

Summ, summ, summ

Wildbienen brauchen sowohl Futter als auch Nistplätze. Es ist besonders wichtig, dass beide nicht zu weit auseinander liegen. Denn Wildbienen sammeln meist nur in einem Umkreis von 200 Metern rund um die Niststelle. Je weiter sie fliegen müssen, desto belastender ist es für sie und desto weniger Nachwuchs werden sie haben.
Daher habe ich einen Platz für das Insektenhotel Menorca gewählt, an dem ich vor kurzem ein Blumenbeet angelegt habe. Eingerahmt in Lavendel habe ich Zwiebeln von Tulpen, Narzissen und Hyazinthen am hinteren Rand in die Erde eingebracht. Davor pflanzte ich Krokusse, Winterlinge und Schneeglöckchen. Somit sind die Bienen bereits im zeitigen Frühjahr mit Futter versorgt.
Denn je nach Witterung tauchen schon Anfang März die ersten Gehörnten Mauerbienen auf und suchen neben Futter vor allem auch einen Platz, wo sie ihre Eier ablegen können.

Gehörnte Mauerbiene in Niströhre
Gehörnte Mauerbiene in Niströhre

Diese Nistmöglichkeit finden sie im Insektenhotel Menorca in jedem Fall. Die Bohrlochgröße in den Ästen stimmt, auch einige Hölzer im oberen Bereich haben den passenden Durchmesser für die Gehörnte Mauerbiene. Aber auch kleinere Löcher sind vorhanden, was andere Wildbienenarten freuen wird.
Was mir besonders aufgefallen ist, war die saubere Verarbeitung der Bohrlöcher, die keine Holzfasern oder andere Bohrreste aufwiesen. Das ist sehr wichtig, denn die Wildbiene krabbelt mit dem Kopf nach vorne in das Bohrloch, um dort Pollen abzulegen. Dann klettert sie rückwärts heraus und wenn sich hierbei die Flügel an einer Holzfaser verhaken, riskiert die Biene praktisch einen „Flügelbruch“, oder sogar einen Flügel ganz zu verlieren. Dann kann sie nicht mehr fliegen, keinen Pollen sammeln, ihre Brutzellen nicht mehr mit Futter ausstatten. Die Folge: Sie stirbt zusammen mit ihrem Nachwuchs.

Das Insektenhotel Menorca ist gut und stabil verarbeitet, zugleich ist es sehr schön anzusehen. Nicht umsonst habe ich es bei mir an der Toreinfahrt angebracht, wo man es direkt sieht, wenn man den Hof betritt.
Ich habe es zwar entgegen der Wetterseite installiert, und Regen wird somit möglichst selten von vorne auf das Hotel treffen. Damit die Feuchtigkeit selbst in einem solchen Fall nicht in die Bohrlöcher eindringen und somit die Eier und Larven gefährden kann, habe ich das Hotel leicht nach vorne geneigt befestigt. So kann der eine oder andere Regenguss ablaufen, ohne den Bienennachwuchs in Gefahr zu bringen.

Wildbienen wie auch Hummeln beginnen übrigens bereits bei etwa 6°C auszufliegen. Die Honigbiene braucht mit mindestens 12°C höhere Temperaturen. Daher wird die Hummel immer öfter als Bestäuber von Obstbäumen eingesetzt.
Solch einen künstlichen Befruchter brauche ich bei mir nicht. Durch die Ansiedlung von Wildbienen mit Hilfe eines bereits vorhandenen Insektenhotels und geeigneten Blühpflanzen werden meine Apfel-, Birnen-, Kirsch- und Pfirsichbäume ordentlich befruchtet.
Doch der Ansturm auf das alte Insektenhotel war dieses Jahr sehr groß. Da kommt mir das Hotel Menorca ganz recht, beseitigt es doch nun die „Nistplatz-Not“, denen sich die vielen Mauerbienen im Frühling ausgesetzt sahen.

Damit die Wildbienen das ganze Jahr über eine Futterquelle finden, säe ich das zweite Testprodukt unterhalb des Insektenhotels aus: Die Blumenmischung von Buzzy enthält Bio-Saatgut von Ringelblumen, Tagetes und anderen bienenfreundlichen Blumen. Daneben werde ich auch noch eine spezielle Blumenmischung für Solitärbienen einsäen, die ich ebenso testen darf.

Saatgut zum Testen

Ich werde im Frühsommer des nächsten Jahres Bilder der Blütenpracht posten und freue mich bereits jetzt auf einen bunten Mix: Ochsenzunge, Engelwurz, Blaue Kornblume, Gelbe Gänseblümchen, Löwenzahn, Wilder Majoran, Mohn, Vogelwicke und Zitronengelber Honigklee sind einige Sorten, die in der Saatgutmischung enthalten sind. Auch Malven sind dabei.
Das Saatgut reicht für die Fläche locker aus und ich werde somit auch noch einen Blühstreifen im Feld anlegen können.

 

 

Somit kann ich einen wirkungsvollen Beitrag zum Insektenschutz leisten.

Kornblume

Doch die Insekten sind nicht nur schön anzusehen und wichtig für die Bestäubung von Wild- und Kulturpflanzen. Auch sind sie eine wichtige eiweißreiche Futterquelle für Vögel.

Alle Vögel sind schon da…?

Der Rückgang der Insektenbestände ist auch ein Grund dafür, dass die Anzahl der Singvögel immer weiter sinkt.
Es ist daher umso wichtiger, die Vögel das ganze Jahr über mit Futter zu versorgen.
Sehr gute Erfahrungen habe ich bereits mit den Energieblöcken und Energiekuchen von Vivara gemacht und durfte nun den Energiekuchen mit Beeren testen.

Energiekuchen mit Beeren

Während ich mir wegen der Plastik-Verpackung kurz die Frage stellte, ob es hier keine umweltfreundlichere Alternative gibt, flatterten schon die ersten Kohlmeisen um den Energiekuchen herum. Auch die Spatzen lagen auf der Lauer…

Spatz auf der Lauer...
Spatz auf der Lauer…

Nach nur drei Tagen war der Energiekuchen komplett weggefuttert. Und das nicht ohne Grund: Die Blöcke von Vivara enthalten viele Kalorien und Nährstoffe, was den Vögeln die Energie gibt, die sie brauchen.

Speziell während der Brut sind die Elterntiere sehr gefordert und magern extrem ab. Kein Wunder: Sie flattern unaufhörlich hin und her, suchen nach Futter für ihren Nachwuchs – und finden oftmals bei weitem nicht mehr die Mengen, die sie benötigen. Es kommt vor, dass Tiere entkräftet aufgeben oder gar sterben, da sie einfach nicht mehr über genügend Energiereserven verfügen. Und mit ihnen stirbt die Brut.

Auch unabhängig von der Brut brauchen viele unserer Singvögel Zusatzfutter. Natürlich ist der Bedarf von der jeweiligen Umgebung abhängig. Wenn sich rundherum eine lebensfeindliche landwirtschaftliche Monokultur befindet, haben es die Piepmätze jedenfalls sehr schwer.

Wenn man die Vögel nun mit Hilfe der Zufütterung unterstützt, tut man nicht nur ihren Beständen etwas Gutes. Da sie dann nicht so sehr auf Insekten zurückgreifen müssen, können sich auch deren Bestände eher erholen und stabilisieren.

Doch nicht nur der Futtermangel ist es, der unserer heimischen Vogelwelt das Leben schwer macht. Auch das Fehlen von geeigneten Nistplätzen macht den Tieren zu schaffen.

Das Schwalben-Glück

Früher gab es z.B. an vielen Häusern noch Schwalbennester und der Volksglaube besagt, ein Schwalbennest am Haus bringt Glück. Die Nester galten schon immer als Schutz vor Blitz, Feuer und krankem Vieh.

Schwalben gehören zu den Zugvögeln und verbringen etwa die Hälfte des Jahres in Afrika, südlich der Sahara. Im Frühling tauchen die Tiere bei uns wieder auf, suchen nach einem Partner, paaren sich und beginnen etwa im Mai mit der Brut.
Doch das ist der Haken an der Sache: Sie finden immer seltener geeignete Plätze. Früher nisteten sie in oder an Scheunen, wo sie auch gleich Insekten in Hülle und Fülle vertilgen konnten. Zum Nestbau verwendeten sie den Lehm aus Pfützen auf der Weide oder am nahen Bachufer. All das fehlt jedoch an sanierten, wärmegedämmten Häusern und in aufgeräumten Kulturlandschaften.

Einen sehr interessanten Überblick über das Schwalbenjahr gibt der NABU.

Besonders freue ich mich nun darüber, dass ich auch den Kunstnistkasten für die Mehlschwalbe testen darf und werde ihn unter einem Dachvorsprung eines Seitenbaus anbringen. Dort sind die Nester windgeschützt, die Tiere haben aber einen freien Anflug.
Der doppelte Kunstnistkasten aus Holzbeton wirkt sehr stabil und hat einen weißen Hintergrund. Dies soll bewirken, dass die Schwalben das Nest schneller beziehen.
Sobald sich hier im nächsten Jahr etwas tut, werde ich darüber berichten.

Kunstnistkasten für Mehlschwalben

Dieses Jahr habe ich bereits Mehlschwalben gesehen, wie sie über meinem Garten Mücken gefangen haben. Daher ist das Potential vorhanden und ich denke, es wird nicht lange dauern, bis sich ein Paar für dieses tolle Mehlschwalben-Kunstnest entscheidet.

Wie man sein Haus schwalbenfreundlich macht, darüber informiert ebenso der NABU in diesen tollen Artikel.

Pro Jahr verfüttert eine Schwalbenfamilie übrigens über 250.000 Insekten. Das freut mich vor allem wegen der Stechmücken, aber auch wegen der vielen anderen Schädlinge.

Doch auch hier zeigt sich einmal mehr der Zusammenhang: Schwinden die Bestände von Insekten, wirkt sich das deutlich auf die Bestände von Vögeln aus.

Daher sehe ich das Absterben der acht Fichten in meinem Garten während des Dürresommers 2019 nun auch etwas positiver.
Ich werde sie nämlich durch einheimische bienen- und vogelfreundliche Sträucher ersetzen: Weißdorn, Kornelkirsche, Holunder, Schlehe und Schneeball.
Somit kann ich einen weiteren wirkungsvollen Beitrag zum Schutz von Insekten- und Vogelbeständen leisten.

Übrigens: Auch Pflanzen hat Vivara im Sortiment.
Wenn es um Naturschutzprodukte geht ist Vivara daher immer meine erste Wahl!

Vivara Logo

 

 

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