Blick von oben

Erde – was nun…?

Nach so vielen Negativ-Schlagzeilen über gescheiterten Klimaschutz, schmelzende Gletscher und einen gewaltigne Meeresanstieg, möchte ich heute mal etwas deutlich machen: Jeder von uns kann einen Beitrag zum Klima- und Umweltschutz leisten. Ich habe hierzu nachfolgend ein paar Möglichkeiten zusammengefasst. Und es gibt wahrscheinlich hunderte weitere…

Zunächst noch etwas Formelles: Dieser Post enthält viele Links – u.a. auch zu Petitions-Websiten, auf denen man durch Angabe seiner Daten bestimmte Forderungen unterstützen kann. Ich weise daher noch einmal darauf hin, dass diese Links zu externen Websites führen, mit denen ich in keiner Weise in Verbindung stehe. Daher gelten auf diesen Websites auch deren jeweiligen Datenschutzerklärungen!

Nun aber zum eigentlichen Thema des Post und Möglichkeiten, wie man einen Beitrag zum Umweltschutz leisten kann.

Mobilität

  • Die grundsätzliche Frage sollte doch immer lauten: Muss ich wirklich von „A“ nach „B“?
  • Wenn ja, kann ich zu Fuß gehen oder mit dem Rad fahren?
    Kann ich die Öffentlichen Verkehrsmittel nutzen? Oder die Bahn?
    Gibt es eine Mitfahrgelegenheit?
  • Wenn es keine Alternative gibt und ich mit dem Auto fahren muss: Kann ich dann wenigstens mehrere Fahrten zu einer verbinden?
  • Schon wenn ich mir ein Auto kaufe, kann ich mich fragen:
    Wohne ich in der russischen Taiga, in der ich regelmäßig auf Straßen treffe, die ich nur per Allrad-SUV passieren kann? Wenn nicht, reicht mir dann vielleicht auch ein möglichst sparsamer Mittelklasse-Wagen, oder gar ein kleiner City-Flitzer?

Wohnen

  • Brauche ich in Herbst und Winter wirklich 23°C im Wohnbereich, oder reichen auch 19°C? Im Schlafzimmer könnte es vielleicht noch ein bisschen kühler sein?
  • Wenn ich lüfte, öffne ich das Fenster am besten für wenige Minuten ganz, als es den ganzen Tag auf „Kipp“ stehen zu lassen.
  • Wenn ich feststelle, dass die Fenster oder die Türen nicht richtig schließen, kann ich mir spezielle Isolier-Materialien kaufen, die in die Rahmen eingeklebt werden. Das kostest nicht viel, nutzt dafür umso mehr.
  • Die Heizkörper sollen stets frei sein von irgendwelchen Möbeln, damit die Wärme sich gut im Raum verteilen kann. Steht eine Couch oder ein anderes Möbelstück vor dem Heizkörper, nimmt es die Wärme auf, der Raum bleibt zu kühl und es muss deutlich mehr geheizt werden.
  • Kann ich an meiner Heizungsanlage oder an den Thermostaten eine Nachtabsenkung einstellen? Auch so lässt sich Energie einsparen. Der NABU gibt hier noch weitere wertvolle Tipps.

Ernährung

  • Das Wichtigste ist, Bio-Produkte zu nutzen, am besten regionale und saisonale.
  • Man kann Obst und Gemüse selbst auf kleinen Flächen selbst anbauen, kann sich Obst auch in der Umgebung an Wegrändern pflücken.
  • Kartoffelturm - acht Knollen auf engstem Raum
    Kartoffelturm – acht Knollen auf engstem Raum
  • Exotische Früchte reduzieren, dafür auf heimisches Obst zurückgreifen. Und saisonal einkaufen – z.B. keine Erdbeeren an Weihnachten aus Israel…
  • Honig sollte man vom Imker vor Ort kaufen – er muss nicht aus China oder Mexiko stammen.
  • Sich vegetarisch ernähren bringt eine Menge – dem Klima-, Tier- und Naturschutz, oft auch der eigenen Gesundheit.
  • Vegan werden oder vegane Speisen in den Speiseplan einbauen. Es gibt. z.B. vegane Schokolade oder veganen Joghurt, den man vom Geschmack her nicht von herkömmlichen Produkten unterscheiden kann. https://www.peta.de/veganeslebenGesicht-Gedicht Rind
  • Leitungswasser auf Schadstoffe testen lassen und dann trinken – anstatt Wasser in Flaschen (teuer) zu kaufen, die über hunderte Kilometer transportiert wurden

 

Energie

  • Echten Ökostrom nutzen
    • Lichtblick
    • Greenpeace-Energy
    • Naturstrom
    • EWS – Stadtwerke Soltau
  • Geräte ausschalten – kein Stand-bye! Auch Netzteil-Stecker ziehen.
  • Beim Neukauf energiesparsame Geräte auswählen, Energie-Effizienzklassen beachten (A+++ bis D, hier eine Übersicht des Umweltbundesamts)
  • Defekte Leuchtkörper durch LED-Lampen ersetzen
  • Den Kühlschrank weit entfernt von Herd und Heizkörper aufstellen
  • Kühlschrank regelmäßig abtauen
  • Energiesparsame Töpfe verwenden
  • Zum Wassererwärmen Wasserkocher verwenden – nicht die Herdplatte
  • Wasserkocher sind deutlich energiesparsamer als Kaffee- oder Tee-Automaten
  • Eierkocher brauchen deutlich weniger Strom, als die Herdplatte
  • Das Zubereiten auf den Herdplatten braucht wiederum deutlich weniger Strom, als die Nutzung des Backofens
  • Wer oft Brot backt, für den lohnt sich ein Brotback-Automat.
  • Wäsche so oft wie möglich mit 30°C waschen, max. mit 60°C
  • Der energiesparsamste Trockner ist die frische Luft!

 

Konsum

  • Am Umweltfreundlichsten ist es, nicht zu konsumieren! Ein wenig Minimalismus tut gut:
    • Bevor man etwas kauft, stellt man sich die Frage: Brauche ich das wirklich? Dann wartet man 1-2 Tage, und fragt sich erneut. Oftmals ist dann der Wunsch schon wieder hinfällig.
    • Wenn kaufen, warum dann nicht gebraucht? Gerade Bücher haben eine viel zu kurze Nutzungsdauer, die so verlängert werden kann. www.booklooker.de kann ich hier nur empfehlen.
      Noch günstiger ist die Nutzung von Bücherschränken, aus denen man Bücher entnehmen und neue hineinstellen kann.
    • Bevor man etwas Neues kauft, kann man versuchen, das alte noch zu reparieren. Man kann es selbst probieren oder in einem Repair-Cafe Hilfe holen. Eine Übersicht über solche Einrichtungen findet man hier.
    • Oder man produziert es selbst, oftmals günstiger und mit deutlich umweltfreundlicheren Materialien, ohne Verpackungsmüll. Smarticular gibt hierzu wertvolle Anregungen.
    • Lebensmittelverpackungen vermeiden, grundsätzlich unverpackte Produkte vorziehen und keine Plastiktüten verwenden. Hier gibt es außerdem eine umfassende Übersicht von Unverpackt-Läden in Deutschland.
    • Bio-Lebensmittel sollten die erste Wahl sein. Die findet man beim Bio-Landwirt um die Ecke, im Bioladen, im Bio-Supermarkt oder im gewöhnlichen Supermarkt. Hier gibts eine (sicher nicht vollständige aber umfangreiche) Übersicht über Bioläden in Deutschland.
    • Kleidung aus Naturstoffen sollte man vorziehen: Baumwolle, Leinen, Hanf, etc. Polyacryl, Polyester usw. sollte man vielmehr vermeiden.
    • Kleidung aus Bio-Baumwolle und fairem Handel den konventionellen Produkten vorziehen. Tolle Anbieter sind z.B. grundstoff.net, www.waschbaer.de und www.hessnatur.com
    • Nachhaltiger Holzeinkauf
    • Palmöl vermeiden
      • Palmöl und Palmfett wird oft in Fertigprodukten als billiges und gut zu verarbeitendes Fett verwendet. Doch sollte man es vermeiden, da der Ölpalmenanbau die letzten Regenwälder unserer Welt massiv schädigt.
        Also am besten so wenig Fertigprodukte wie möglich kaufen, und wenn doch, lohnt ein Blick auf die Zutatenliste.
      • Wer auf der Suche nach einer Übersicht nach palmölfreien Produkten ist, findet sie hier.
    • Naturkosmetik
      • Wer hat schon gerne krebserregende Stoffe auf seiner Haut? Oder in seinem Mund, putzt sich damit sogar noch die Zähne? Zahncreme und Hautpeelings enthalten immer noch viel zu oft Mikroplastik. Wer das vermeiden will, nutzt lieber Naturkosmetik.
        Dazu zählen u.a. Produkte von Lavera.

Reisen

  • Muss ich in die Ferne schweifen? Denn das Schöne liegt ganz in der Nähe.

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    Der Huzenbachsee im Schwarzwald
  • Wenn das nicht ausreicht und man trotzdem etwas weiter verreisen möchte, erreicht man sein Ziel vielleicht auch mit der Bahn, dem Fernbus oder ggf. dem eigenen PKW?
  • Wie man Deutschland und Europa nachhaltig entdecken kann, darüber kann man sich unter wirsindanderswo.de
  • Wenn man sich doch fürs Flugzeug entscheidet, weil es vielleicht keine Alternative gibt: Muss man dann tatsächlich mehrfach im Jahr fliegen, oder kann man das nicht reduzieren?
  • Wenn man den Flug nicht vermeiden kann oder will, kann man diese CO2-Emissionen auszugleichen. Hierzu kann ich nur den Kauf einer Moorschutz-Aktie empfehlen. Mit ihr werden die Moore der Lüneburger Heide geschützt, erhalten und neue renaturiert.
    Das kann man auch für seinen jährlichen CO2-Fußabdruck machen, oder für die Reise per Auto. 

    Diese Diashow benötigt JavaScript.

  • Übrigens: Eine Kreuzfahrt mit dem Schiff stößt gewaltige Mengen CO2 aus, ebenso Ruß und Feinstaub. Es verseucht und belastet die Meere, stört die Meeresbewohner und treibt manche Städte und deren Bewohner an den Rand der Verzweiflung. (Beispiel: Venedig – hier berichtet das ZDF darüber)

Aktiv werden und Gutes tun…

  • Man kann zum Beispiel Vogelnistkästen und Fledermaus-Spaltkästen anbringen, wenn man einen Garten hat. Aber auch auf dem Balkon freuen sich Meise und Spatz evtl. über einen Nistkasten. Schwalben sind ebenso glücklich über künstliche Nester an der Hauswand. Hier bietet der NABU eine umfassende Liste für Nistkästen zum Selbstbauen.

    Rotkehlchen beim Abflug
    Rotkehlchen beim Abflug
  • Man kann seinen Garten oder seinen Balkon insektenfreundlich bepflanzen. Hier gibt der NABU wertvolle Tipps.
  • Unsere Vögel freuen sich das ganze Jahr über eine Fütterung mit Körner- und Fettfutter.
  • Wir können Naturschutzverbände und Vereine finanziell unterstützen, damit sie die Natur schützen und ihnen eine Stimme geben können.
  • Wir können ihr jedoch auch selbst eine Stimme geben: Durch die Teilnahme an Demos, das Schreiben von Leserbriefen an die Tageszeitungen und durch das Unterzeichnen von Petitionen. Beispiel: Rettet den Regenwald e.V., Greenpeace oder NABU

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