Hiroshima

Ich stand da – atomar …

 Ich stand da –
und glaubte nicht zu sehen,
was ich sah …
Zerbombt war das Leben
– entzwei, ermordet lag es da –
unmöglich Vergeben.

Ausgehungert, verdurstend das Herz
– Blut floss auf die verbrannte Erde, stahl jedes Sein –
erstickend der Schmerz.

Heulend folgte das teure Gerät,
fiel herab, heller als sonnige Strahlen, stärker als wütende Stürme,
sekundenschnell Leben verweht.

 Schatten verblieben an Wänden,
tausende Grad schmolzen Eisen – die Haut verbrannte zu Nichts im Kern der Höllenglut,
selbst Schreie verenden.

Stunde null hat begonnen,
einläutend durch teuflische Waffen, die unentschuldbar benutzt,
unmenschlich ist man verkommen!

6. August 1945, 08:15 Uhr, Hiroshima
136.000 Tote, 70.000 Verletzte
9. August 1945, 11:02 Uhr, Nagasaki
64.000 Tote, 25.000 Verletzte

Auszug aus dem Buch KriExit

Heute jährt sich der atomare Wahnsinn und ein Blick auf die Welt verursacht neue Fragen:
Sind wir von solchen Verbrechen nach über 70 Jahren „Fortschritt“ wirklich so weit entfernt, wie wir es gerne wären? Sind wir so viel besser geworden? Und haben wir aus der Geschichte gelernt?

 

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