Grün ist die beste Rendite

Wieder flimmern Bilder von abgeholzten Regenwäldern über unsere Bildschirme mit sterbenden Orang Utans und schwindenden Arten. Der April 2018 war der wärmste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. In Syrien sterben weiterhin Menschen im Bombenhagel, in Afrika an Hunger und Durst. Das Great Barrier-Riff in Australien wurde durch Umweltzerstörung und Klimaerwärmung schon zu einem Drittel zerstört, und am Nordpol findet man Unmengen Mikroplastik. Wir wollen uns wehren gegen das, was wir da sehen und wollen uns ihm entgegen stellen. Wir nutzen Ökostrom, kaufen Bio und regional, spenden für leidende Menschen und meiden Palmöl. Und doch finanzieren wir noch immer viel zu oft diese Schweinereien. – Kohle, Atomenergie, Lebensmittelspekulation, Rohstoffabbau und sogar Waffen. Ganz unbewusst, durch unser Bankkonto oder anderes Investment. Dabei geht es auch anders…

Die Geldanlage nach ökologischen und ethischen Maßstäben muss nicht zwangsläufig die Rendite schmälern. Ganz im Gegenteil.
Eine besondere Art der Geldanlage habe ich schon vor vielen Jahren für mich entdeckt. Sie nennt sich „Baumsparvertrag“ und wird von der ForestFinance angeboten. Für einen Betrag von einmalig knapp 400 Euro (oder 38 Euro monatlich für die Dauer von einem Jahr) werden in Panama auf 125 Quadratmeter etwa zwölf einheimische Bäume gepflanzt. Diese werden nach 25 Jahren geerntet, als Edelhölzer verkauft und man erhält (Stand heute) hierfür 1745 Euro. Das ist eine Rendite von etwa 6%. Der Vorteil für die Natur: In den aufgeforsteten Bereichen wird zugleich natürlicher Unterbewuchs zugelassen und die Natur bekommt auf diese Art dauerhaft ein Stück Platz zurück. Es entstehen wieder neue Lebensräume.
Sicherlich ist in diesem Fall theoretisch der Gesamtverlust der Geldanlage möglich. Das kann durch einen Waldbrand, durch Klimaextreme oder Schädlingsbefall geschehen. Doch ist der Nutzen aus einer solchen Geldanlage aus meiner Sicht deutlich höher als das Risiko. Natürlich sollte man hier nur so viel Geld investieren, wie man es verkraften kann, sollte das Geld verloren gehen. Das gilt ja bei jeglichem Investment.
Das Wichtigste für mich ist hier die grüne Rendite, das Investment ist überschaubar.

Warum ich hier seit Jahren Kunde bin, hat man mich auch im Interview als Grünschreiber gefragt.  Na, neugierig geworden?  🙂 Dann am besten direkt mal vorbeischauen…
5 Fragen an: Umweltkrimiautor und ForestFinance-Kunde Torsten Jäger

Natürlich gibt es auch Investmentfonds, die beispielsweise in „Erneuerbare Energien“ investieren. Und diese haben in den letzten Jahren einige Male ein ordentliches Plus erfahren.

Wem diese Art der Geldanlage zu unsicher ist, der kann auch mit klassischen Produkten bei einem entsprechend langen Anlagezeitraum eine gute Rendite erzielen. Die Umweltbank bietet hier beispielsweise tolle Produkte an, die verblüffend hohe Renditen garantieren. Auch die Triodos Bank oder die GLS Bank sind in diesem Bereich aktiv. Alle haben eines gemeinsam: Sie haben sich der Finanzierung nachhaltiger und ökologischer Projekte verschrieben und schließen bestimmte Investments kategorisch aus. Teilweise kann man bewusst auswählen, zur Förderung welcher nachhaltiger Priojekte man sein Geld anlegen möchte.

Alles in allem stellt in einer Welt des Kapitalismus, in der das Geld regiert, nicht nur der „Kassenbon“ einen Wahlzettel dar. Auch spielt es eine gewichtige Rolle, wo wir unser Geld investieren, wo wir es anlegen und es für uns arbeiten lassen. Wählen wir eine nachhaltige Geldanlage, arbeitet es nicht nur für uns, sondern auch für die Zukunft unseres Blauen Planeten…

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