Jetzt wirds grün

Der Klimawandel bedroht uns alle und wir müssen umgehend die Weichen für eine lebenswerte und grüne Zukunft stellen. Davon handelt auch mein heutiger Post, bei dem es sich um eine Anzeige/ Werbung handelt. Werbung für die Deutsche Bahn.

Die Welt ist im Umbruch – im negativen wie auch im positiven Sinne:
Gletscher schmelzen, zusammen mit dem Eis im Nordpolarmeer. Wälder am Polarkreis brennen, der Permafrostboden beginnt aufzutauen. Die klimatischen Bedingungen verändern sich grundlegend: Weite Teile Europas erlebten nun schon im zweiten Jahr einen Dürresommer, der Wälder absterben ließ und zugleich der Landwirtschaft schwer zusetzte. Die tropischen Korallenriffe leiden unter höheren Temperaturen, sowie einer vermehrten Versäuerung der Ozeane. Die Regenwälder trocknen aus und fallen so schneller Brandrodungen zum Opfer.

Positiv ist jedoch auch folgender Umbruch: Der Klimawandel ist im Bewusstsein vieler Menschen angekommen. Millionen demonstrieren für das Weltklima. Und es dürfte immer klarer werden, dass wir alles tun müssen, um die globale Erwärmung im Mittel auf unter 2°C zu begrenzen. Alles andere hätte unabsehbare und katastrophale Folgen.

Doch es ist nicht nur der Klimawandel, der unsere Welt bedroht. Die Abholzung der letzten verbliebenen Urwälder lässt Arten sterben, von deren Existenz wir teilweise nicht einmal wissen. Immer mehr Müll landet in den Flüssen und Ozeanen, gelangt in riesige Müllstrudel  und verseucht die Ökosysteme. Meeressäuger und -vögel verenden mit plastikgefüllten Mägen, die Tier- und Pflanzenwelt wird vergiftet durch die Chemikalien, die vom Müll freigesetzt werden. Mikroplastik ist inzwischen sogar schon in den entlegensten Regionen dieser Welt angekommen, verteilt sich offenbar durch die Luft. Immer neue Pestizide verseuchen unsere Umwelt, feuern das Insektensterben an, das wiederum zum Rückgang der Vogelbestände beiträgt.
Durch die Massentierhaltung sorgen wir nicht nur für die Abholzung von Regenwald und für jede Menge Treibhausgase (Methan) Sie trägt auch zur Vergiftung unserer Natur mit Nitrat durch die Ausbringung von Gülle bei.

Somit ist der Klimawandel nur die Spitze des Eisbergs, wobei diese vielen andere Umweltsünden gleichzeitig zur Klimaerwärmung beitragen: Die Produktion von Verpackungsmaterialien, die industrielle Landwirtschaft, die Massentierhaltung, …
Es wäre also nicht nur an der Zeit, auf die Wärmedämmung, den Straßenverkehr und die Energieerzeugung zu schauen. Ein grundsätzliches Umdenken und vor allem auch konkretes Umsteuern ist nötig.

Die Deutsche Bahn macht es uns vor: Unter dem Motto „Das ist Grün“ macht sie ihre Bemühungen im Umweltschutz deutlich. Vier bekannte Poetry Slammer setzen in ihrem Namen ein poetisches Zeichen. Doch das ist bei weitem nicht alles.

Sicher ist die Bahn schon grundsätzlich ein klimafreundliches Fortbewegungsmittel.
Doch dass sie sich derart mit dem Umweltschutz befasst und auch konkrete Maßnahmen umsetzt, beeindruckt mich sehr.
Man schützt Biber, Fledermäuse und Eichhörnchen, legt Blühflächen für Insekten an und lässt Grünflächen durch Heckrinder pflegen, wodurch ökologisch wertvolle Naturbereiche erhalten und geschaffen werden. Leider müssen durch Baumaßnahmen der Bahn auch teilweise Naturflächen weichen. Für die werden dann anderswo Gebiete als Ausgleichsmaßnahme unter Schutz gestellt, renaturiert und entsprechend betreut.
Man denkt bei der Bahn auch über die Müllvermeidung nach, ebenso über das Vermeiden von Mikroplastik, setzt Ökopflastersteine am Bahnsteig ein.
Auch beim Betrieb der Bahnen, in Bahnhöfen, Lagern und Werkstätten wird zunehmend auf erneuerbare Energien, Elektromobilität und Mehrwegsysteme gesetzt.
Mit über 150 verschiedenen Maßnahmen handelt man ganz konkret.

Auch einer anderen Art von „Umweltverschmutzung“ hat die Bahn den Kampf angesagt, an der sie nicht ganz unbeteiligt ist: Dem Lärm

Sicher ist nicht alles Gold was glänzt, sicher gibt es auch bei der Bahn noch Potential, den Umweltschutz weiter voranzutreiben.
So ist sie seit Jahren der größte Einzelabnehmer von Glyphosat in Deutschland.
Doch damit soll ab 2020 Schluss sein. Man will den Verbrauch halbieren und arbeitet bereits an Alternativen.

Das zeigt mir, dass die Bahn sich Gedanken macht und das eigene Tun immer wieder hinterfragt, um es dann auch zu ändern.
Und genau dieses Potential steckt in jedem von uns. Denn auch wir können immer wieder unser Verhalten hinterfragen, es gezielt neu ausrichten.

Setzen wir alle auch einen „Grünen Punkt“, wie es Poetry Slammerin Paulina Behrendt zu recht in ihrem Video fordert. – Damit dann irgendwann aus den vielen Punkten eine Fläche wird.
Wenn jeder etwas in seiner eigenen kleinen Welt zum Besseren ändert, wird sich etwas ganz Großes zum Positiven bewegen.

Lasst uns aktiv werden! – Das ist gar nicht mal so schwer.

Verkehr
Wir können mehr zu Fuß gehen, mit dem Fahrrad fahren, mit Bus und Bahn…
So können wir das Auto vermeiden. Und wenn wir doch eines brauchen, können wir uns fragen, ob es wirklich ein spritschluckender SUV sein muss. Tut es nicht auch ein sparsamer Mittelklasse-Wagen, ein kleiner „City-Flitzer“. Oder vielleicht können wir für unsere wenige Fahrten das Carsharing nutzen, eine Fahrgemeinschaft bilden?

Reisen
Warum reizt es uns eigentlich so sehr, mit dem Flugzeug in den Urlaub zu reisen? Obwohl wir wissen, wie schädlich der Flugverkehr fürs Klima ist, fliegen viele gleich mehrmals im Jahr. Sie wissen, dass die Anlieger der Flughäfen und die Bewohner im weiten Umkreis unter dem Lärm der Flüge leiden, dass die Luft mit Ultrafeinstaub belastet wird. Und dass Flugzeuge sogar ab und zu unverbranntes Kerosin über der Natur ablassen.
Warum nutzen wir nicht einfach die Bahn, mit der man auch sein Ziel erreichen kann? Europa kann man nachhaltig und klimafreundlich entdecken. Dieser Kontinent hat so vieles zu bieten, unsere Nachbarländer strotzen geradezu von Naturwundern, kulturellen Sehenswürdigkeiten und anderen Attraktionen.
Nähere Infos über einen nachhaltigen Urlaub in Europa bietet auch das Internetportal wirsindanderswo.de

Essen
Wir können weniger Fleisch und tierische Produkte essen – dafür mehr leckere vegetarische und vegane Mahlzeiten. Auch das trägt zum Klimaschutz bei, ist aber auch ein Beitrag gegen die grausame Massentierhaltung und gegen die Ausbreitung der monokulturellen Landwirtschaftswüsten.
Anregungen und Tipps hierzu bieten eatsmarter.de und PETA
Außerdem sollten regionale und saisonale Bioprodukte die erste Wahl sein. Ein Apfel, der aus China über tausende Kilometer nach Deutschland transportiert wurde ist eine wahre Umweltsünde. Speziell, da Äpfel ja auch in unseren Breiten in Hülle und Fülle wachsen. Auch müssen es nicht immer exotische Früchte sein. – Heimisches Obst und Gemüse enthalten ebenso sehr viele Vitamine, Antioxidantien und sind oftmals gesünder, da man sie hier nicht aufgrund weiter Transportwege unreif ernten muss.

Konsum
Zum Konsum sei eines kurz gesagt: Am nachhaltigsten konsumiert man, wenn man verzichtet. Man muss nicht immer die neuste technische Errungenschaft besitzen, braucht keine zehn Hosen und dreißig Hemden im Schrank, von denen man eh nur die Hälfte trägt und den Rest am Ende in den Müll wirft. Bevor man etwas kauft, fragt man sich am besten zunächst, ob man das wirklich braucht. Dann wartet man 1-2 Tage, stellt sich die Frage erneut und oftmals ist das Produkt gar nicht mehr so interessant.
Verpackungen vermeiden sollte man wo immer es geht. Unverpackt-Läden gibt es in ganz Deutschland – man findet sie hier auf einer interaktiven Karte.

Ganz praktisch
Man kann sich sehr gut gegen das Insektensterben engagieren, wenn man einige Tipps des NABU beherzigt.

Kohlmeise

Auch für den Schutz unserer Vögel kann man sich einsetzen. Hier hat ebenso der NABU eine Auflistung verschiedener Nistkästen zum Selbstbau zusammengestellt.

Kompensation
Natürlich ist es erst mal wichtig, möglichst wenige Treibausgase zu produzieren. Doch wenn es sich nicht vermeiden lässt, kann man sie wenigstens kompensieren.
Um auf diese Art den eigenen CO2-Fußabdruck zu reduzieren kann ich nur die Moor-Aktie des Naturschutzparks Lüneburger Heide empfehlen.

Hufeisen-Azurjungfer, wenn ich mich nicht täusche

Hier kann man mit einer Zahlung die eigenen Emissionen praktisch „ausgleichen“, denn man schützt mit seinem Geld ein Stück Moor, das ein wirkungsvoller Kohlenstoffspeicher ist. Durch seine Spende hilft man bei seiner Pflege und der Neuschaffung durch Renaturierung. Gleichzeitig trägt man natürlich auch noch zum Artenschutz bei, denn es ist verblüffend, welche pflanzliche und tierische Vielfalt ein Moor zu bieten hat.

Viele weitere Tipps sind hier zu finden.

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