Urlaub – ganz nah…

Viele beginnen in diesen Wochen bereits, ihren Sommerurlaub zu planen. Oder sie haben es bereits getan. Ab in den Süden, Urlaub in der Karibik, schnell noch mal die Malediven besuchen, ehe sie in den steigenden Meeresfluten versinken,… So geht es oftmals mit dem Flugzeug in die Ferne, um in Touristenhochburgen Sonne zu tanken, im Meer zu baden. Oder in die USA für einen Städtetrip, für einen Besuch des Yellowstone Nationalparks. Und neben dem Sommerurlaub geht es dann im Herbst oder Winter auch noch mal in wärmere Gefilde.

Die Folgen dieser ausufernden Fliegerei auf das Klima und auf die Natur allgemein sind katastrophal. Während sich der Pauschaltourist über den niedrigen Preis für sieben Tage Sonne freut, müssen die Hotelangestellten vor Ort für einen Hungerlohn schuften. Während Millionen Badegäste jedes Jahr, mit Sonnenöl beschmiert in den Meeren schwimmen, gelangen diese Chemikalien auch ins Wasser. Es klingt absurd – wie könnte ein bisschen Sonnenöl der Natur schaden? Die Antwort ist jedoch klar: Es ist nicht ein bisschen Sonnenöl, es sind wirklich Unmengen, die jährlich in den Meeren und somit deren Bewohnern landen. – Zusammen mit allerlei Plastikmüll, Abwässern aus den Hotelkomplexen und Schweröl der Kreuzfahrtschiffe. Alles in allem ist die Bilanz eines Urlaubs in fernen Ländern oft sehr negativ.

Entspannung und Tapetenwechsel

Aber jeder Mensch braucht doch mal Urlaub! Jeder braucht einen Tapetenwechsel! Das ist vollkommen klar! Die Frage ist nur, wie man Tapetenwechsel definiert. Muss man mit dem Flugzeug fliegen, nur um etwas wirklich Neues zu sehen?

In den Köpfen vieler Touristen gelten Regionen in Deutschland oder Mitteleuropa noch immer nicht unbedingt als Traum-Urlaubsziel. Da müssen es schon exotische Plätze sein, man will ja etwas Neues und Ungewöhnliches sehen. Nur das bringt einen Tapetenwechsel. Und auch für Strandurlauber gilt die deutsche Küste nicht als Traumidylle. Kühles Wasser, unbeständiges Wetter, die typisch kühle norddeutsche Art…

Trotzdem muss man nicht immer in die Ferne reisen, um Neues zu sehen. Man muss nicht in den Süden fahren, um einen entspannenden Strandurlaub zu verbringen.

Viele wissen, dass es in Island Geysire gibt. Doch dass in Deutschland beispielsweise nahe Andernach ein Kaltwasser-Geysir zu bestaunen ist, das ist vielen unbekannt. Viele schätzen magische Gesteinsformationen in fernen Ländern – und kennen nicht die Bastei in der Sächsischen Schweiz. Viele kennen Naturplätze in den Tropen als touristische Attraktionen – wissen aber nichts vom Huzenbachsee im Schwarzwald. Man schätzt die ausländische Gourmetküche – und kennt die leckeren Wildkräutergerichte von Baiersbronn nicht. Eine Wanderung durch das Our-Tal, das im Grenzverlauf zwischen Luxemburg, Belgien und Deutschland liegt, vermittelt einen wundervollen Naturblick. Bilder der Südsee faszinieren den Betrachter – dabei kennt er den Möns Klint in Dänemark an der Ostsee nicht, wo das Meer wirklich ein wenig Südseefeeling vermittelt. Gut – es ist nicht ganz so warm, das Wetter ist auch nicht ganz so beständig. Doch auch Nord- und Ostsee bietet für Strandurlauber einiges. Man kann auch dort am Strand liegen, sich entspannen und schwimmen gehen. Und man bekommt zusätzlich auch noch Ungewöhnliches zu sehen: Die Insel Juist beispielsweise, mit ihren Kontrasten – dem Watt, den Dünen, dem Inselwald und dem Salzwassersee. Oder auch Föhr mit dem Vogelschutzgebiet und der herrlichen Ruhe.

Warum also es nicht einfach mal wagen, Deutschland und seine Nachbarstaaten zu entdecken? Dadurch erspart man sich nicht nur den Flugstress, entzieht sich ein Stück weit der Terrorgefahr, schont Klima und Umwelt. Man stärkt zudem die Wirtschaft Mitteleuropas, zahlt vielleicht sogar noch weniger als bei der Pauschal-Reise und entdeckt schließlich etwas ganz Neues: Das Nahe, das in Wirklichkeit für viele so fern und uninteressant ist. Und das trotzdem

unglaublich viel zu bieten hat.

Hier ein paar Impressionen…

 

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Kreidefels, Insel Mön – Dänemark
Meer am Möns Klint - Dänemark
Meer am Möns Klint – Dänemark
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Bastei in der Sächsischen Schweiz
Sächsische Schweiz - Felsen
Sächsische Schweiz – Felsen
Holz Maar - Vulkaneifel im Winter
Holz Maar – Vulkaneifel im Winter
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Blässhuhn beim Start
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Huzenbachsee im Schwarzwald
Heiligenfigur thront über Fischbach im Pfälzer Wald
Heiligenfigur thront über Fischbach im Pfälzer Wald
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Auch in der Pfalz gibt es Exoten…
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Apropos exotisch – die Insel Mainau im Bodensee
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Die Hauptstadt der Schweiz – Bern

 

2 Gedanken zu “Urlaub – ganz nah…

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