Todes Mais

Warum nicht Krimispannung mit Information und dem Naturschutzaspekt verknüpfen? Warum nicht Unterhaltungsliteratur mit den spannenden Wundern der Natur verbinden? Diese Fragen stellte ich mir vor einigen Jahren. Die Antwort darauf ist das Buch „Todes Mais“, das 2014 im Leinpfad Verlag erschienen ist.

„Todes Mais“ ist ein Regionalkrimi mit ökologischem Hintergrund und spannender Recherche rund um den „Superorganismus Bienenvolk“, der zudem die „Grüne Gentechnik“ thematisiert. Mit Humor, Dialekt und rheinhessischer Atmosphäre ist ein unterhaltsames Buch entstanden.

Eine Geschichte, die gerade vor dem Hintergrund des drohenden Freihandelsabkommens, und der damit verbundenen vermehrten Freisetzung genetisch veränderter Pflanzen, aktueller nicht sein könnte.

Aber nun ein paar Worte zur Handlung…

Ein Mann bricht mitten in der Nacht in die Bodenheimer Weinberge auf. Am nächsten Morgen wird er tot aufgefunden – übersät von Bienenstichen.

Die ermittelnden Kommissare Juvanic und Kelchbrunner stehen vor einem Rätsel: Wie kann es sein, dass ein Mensch nachts von einem Bienenvolk angegriffen wird? Bienen sind schließlich weder nachtaktiv noch derart aggressiv.

So deutet einiges auf eine Fremdeinwirkung hin – ein Gewaltverbrechen wird wahrscheinlich. Doch wie kann ein vermeintlicher Mörder ein Bienenvolk dazu bringen, einen Menschen zu attackieren? Und das auch noch in absoluter Dunkelheit?

Über allem steht zunächst die Frage nach dem Warum.

Deshalb konzentrieren sich die Ermittlungen der Kommissare auf das Umfeld des Opfers. Dieses hatte einige Feinde, denn es handelt sich bei dem Toten um Dr. Görens – den Versuchsleiter für ein Genmais-Feld in Bodenheim, das von der Firma Genologisch AG angelegt wurde. Schnell geraten die Mitglieder einer Bürgerinitiative gegen das Maisfeld in Verdacht. Auch ist es wahrscheinlich, dass ein Imker hinter der Attacke steckt.

Um Licht ins Dunkel dieses Falles zu bringen ist es nötig, mehr über die Lebensweise von Bienen zu erfahren. Kelchbrunner recherchiert, auch über die „Grüne Gentechnik“. Dabei hadert er selbst mit dem Schicksal und reagiert immer öfter subjektiv und beinahe feindselig gegenüber den Genmais-Befürwortern. Das belastet nicht nur die Ermittlungen, sondern auch das Verhältnis zwischen den beiden Kommissaren.

Nach und nach setzen sich viele Teile zu einem Puzzle zusammen, das jedoch noch immer kein Gesamtbild des Mordes ergibt.

Erst ein zweiter Mensch muss sein junges Leben verlieren, bis die Kommissare erkennen, was wirklich hinter dieser Tat steckt. Den Kommissaren wird letztlich bewusst, wie viel Wahrheit im Leitspruch der Genmais-Gegner steckt. Ein Leitspruch, der da lautet:

Wer Mais sät, wird Sturm ernten.

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3 Gedanken zu “Todes Mais

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