Trump-was nun?!

Geld regiert die Welt! – So besagt ein altes Sprichwort. Es hat einen sehr negativen Touch, denn es besagt ja, dass wir vom Geld und den Wohlhabenden regiert werden. Doch was ist eigentlich, wenn wir die Sache einmal aus einer anderen Perspektive betrachten? Was, wenn wir uns dieses Prinzip zu Nutze machen? Und wenn wir mit ihm versuchen, die Welt zum Guten zu verändern?

Geld regiert die Welt: Diese Aussage hat mit der US-Präsidentenwahl eine ganz neue Bedeutung bekommen. Denn es ist ein Milliardär, der u.a. auch von Menschen der Unter- und Mittelschicht gewählt wurde, um ihre Interessen zu vertreten. Wie kann das sein? Aus der Berichterstattung blieb mir die Aussage einer Frau im Sinn, die sich offen bekannte, Trump zu wählen. Der Grund: Clinton habe nur einige hundert Millionen US-Dollar, Trump dagegen Milliarden. Da müsse man doch einfach diesem Milliardär vertrauen. Offensichtlich ist nicht nur sie dem Irrglauben aufgesessen, dass jemand, der für sich Milliarden angehäuft hat, auch jene reich machen wird, die ihn wählen…

Doch Wohlfahrt sieht anders aus, als dieser neue US-Präsident. Und jemand der Erfolg hat, wird nicht zwangsläufig andere Menschen erfolgreich machen. Speziell, wenn er auch auf Kosten anderer erfolgreich wurde.

Wie wenig sozial dieser Präsident sein wird, zeigen seine markigen Sprüche und die Art, wie er zu seinen Milliarden gekommen ist. Denn dabei hat er auch rücksichtslos gezockt.

Zocken und Abzocken – das sind oftmals die Regeln, wenn es darum geht, materiellen Reichtum anzuhäufen. Rücksichtsloser Umgang mit den Menschen und der Umwelt zahlt sich noch immer aus in barer Münze. Und so ist die materielle Gier auch der Grund für so viele Probleme auf der Welt. Umweltzerstörung, Tierquälerei, Armut und Ungleichheit, Hunger und Tod, Mord und Krieg. – All dies beruht oftmals auf der Gier einiger weniger, auf Kosten vieler.

Chance: Super-Mond

Man kann nach der Wahl Trumps nun natürlich den Kopf in den Sand stecken und sich sagen, die Welt sei dem Untergang geweiht. Schließlich hat er vollmundig verkündet, dass er aus dem Klimaschutzabkommen austreten werde, weil der Klimawandel in Wirklichkeit eine Erfindung der Chinesen sei. (Ja, das hat er wirklich gesagt!)

Neben diesen intellektuellen Blüten des künftig „mächtigsten Mannes der Welt“ ist abzusehen, dass seine Umweltschutzbemühungen auch allgemein sehr gering ausfallen werden. Manch einer wünscht sich, solche Staatschefs auf den Mond schießen zu können. Zumal wir vor kurzem die beste Gelegenheit hatten: Der Super-Mond hatte schließlich die geringste Entfernung zur Erde für die nächsten Jahre…

Da dieses Vorhaben jedoch leider nicht umsetzbar wäre, und man außerdem nicht potentielle Außerirdische vergraulen sollte, kann man nicht eifnach alle gierigen, egoistischen, umwelt- und menschenfeindlichen Personen ins All katapultieren. – Und mit ihnen das zerstörerische Wirtschaftssystem unserer Zeit.

Konsumenten an die Macht

Denn Geld regiert nun man die Welt. Doch warum nutzen wir eigentlich nicht diesen Umstand? Wenn Geld die Welt regiert, können wir mit unserem Geld ja auch ein Stück weit mit regieren. Wir können durch geänderten und reduzierten Konsum ganze Branchen verändern. Es steckt so viel Macht auf der Ladentheke.

Warum kaufen wir unsere Weihnachtsgeschenke noch immer beim unsozialen Halsabschneider online und stärken so immer weiter dessen Marktmacht? Warum kaufen wir nicht beim Händler um die Ecke? So hat beispielsweise der Buchhändler die Bücher schneller parat, als der Online-Händler sie per Post verschicken kann. Und selbst wer lieber im Internet kauft, der kann sich für eine Alternative zu den gewaltigen Marktriesen entscheiden. Da gibt es eine ganze Vielfalt toller kleiner Online-Händler für Bücher & Co. Billiger sind übrigens die Marktriesen keineswegs. Ich kaufte mir vor kurzem einen Futterautomaten für Hühner bei Amazon. Dieser kostete über 17 Euro, war sehr schlecht verarbeitet und funktionierte obendrein nicht mal . Ich sandte ihn zurück und kaufte beim Raiffeisen-Markt in meinem Wohnort einen tollen und sehr gut funktionierenden Futterautomaten für sage und schreibe 9 Euro! Wer also glaubt, online Schnäppchen zu eraschen, der irrt oftmals.

Warum kaufen wir konventionelle Fleisch- und Wurstwaren, warum konventionelles Obst – wie Äpfel aus Peru und Erdbeeren aus Israel? Wenn wir stattdessen Bio-Lebensmittel aus der Region kaufen, freut sich der Landwirt und kann existieren. Und auch hier gibt es die Online-Alternativen: Bio-Versender gibt es einige auf dem Markt mit einem breiten Angebot und fairen Preisen für Käufer und Produzenten.

Wenn wir uns Kleidung kaufen, können wir darauf achten, dass sie fair und aus Biobaumwolle hergestellt wurden. Schuhe ohne Leder verhindern Tierleid, ebenso wie Jacken oder sonstige Kleidung ohne Pelz!

Auch ein gedrosselter Konsum kann die Welt aktiv verändern. Wir durchbrechen dadurch die immer weiter fortschreitende Wegwerf- und Wachstums-Spirale. Zugleich können wir durch Konsumverzicht entweder weniger arbeiten, weil wir weniger Geld benötigen – haben somit mehr Zeit wirklich zu leben. Oder aber wir arbeiten genauso viel und sparen das Geld. Und beim Sparen können wir ebenso viel Gutes tun. Bei herkömmlichen Banken und in den meisten Fonds arbeitet das Geld nicht für die Guten: Es wird genutzt für die Finanzierung von Atom- und Kohlekraft, die Massentierhaltung, Banken investieren in Rüstungsgüter oder auch in Unternehmen, die Kinderarbeit oder Lohndumping fördern. Und all dies geschieht mit unserem Geld!

Wenn wir unsere finanziellen Mittel denen entziehen, die schlechtes damit tun, und sie bei den Guten anlegen, können wir eine große Macht ausüben. Bei diesen Anlagen können wir zugleich faire Renditen erzielen und müssen hierzu auch keine Risiken eingehen.

Man stelle sich vor: Unser Geld regiert die Welt!

Vielleicht sollten wir dies einmal als Chance betrachten, bewusst konsumieren (oder eben nicht)

Machthaber kommen und gehen, ihr Auftauchen ist erschreckend, aber ihr Ende ist auch vorprogrammiert. Und wir sollten uns eines klar machen: In der westlichen Welt regiert der Konsum, er schafft neues und zerstört altes. Wenn wir ihn in die richtigen Bahnen lenken, können wir mehr Macht erzeugen, als es ein US-Präsident es vermag. Und wir können die Welt zum Besseren wandeln!

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