Warum in die Ferne schweifen…?

Urlaub bedeutet reisen, Reisen bedeutet oft fliegen. Und Fliegen bedeutet eine enorme Umweltbelastung. Dabei muss man, um neue Welten zu entdecken, nicht ins Flugzeug steigen. Oft reicht es einfach aus, die eigene Wohnung zu verlassen und mit offenen Augen loszulaufen oder zu fahren. Kleine Welten vor der Haustür haben großes Potential…

Die Urlaubszeit zieht uns in die Ferne. Ein Tapetenwechsel tut natürlich der Seele gut, entspannt und gibt neue Impulse. Und so reisen wir mit dem Flugzeug in den Süden, fliegen sogar über den Atlantik und besuchen die Karibik, bewundern die brasilianischen Regenwälder und die Natur auf Borneo. – Und wir zerstören sie mit jedem einzelnen Urlaubsflug!
Denn mit jedem Flug werden große Mengen Kerosin verbrannt und in die oberen Schichten der Atmosphäre freigesetzt. Die Folge: Der Klimawandel wird weiter angeheizt, die Meere erwärmen sich, wodurch die Korallen verbleichen und sterben. Das Klima ändert sich, wodurch es weniger Regen in den Tropen gibt. Und auch um Kerosin herzustellen, bedarf es den Abbau fossiler Brennstoffe, was mit der Zerstörung von Natur einhergeht. Was Kerosin und bestimmte Zusätze ansonsten noch in der Natur anrichten (u.a. werden Biozide zugesetzt), kann man nur erahnen, denn Studien hierüber findet man keine.
Aber man kann doch nicht auf alles verzichten, Urlaub soll doch Spaß machen und man will etwas Neues sehen.
Kann man ja auch! Wer von uns hat sich schon mal so richtig in seiner Umgebung umgeschaut? Ich habe es dieses Jahr getan und bin auf viel Unerwartetes gestoßen.

Hier ein paar Impressionen von meinem Urlaub in Rheinhessen…

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Die Beller Kirche nahe Eckelsheim. Sie wurde vor vielen hunder Jahren offenbar aufgegeben, da in ihr zwei Männer in Streit geraten sind. Dabei erschlug der eine den anderen mit einem Kreuz. Die Kirche galt als entweiht. Die mystische Besonderheit: Nach dem Todschlag soll der Erschlagene als Geist durch die Kirchenmauern gespukt sein…
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Die Beller Kirche von innen nach außen
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Wer sehen will, was ein Klimawandel bewirken kann, der sollte den Rundweg hinter der Beller Kirche gehen. Dort sind Schilder aufgestellt, die zeigen, wie hoch das Wasser vor 20 Millionen Jahren hier noch stand. Denn hier befand sich ein tropisches Meer, in dem Haie schwammen. Das Mainzer Becken war ein Seitenarm des Meeres, das sich zur heutigen Nordsee erstreckte. Von solchen Entwicklungen sind wir zwar noch weit entfernt, doch scheint es gar nicht mehr so undenkbar, dass wir eines Tages wieder derartige Verhältnisse haben könnten.
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Die Kirchenruine Maria Magdalena in Hangen-Wahlheim nahe Guntersblum. Sie wurde wohl im pfälzischen Erbfolgekrieg zerstört. Doch strahlt sie eine ganze besondere Atmosphäre aus. Die Gemäuer umrahmt von Bäumen, und die Grabsteine aus dem 18. Jahrhundert davor, schaffen eine ganz besondere Stimmung.
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Ein Blick in den Urwald? Das ist das Flüsschen Pfrimm nahe Niefernheim.
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Das Niefernheimer Loch… Früher gab es mehrere davon und in ihr sind ganze Pferdefuhrwerke verschwunden. Denn diese Sumpflöcher haben eine besondere Eigenschaft: Über ihnen leuchten Irrlichter, die offenbar mit dem Schwefelgehalt des Wassers zusammenhängen. Die hat die Menschen früher in die Irre geführt.

Auch Exoten gibt es in Rheinhessen…

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Ein Kornwicken-Widderchen
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Gänsemarsch im Laubenheimer Ried am frühen Morgen
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Nur fliegen ist schöner…
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…und der Sonnenaufgang
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