Zeit für einen Neubeginn!

Ich wünsche allen Leserinnen und Lesern meines kleinen Blogs ein frohes und friedliches Osterfest.
Doch Ostern mehr als das Fest der bunten Eier, der Schokoladenhasen und des obligatorischen Kirchenbesuchs. Es ist das Fest der Wiederauferstehung und des Neubeginns.


Daher wünsche ich uns allen nicht nur ein frohes Osterfest. Ich wünsche uns auch die Energie und die Inspiration des Neubeginns, den Mut und die Kraft selbst für etwas Neues in unserem Leben zu sorgen.

Jedes Jahr durchlebt die Natur in unseren Breiten diese Metamorphose:
Nach einem Herbst, in dem die meisten Bäume und Pflanzen ihre Blätter abgeworfen haben, die Tiere in den Winterschlaf gefallen sind und Insekten ihre Brut fürs nächste Jahr angelegt haben, verschwindet im Winter ein Großteil des Lebens. Es scheint in dieser Jahreszeit verstummt und verblichen zu sein, die Farben weichen dem Grau und dem Weiß von Wolken und Schnee.

Doch dann irgendwann im Spätwinter, wenn man diese Stille und diese Farblosigkeit förmlich im eigenen Inneren spürt, taucht das Leben ganz plötzlich wieder aus der Versenkung auf. Es bricht durch die Erdkruste, findet immer einen Weg. Das erste Schneeglöckchen entfaltet seine Blüte, der Winterling zerschlägt die Farblosigkeit mit seinem grellen Gelb. Auch die Stille wird vom Vogelgesang durchbrochen, der unsere Herzen und die vieler Tiere praktisch aus dem Winterschlaf erweckt. Ein langsamer Prozess ist es, der uns nach und nach offenbart, dass das Leben die ganze Zeit tatsächlich nur erstarrt war. Und dass es nun wieder zurückkehrt, womit sich alles ändert.

Spätestens mit dem ersten Frühlings-Vollmond, an dem stets das Osterfest stattfindet, explodieren die Lebensgeister förmlich und zeigen uns jedes Jahr: Ein Neubeginn ist immer möglich und in ihm steckt so viel Energie.

Lassen wir uns daher vom Osterfest inspirieren, lassen wir neues Leben in unser Sein – und neues Sein in unser Leben. Vertreiben wir die faulen Kompromisse und die auf uns lastenden Überreste vom letzten Jahr aus unserem Dasein. Wagen wir Neues, wenn uns das Alte belastet und brechen üble Verkrustungen, alte Gewohnheiten auf. Machen wir uns frei und beseitigen jene Steine, die uns an unserer Entfaltung hindern.

Denn das Leben ist viel zu kurz, um sich lange mit faulen Kompromissen herumzuschlagen. Kompromisse, die wir uns übrigens meist durch selbst konstruierte Ideale auferlegt haben.

Nicht selten folgen wir Konsumzwängen, die wir durch Erwartungen der Gesellschaft glauben erfüllen zu müssen. Dadurch arbeiten wir immer härter, um diesem Konsum finanziell gerecht zu werden. Vielleicht verbringen wir aber auch unsere Freizeit mit Menschen, die wir eigentlich gar nicht mögen und die uns nicht guttun, nur um am Ende in den Augen anderer gut dazustehen? Oder wir verzichten auf Dinge, nur um dazuzugehören?

Wagen wir es, diese Verkrustungen aufzubrechen, jene vermeintlichen Ideale über Bord zu werfen.

Das können wir beispielsweise tun, indem wir unseren Konsum kritisch überdenken, uns fragen inwieweit er uns wirklich glücklich macht. Damit wir uns am Ende vielleicht sogar den bekannten Ausspruch auf die Fahnen schreiben können: „Ich arbeite von nun an nur noch um zu leben – und lebe nicht mehr, um zu arbeiten.“

Dann hätten wir vielleicht auch mehr Zeit, um ein neues Hobby auszuprobieren.
Wir könnten einen Garten pachten und selbst Gemüse anbauen. Oder den den Versuch starten, aus alten Dingen Neues herzustellen. Wir könnten auch einen Teil unserer Zeit nutzen, um ein Instrument spielen zu lernen, das wir schon immer spielen wollten.
Vielleicht wollten wir ja auch schon lange einer Katze, einem Hund, einem Vogel oder einem Nager ein Zuhause bei uns geben? – Am besten natürlich einem Tierheimbewohner? Wir könnten als Neubeginn auch unsere Ernährungsgewohnheiten umstellen, um neue Geschmacksrichtungen kennenzulernen. Die vegetarische und vegane Küche haben ebenso einiges zu bieten, wie die vielen heimischen Küchen- und Wildkräuter. Aber vielleicht wollten wir ja auch schon immer mal einige Tage auf dem Jakobsweg wandern, anstatt mit dem Flugzeug jedes Jahr in eine neue Touristenhochburg zu fliegen?

Alles ist möglich! Und mit einer solchen Veränderung von Gewohnheiten käme auch in unserem Dasein neues Leben zum Vorschein, ein neues Erleben könnte sich durch die harte Kruste hindurch seinen Weg bahnen und eine ungeahnte Blütenvielfalt an den Tag bringen.

Daher wünsche ich uns allen ein frohes und besonders inspirierendes Osterfest.

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

 

Werbeanzeigen

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s