Gesicht-Gedicht I

Tiere haben es nicht leicht in unserer Gesellschaft. Zwar geht es vielen Haustieren gut, die putzigen Tierchen sind beliebt und werden geschützt. Doch gleichzeitig leiden jedes Jahr Milliarden von Schweinen, Rindern, Hühnern, Ziegen, Gänsen, Puten und anderen Tieren in den Ställen der Massentierhaltung. Es sterben Millionen Tiere – auch beliebte Schmusetiere, wie Kaninchen, Katzen und Hunde – anonym in Tierversuchslaboratorien, wo sie zuvor sehr viel Leid ertragen müssen. Der gesellschaftliche Widerstand dagegen ist nicht sehr groß, Fleisch wird immer noch gegessen und vor allem viel zu oft noch auf abgepackte, billige Discount-Ware gesetzt. So ein Schnitzel ist relativ anonym, hat kein Gesicht und es lässt sich leicht verdrängen, dass hinter diesem Stück Fleisch zuvor ein lebendiges, fühlendes, denkendes und vor allem leidendes Wesen steckte.
Daher habe ich die die Reihe „Gesicht-Gedicht“ gestartet. Mit ihr werde ich es in unregelmäßigen Abständen ermöglichen, den Tieren ins Gesicht zu blicken. Und mit den kombinierten Gedichten lasse ich sie zugleich zu Wort kommen.
Ich hoffe dadurch das Schweigen zwischen der steril eingeschweißten Ware und dem menschlichen Konsumenten brechen zu können. Und vor allem Schweigen des menschlichen Gewissens!

 

Das Rind

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